Platino. Flechtwerke und Fliehkräfte

Transformation und Umdeutung von Räumen

23.2. - 5.5.2013 | Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
Eingabedatum: 28.02.2013

bilder

Neben der Auseinandersetzung mit den jüngsten Positionen der zeitgenössischen Kunst widmet sich der Württembergische Kunstverein auch regelmäßig einer Neubetrachtung künstlerischer Werke und Praktiken, deren Ansätze in den 1970erund 1980er-Jahren wurzeln und die zugleich hochaktuelle Fragen und Auseinandersetzungsfelder der Kunst betreffen: darunter die Werke von Mark Tansey (2005), Antoni Muntadas (2006), Anna Oppermann (2007) oder Teresa Burga (2011).

2013 knüpft der Kunstverein an diese Reihe mit einer umfassenden Einzelschau des 1948 geborenen Stuttgarter Künstlers Platino an, die vom 23. Februar bis zum 5. Mai zu sehen ist. Neben rund 120 Fotografien umfasst sie ein eigens von ihm für die Ausstellung entwickeltes, malerisches und architektonisches Raumsetting.

Die Ausstellung Platino. Flechtwerke und Fliehkräfte beleuchtet die widerständigen Potenziale, die Platinos Werk sowohl im Hinblick auf seine institutionskritische Haltung als auch hinsichtlich seiner performativen, ephemeren und prozessualen Kunstpraxis auszeichnen. Es geht um die von ihm erschlossenen, gleichermaßen ästhetischen wie politischen Handlungs- und Ereignisräume, die zwischen Kunst und Leben, Privatem und Öffentlichem, Bild und Raum angesiedelt sind und die einen permanenten Prozess der Neubestimmung und Neuverortung von Kunst und Nicht-Kunst, Werk und Betrachter, dem Gewissen und Ungewissen in Gang setzen.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die sogenannten Externs, das heißt fotografische „Externalisierungen“ aus Platinos Langzeitprojekten, die seit 1979 in der konstanten ästhetischen, baulichen wie malerischen Transformation und Umdeutung von Räumen bestehen: dem Red Space 1 (1979–1986), dem (Red) Space 2 (1985–2003) und dem Space 3 (seit 2003). Alle drei Räume dienten bzw. dienen dabei zugleich als Atelier, Wohnung und Ausstellungsraum. ...

Württembergischer Kunstverein
Schlossplatz 2
D-70173 Stuttgart
Fon: +49 (0)711 - 22 33 70
wkv-stuttgart.de/

pm








Daten zu Platino:

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

Weiteres zum Thema: Platino



Am 5.5. enden einige Ausstellungen, z.B. in Bremen, Ahlen, Stuttgart, Zürich, Weimar und Leipzig









Anne Metzen. Standard Euro_InfoRaum 5.4.– 1.5.2013 | Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig





Turn Heat Power & Light 11.4.-5.5.2013 | Burg Galerie im Volkspark, Halle




Alessio Delli Castelli. BIOS VS ZOE 22.03. – 05.05.2013 | Kunstverein Freiburg







Café Paradiso
17.3.– 5.5.2013 | Arthur Boskamp-Stiftung, Hohenlockstedt

weiter







Romana Scheffknecht. 1982 / 2013 2.3. – 5.5.2013 | Galerie im Taxispalais, Innsbruck




Die Geometrie der Dinge 2.3.-5.5.2013 | GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen





Eduard Micus. Retrospektive 24.2.-5.5.2013 | Kunstmuseum Ahlen




Platino. Flechtwerke und Fliehkräfte 23.2. - 5.5.2013 | Württembergischer Kunstverein, Stuttgart





Haris Epaminonda 15.2.- 5.5.2013 | Kunsthaus Zürich




When Violence becomes decadent 10.2. - 5.5.2013 | ACC Galerie Weimar e. V.





copy & re:peat re:production re:construction re:enactment re:plication 01.02.2013 - 05.05.2013 | Kunsthalle der Sparkasse Leipzig







Platino erhält Hans-Thoma-Preis 2017


Der Stuttgarter Künstler Platino erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hans-Thoma-Preis 2017 des Landes Baden-Württemberg. Die Preisverleihung findet am 13. August 2017 in Bernau im Schwarzwald statt. Aus diesem Anlass organisiert die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden im Auftrag des Ministeriums eine Präsentation mit Werken des Künstlers, die im Kunstmuseum Bernau zu sehen sein wird.

