CECILE B. EVANS und ROSALIE SCHWEIKER

Zwei Ausstellungen

30.01. - 10.04.2015 | Bielefelder Kunstverein
Eingabedatum: 25.01.2016

bilder

Cécile B. Evans untersucht in ihrer Arbeit die Funktion von Emotionen in unserer vernetzten Gesellschaft und den Einfluss digitaler Technologien auf die Menschheit. In ihren Mixed-Media-Installationen spiegeln sich die Verknüpfung sowie die Wechselwirkungen von digitalem und analogem Leben. Zu ihren wiederkehrenden Themenkreisen gehören aktuell die Verselbständigung digitaler Bilder und Datenzirkulation im Internet, das Verhältnis von nutzergenerierten Inhalten und automatisierten Aufzeichnungsverfahren (Bots) sowie die neuesten Entwicklungen und Technologien in Prozessen künstlicher Intelligenz oder Bewegtbilds. Auf der Basis aufwendiger Recherchen, mit Unterstützung gemeinschaftlich entwickelter Programme und visuellen Simulationen, schafft sie computergenerierte Agenten und Erzählräume, die jedoch in der Ausstellung immer in ein physisches Erleben überführt werden und damit konkrete Mensch-Maschine-Interaktionen voraussetzen.

Evans' erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland gibt im Bielefelder Kunstverein einen umfassenden Überblick in das aktuelle Schaffen der belgisch-amerikanischen Künstlerin. Die Werkauswahl konzentriert sich auf Recherchen und die künstlerische Produktion der letzten beiden Jahre. Die fünf aktuellen Werkgruppen, bestehend aus Videos (teils als Streaming), Plastiken, Objekten und Texten, werden in einer ortsbezogenen Präsentation im Bielefelder Kunstverein zusammengeführt.

Die Ausstellung und der Katalog von Cécile B. Evans werden unterstützt durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung im Rahmen des Förderpreises »Kataloge für junge Künstler«

Kurator: Thomas Thiel


ROSALIE SCHWEIKER
»DD+«
30. JANUAR – 10. APRIL 2016

In Form von vielfältig initiierten Veranstaltungen und unvorhersehbaren Aktionen nutzt Rosalie Schweiker (*1985, Heilbronn) die Öffentlichkeit von Kunstinstitutionen, um sich mit den Themen der sozialen Verantwortung von Kulturschaffenden und den ungleichen Bedingungen im Kunstbetrieb auseinanderzusetzen. Ihre Aktionen schaffen auf humorvolle Weise Situationen der Begegnung, wobei unterschiedliche Personen aus diversen Kontexten stets eingeladen sind, aktiv am Entstehungsprozess ihrer Projekte mitzuwirken.

Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung wird Rosalie Schweiker das Obergeschoss des Bielefelder Kunstvereins in einen temporären, nicht kommerziellen Showroom für BHs ab Cup-Größe D verwandeln. Mit ihrer Ausstellung »DD+« hinterfragt sie gegenwärtige Normvorstellungen, auch im Hinblick auf unsere sich durch ökologische Einflüsse verändernden Körper und dem Wandel unserer Kategorisierung von Geschlecht. Für Rosalie Schweiker lassen sich jene inhaltlichen Fragen gleichermaßen auf die Funktionsweisen und Ausschlussmechanismen des Kunstbetriebs übertragen. »DD+« steht für die Nutzung von Kunstinstitutionen als Orte für kollaborative, feministische und unkonventionelle Ideen. Sowohl bei der Anprobe der ausgestellten BH-Modelle, die von nationalen sowie internationalen Herstellern unterstützend zur Verfügung gestellt werden, als auch während dem umfangreichen Veranstaltungsprogramm lädt die Ausstellung die BesucherInnen zu einem persönlichen sowie kritischen Austausch ein.

