Sakir Gökcebag - Reorientation

23. 01. - bis 10. 04. 2016 | Kunstverein Ludwigshafen
Eingabedatum: 18.01.2016

bilder

Die 500 qm große, über fünf Meter hohe und von Licht durchflutete Ausstellungshalle des Kunstvereins Ludwigshafen bietet sich als idealer Ort für Rauminstallationen an. Seit vielen Jahren lädt der Kunstverein daher einmal jährlich KünstlerInnen ein, eine auf den Ort bezogene Installation zu realisieren. Im kommenden Jahr wird der Künstler Sakir Gökcebag die Halle bespielen. Sakir Gökcebag ist 1965 in der Türkei geboren und lebt heute in Hamburg. Er studierte an der Fakultät der Schönen Künste in Istanbul und kam nach seiner Promotion mit einem DAAD-Stipendium an die Kunstakademie Düsseldorf, wo ihm 1996 der Markus-Lüpertz Preis verliehen wurde.

Sakir Gökcebag war mit seinen Werken bereits in vielen internationalen Ausstellungen vertreten. Er hatte große Einzelausstellungen in den Niederlanden, in der Schweiz und in der Türkei. In Deutschland wurde er 2012 mit der großen, von René Block kuratierten Einzelausstellung in dem Berliner Projektraum TANAS einem breiteren Publikum bekannt.

Sakir Gökcebag setzt sich in seiner Kunst mit dem „Alltäglichen“ auseinander; es sind Dinge, die uns allen bekannt und sehr vertraut sind. Diese alltäglichen Gegenstände werden jedoch oft durch minimale, äußerst subtile Eingriffe einer Verwandlung unterzogen, die ihre ursprüngliche Funktion vollkommen vergessen lässt. Seine Eingriffe in das Alltägliche sind oft überraschend einfach. Durch Multiplikation eines Gegenstandes, durch Teilen, Zerschneiden, entwickeln die Dinge ein neues Eigenleben und führen dem Betrachter das ihnen innewohnende ästhetische Potential, das über ihre reine Funktionalität hinausgeht, vor Augen. So gelingt es Sakir Gökcebag mit einer großen spielerischen Lust und Freude einen uns bis heute prägenden Leitsatz des Bauhauses zu unterwandern: „form follows function“ – die Form unterliegt der Funktion. Es ist unsere Eindimensionalität der Wahrnehmung und des Gebrauchs der Dinge, die der Künstler hinterfragt und mit viel Witz und Ironie, diesen Grundsatz der industriellen Moderne aus den Angeln hebt. Egal ob Kleiderbügel, Schirme, Gürtel, Toilettenpapier, Orientteppiche, Eimer, Gießkannen oder Gebetsketten; sie werden alle in neue überraschende, zweckfreie Ordnungen überführt. Die Art der Anordnung spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Künstler spielt mit Symmetrien, arrangiert die Gegenstände zu geometrischen Formen wie zum Beispiel Kreise, Rechtecke oder Quadrate. Dem Ornament, das in der Bildenden Kunst über lange Zeit ein Schattendasein fristete, kommt eine zentrale Bedeutung zu und ist wesentliches Gestaltungsprinzip des Künstlers. Sakir Gökcebags Kunst ist voller Witz und Komik. Sie befreit den Gegenstand aus seinen funktionalen Fesseln und führt dem Betrachter mit einer großen Leichtigkeit, einer immensen Vielfalt an Ideen die Poesie des Alltäglichen vor Augen.

Kunstverein Ludwigshafen
Bismarckstr. 44-48
67059 Ludwigshafen
kunstverein-ludwigshafen.de

Presse










Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:






    Anzeige



    Anzeige
    Burg Halle



    Nevin Aladag - Screen I–III


    Der Graben wird von 3. Juni bis 30. Oktober wieder zum prominentesten Kunstplatz der Wiener Innenstadt. weiter


    I’LL BE YOUR MIRROR. Screen Tests von Andy Warhol


    Die Ausstellung I’ll Be Your Mirror zeigt eine Auswahl aus den 472 Screentests, die zwischen 1964 und 1966 entstanden sind weiter


    Charlotte Moth - Travelogue


    Das Kunstmuseum Liechtenstein richtet der in Paris lebenden Künstlerin Charlotte Moth ihre erste umfassende Museumsausstellung ein weiter


    Cy Twombly - IN THE STUDIO


    Mit einer Neupräsentation meldet sich Cy Twombly im Obergeschoss des Museums Brandhorst zurück. Und zwar mit einer retrospektiven Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien aus den frühen 1950er-Jahren bis hin zu einem Bild aus Twomblys allerletzter Werkserie, die er 2011 kurz vor seinem Tod fertiggestellt hat. weiter


    Anicka Yi. Jungle Stripe


    Während Bioengineering, Neurowissenschaften und Science-Fiction verhohlene Komplizenschaften eingehen, verschwimmt die einst klar konstruierte Grenze von natürlich und künstlich. weiter

    STELLUNG NEHMEN

    2016 feiert die kestnergesellschaft ihr 100-jähriges Bestehen. Mit ihrem künstlerischen Programm hat die Institution Kunstgeschichte geschrieben, aber auch politisch und gesellschaftlich kann sie auf eine außergewöhnliche wie einmalige Geschichte zurückblicken. weiter


    Manfred Paul


    Er ist in den 1980er Jahren der Fotograf, der die Moderne der 1920er Jahre am deutlichsten reflektierte und dem durch seinen liebevollen und poetischen Blick auf die Welt immer wieder atmosphärisch-dichte Aufnahmen gelingen. weiter

    Eva Birkenstock wird neue Direktorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf

    Die neue Direktorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, steht fest. weiter

    Nichts als die Wahrheit

    50 x Malerei. Ausstellung der Klasse Prof. Ute Pleuger 1999–2016. (Anzeige) weiter


    VERRAT DER DINGE


    Die ortsspezifische Ausstellung nimmt das Gesamtensemble des KunstKulturQuartiers auf ungewohnte Weise in den Blick. weiter


    Laas Abendroth: Kunst muss wieder weniger werden


    Kunst muss wiederweniger werden nennt der Mülheimer Künstler Laas Abendroth seine Intervention im Rahmen unserer Ausstellung Sammlung PLUS weiter


    GOOD SPACE - politische, ästhetische und urbane Räume


    Die Ausstellung rückt überraschende Raumnutzungen oder auch subversive künstlerische Strategien in den Fokus. Befragt werden die Gestalt und Bedeutung öffentlicher Räume weiter

    EIN LOCH IM MEER

    Der Titel verweist auf eine Intervention des britischen Konzeptkünstlers Barry Flanagan, der 1969 für Gerry Schums ‚Fernsehgalerie' (Sendung ‚Landart') ein Loch im Meer schuf weiter

    Georg Gatsas erhält den Manor Kunstpreis St.Gallen 2017

    Der St.Galler Künstler Georg Gatsas erhält den Manor Kunstpreis St.Gallen 2017. Der mit CHF 15.000 dotierte Preis wird alle zwei Jahre in St.Gallen verliehen. weiter


    Diango Hernández - Theoretical Beach


    Der kubanische Künstler Diango Hernández (*1970) zeigt im Museum Morsbroich erstmals in einer großen musealen Einzelausstellung sein Werk und bespielt die Räume des Schlosses in einer eigens entwickelten Präsentation weiter