„Mit dem Hans-Thoma-Preis 2017 wird ein künstlerisches Werk ausgezeichnet, das die Möglichkeiten von Malerei, Fotografie und Rauminstallation in einem künstlerischen Prozess seit den 1970er Jahren konsequent neu verortet“, erklärte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. Dieser umfasst Platinos ortsspezifische Arbeiten in und an Räumen (Spaces), die sogenannten Externs (deren Übertragung in Fotografie) sowie die Ausstellungen, in denen die Externs wiederum den Ausgangspunkt bilden, um den jeweiligen Ort zu transformieren.

Olschowski: „Platinos Spaces sind gleichermaßen Kunstwerke, privater Lebensraum, Atelier, Labor und Ausstellungsort. Sie stellen die Strukturen, Regelwerke und Funktionsweisen der Kunst ebenso in Frage wie die des White Cubes und der ‘Wohnmaschine‘.“ Die Grenzen zwischen privat und öffentlich, Kunst und Leben, System und Zufall würden dabei immer wieder aufs Neue ausgelotet, so die Staatssekretärin weiter.
Die Jury würdigte die drei von Platino in Stuttgart gestalteten Spaces als einzigartige Orte ästhetischer Experimente und Erfahrungen. Diese wirkten nicht nur in die regionale und überregionale Kunstszene hinein. Vielmehr begeisterten und sensibilisierten sie auch Personen jenseits dieser Zirkel für Kunst. Dies treffe auch für Platinos Projekte im öffentlichen Raum wie die prämierte Platzgestaltung im Bahnhofsareal der schweizerischen Stadt Horgen zu. „Platinos Einzelausstellungen stechen hervor, da sie die jeweils gegebene Situation durch farbliche und architektonische Setzungen auf radikale Weise befragen und verändern; zugleich mit und gegen diese Situation arbeiten“, so die Jury in ihrer Begründung. „In Platinos künstlerischem Werk, das sich unabhängig vom Kunstmarkt etablieren konnte, das eigene Öffentlichkeiten bildet und schon früh auf alternativen Produktionsbedingungen aufbaute, verbinden sich Institutionskritik und künstlerische Forschung, ästhetische und politische Praxis zu einer künstlerischen Haltung, die bis heute nicht an ihrer Relevanz und Brisanz verloren hat.“

Platino wurde 1948 in Öhringen geboren. Er studierte Philosophie an der Universität Tübingen sowie Malerei und Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sein Lebens- und Arbeitsschwerpunkt befindet sich in Stuttgart. Nähere Informationen enthält die Biografie in der Anlage.

Der Hans-Thoma-Preis wurde als Kunstpreis des Landes Baden-Württemberg 1949 zu Ehren des Malers, Akademie- und Galeriedirektors Hans Thoma (1839-1924) ins Leben gerufen. Der Preis würdigt ein künstlerisches Lebenswerk und wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Oskar-Schlemmer-Preis vergeben. Voraussetzung ist, dass die Preisträgerin oder der Preisträger einen Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens in Baden-Württemberg hat oder hier geboren ist.

Mitglieder der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg einberufenen Jury unter Vorsitz von Staatssekretärin Petra Olschowski waren Professorin Andrea Zaumseil (Hans-Thoma-Preisträgerin 2015), Iris Dressler (Württembergischer Kunstverein Stuttgart), Dr. Nicole Fritz (Kunstmuseum Ravensburg), Werner Meyer (Kunsthalle Göppingen) und Johan Holten (Staatliche Kunsthalle Baden-Baden). Rolf Schmidt, Bürgermeister der Gemeinde Bernau, hat mit beratender Stimme teilgenommen.

baden-wuerttemberg.de
hans-thoma-museum.de/eip/pages/hans-thoma-kunstpreis.php


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