Kuratorin: Juliane Schickedanz


AUSSTELLUNGSFÖRDERUNG CÉCILE B. EVANS:
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

AUSSTELLUNGSFÖRDERUNG ROSALIE SCHWEIKER:
Bonprix

CORPORATE PARTNER:
BVA Bielefelder Verlag, Dr. Wolff Arzneimittel, Hörmann KG, JAB Josef Anstoetz KG, Loewe Logistics & Care, Sparkasse Bielefeld, TICK internationale Möbel GmbH, Union Knopf, Architekten Wannenmacher + Möller GmbH



CECILE B. EVANS
»TIMELINE FOR A COPY WITHOUT ORIGINS«
30.01. - 10.04.2015 »
ROSALIE SCHWEIKER
»DD+«
30.01. - 10.04.2015 »

CONTACT



CÉCILE B. EVANS
»TIMELINE FOR A COPY WITHOUT ORIGINS«
30. JANUAR – 10. APRIL 2016


In her work, Cécile B. Evans (*1983, lives in Berlin and London) investigates the function of emotions in our networked society and the influence of digital technologies on human condition. Her mixed-media installations reflect the interconnection of digital and analogue ways of life as well as their interaction. Among her range of topics, the autonomy of digital images and data circulation in the internet, the relationship of user generated content and automated recording processes (bots), as well as the newest developments and technologies in the processes of artificial intelligence and the moving image are currently her recurring themes. Based on extensive (research and supported by collaboratively developed programmes and visual simulations, she creates rendered agents and narrative spaces, which are, however, always transferred into a physical experience in the exhibition and thus presume concrete interactions between humans and machines.

The Bielefelder Kunstverein is mounting Evans’ first solo exhibition in a German institution, and it furnishes a comprehensive survey of the current work of the Belgian-American artist. The selection of work focuses on her research and on her artistic production in the last two years. The five current groups of works consist of videos (streamed remotely and locally), sculptures, objects and texts and come together in a site-specific presentation.


Curator: Thomas Thiel
ROSALIE SCHWEIKER
»DD+«
30. JANUAR – 10. APRIL 2016

Rosalie Schweiker (*1985, Heilbronn) adopts the form of multiply initiated events and unpredictable actions to use the public presence of art institutions for engaging with the themes of the social responsibility of those creating culture and the unequal conditions prevalent in the art business. Her actions humorously create situations of encounter, where different people from a range of contexts are invited to take an active hand in her projects’ production process.

For her first solo exhibition in an institution, Rosalie Schweiker will convert the upper floor of the Bielefelder Kunstverein into a temporary, non-commercial but functional showroom for bras from size DD upwards. With her exhibition, »DD+«, she is questioning current norms, also as regards our bodies as they change with ecological influences and the shift in our categorisation of gender. For her, those questions of content can be equally transferred onto the ways the art business works and its mechanisms for exclusion. »DD+« stands for the use of art institutions as locations for collaborative, feminist and unconventional ideas. As they try on the bras on display, which have been supplied by national and international manufacturers to show their support, as well as in the course of the extensive programme of events, the exhibition invites visitors to participate in an exchange both personal and critical.

Curator: Juliane Schickedanz


Bielefelder Kunstverein
im Waldhof
Welle 61
D-33602 Bielefeld
bielefelder-kunstverein.de

Presse








Daten zu Cecile B. Evans:

- Berlin Biennale 2016

- Biennale of Sydney 2016

Weiteres zum Thema: Cecile B. Evans



Inhuman


„Aus der Perspektive des Jetzt erscheint uns die Zukunft der Menschheit monströs... aber das muss nicht unbedingt etwas Negatives bedeuten.“ Julieta Aranda

Das Bild vom Menschen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Technologische Neuerungen, sozioökonomische Veränderungen und neurowissenschaftliche Erkenntnisse zwingen uns, die Konstruktion des Humanen zu überdenken und ermöglichen es, sie in Form des Inhumanen neu zu denken.
Die Künstler der Ausstellung „Inhuman“ reflektieren den Menschen als ökonomisch und sozial dressierten wie widerständigen Körper, jenseits biologisch oder gesellschaftlich bestimmter Geschlechtlichkeit, als digital unsterblich oder als stetig im Werden begriffenes Selbst. Sie machen die Konstruktionen des Humanen sichtbar und verrücken bestehende Perspektiven auf die menschliche Subjektivität wie auf den Körper. Das Primat des Menschen wird dabei grundsätzlich in Frage gestellt.

Teilnehmer: Julieta Aranda, Dora Budor, Andrea Crespo, Nicolas Deshayes, Aleksandra Domanovic;, David Douard, Jana Euler, Cécile B. Evans, Melanie Gilligan, Oliver Laric, Johannes Paul Raether, Pamela Rosenkranz, Stewart Uoo, Lu Yang, Anicka Yi

Fridericianum
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel
http://www.fridericianum.org/


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    herman de vries. stein, erde, holz

    herman de vries (*1931 in Alkmaar) arbeitet seit Jahrzehnten ausschließlich mit Fundstücken aus der Natur weiter


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