Niele Toroni ist der 13. RUBENSPREISTRÄGER DER STADT SIEGEN

Museum für Gegenwartskunst Siegen
(Eingabedatum: 17.02.2016)
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Niele Toroni (geboren 1937) erhält den 13. Rubenspreis der Stadt Siegen. Eine fünfköpfige Fachjury einigte sich gestern auf den in Paris lebenden Maler und Konzeptkünstler als neuen Preisträger. Der renommierte Kunstpreis wird seit 1957/58 vergeben und ist mit 5200€ dotiert. 2017 wird die Preisverleihung im Rahmen einer Festsitzung des Rates der Universitätsstadt Siegen vollzogen. Anschließend wird die Preisträgerausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen eröffnet.

In der Begründung der Jury heißt es:

„In Anerkennung seines konsequenten Lebenswerkes geht der 13. Rubenspreis 2017 an den 1937 im Tessin geborenen Schweizer Künstler Niele Toroni. Bekannt wurde der Konzeptkünstler, der seit 1959 in Paris lebt und arbeitet, durch seine in regelmäßigen Abständen aufgetragenen einfarbigen Pinselabdrücke, die die malerischen Mittel auf ein Minimum reduzieren und gleichzeitig in den Raum hinein öffnen.”

Niele Toroni zählt zu den Hauptvertretern einer konzeptuellen Malerei. 1966/1967 bildete er zusammen mit Daniel Buren, Michel Parmentier und Olivier Mosset die von der Kunstkritik BMPT (Buren, Mosset, Parmentier, Toroni) genannte Künstlergruppe, die mit radikalen Gesten traditionelle Methoden der Kunst in Frage stellte und ihnen neue theoretisch begründete Praktiken entgegensetzte. Niele Toroni blieb seiner damals entwickelten Arbeitsmethode bis heute treu: Auf verschiedene Oberflächen und Malgründe setzt er Abdrücke eines Pinsels Nr. 50 in regelmäßigen Abständen von 30 cm.

Toronis Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter documenta 7 und IX. Der Künstler erhielt bislang mehrere Auszeichnungen und Preise, u. a. 1995 den Grand Prix National de la Peinture en France, 2003 den Wolfgang-Hahn-Preis und 2012 den Prix Meret Oppenheim.

Jurymitglieder

Als Mitglieder gehören der 13. Rubenspreisjury an:
Tamara Grcic (Künstlerin und Professorin für Bildhauerei an der Kunsthochschule Mainz, Dr. Friedrich Meschede (Direktor der Kunsthalle Bielefeld), Prof. Dr. Ulli Seegers (Juryvorsitzende, Professur für Kunstgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Dr. Julia Voss (Kunstkritikerin und Ressorleiterin Kunst der FAZ) und Beat Wismer, Generaldirektor des Museums Kunstpalast in Düsseldorf.
Dr. Eva Schmidt, Direktorin des Museums für Gegenwartskunst Siegen, moderierte die Sitzung. Die Jury tagte in Anwesenheit des Arbeitskreises „Rubenspreis der Stadt Siegen" unter Vorsitz der Siegener Beigeordneten für Kultur Babette Bammann, der auch die Einberufung der Jury oblag.

Der Rubenspreis der Stadt Siegen

Der 1955 gegründete Rubenspreis der Stadt Siegen gehört zu den renommiertesten internationalen Kunstpreisen. Er wird alle fünf Jahre einem Maler/einer Malerin oder einem Graphiker/einer Graphikerin zugesprochen, die sich im europäischen Kunstschaffen durch ein wegweisendes künstlerisches Lebenswerk ausgewiesen haben. Die Auszeichnung erinnert an den Maler-Diplomaten Peter Paul Rubens, der den Gedanken europäischer Einigung in seinem Lebenswerk ausgedrückt hat, lange bevor er politische Realität werden konnte. Peter Paul Rubens – in Siegen geboren – hat als Hauptmeister der europäischen Barockmalerei jene künstlerischen und europäischen Maßstäbe gesetzt, denen die Preis-Verleihung seit 1957/58 verpflichtet ist.

Vor Niele Toroni wurden Hans Hartung (1957/1958), Giorgio Morandi (1962), Francis Bacon (1967), Antoni Tápies (1972), Fritz Winter (1977), Emil Schumacher (1982), Cy Twombly (1987), Rupprecht Geiger (1992), Lucian Freud (1997), Maria Lassnig (2002), Sigmar Polke (2007) und Bridget Riley (2012) mit dem Rubenspreis geehrt.
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Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss 1 | 57072 Siegen
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Presse
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Daten zu Niele Toroni:


- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong, 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- documenta 7, 1982

- documenta 9, 1992

- Galerie Barbara Weiss

- Gwangju Biennale, 1997

- Marian Goodman Gallery

- Migros Museum, Sammlung

- MoMA Collection

- S.M.A.K. Sammlung, Gent

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Niele Toroni


Museum Kurhaus Kleve (14.07.02 – 05.01.03)

Presseerklärung / Auszug: "Malerei, so wie ich sie verstehe, ist eine Schule des Sehens". Getreu dieser Positionsbestimmung setzt der international bedeutende Vertreter der analytischen Malerei, Niele Toroni, seit 1967 den Pinsel Nr.50 in regelmäßigen Abständen von 30 cm auf jeweilige Bildträger. Er schafft so Flächen sowie Räume und betont oder überspielt Brüche und Übergänge.
Toronis wesentliche Bezugspunkte sind der Minimalismus und Konzeptkunst auf der einen Seite, die er mit der (Wand-) Malerei vergangener Epochen verbindet. So entstehen Werke formaler Strenge, die mit den Mitteln der Wiederholung eine spielerische Leichtigkeit und sinnliche Lust evozieren.

Toroni realisiert sein Konzept stets im Dialog mit den jeweiligen räumlichen Bedingungen, so dass kein Werk dem anderen gleicht."

Museum Kurhaus Kleve
Klewe - Tiergartenstrasse 41
Tel.: 02821-75010

Revue – Zehn Jahre Museum Kurhaus Kleve (22.04.-12.08.07)


Das Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung wurde am 18. April 1997 eröffnet. In den zehn Jahren seines Bestehens konnte es sich erfolgreich als lokal und regional verwurzeltes, aber international ausgerichtetes Haus für zeitgenössische Kunst positionieren. Im Herbst 2004 wurde ihm von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA als erstem Museum überhaupt der Titel "Museum des Jahres" verliehen. In der Begründung hieß es seinerzeit, man zeichne damit ein Institut aus, "das sich durch eine engagierte, von privaten und kommerziellen Interessen unabhängige Sammlungs- und Ausstellungspolitik über die Region des Niederrheins hinaus einen Namen gemacht hat".

Seit seiner Eröffnung hat das Museum Kurhaus Kleve rund 50 Ausstellungen realisiert, mit einem klaren Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kunst. Zahlreiche international renommierte Künstler haben ihre Arbeiten in Kleve gezeigt, etwa Giovanni Anselmo, Lothar Baumgarten, Lucinda Devlin, Franz Gertsch, On Kawara, Richard Long, Mario Merz, Giuseppe Penone, Richard Serra, Mark Tansey und Niele Toroni. Viele von ihnen haben eigens für Kleve neue Werke geschaffen, die auf den Genius loci und die charakteristische Architektur des Hauses reagieren, und sind dem Museum dauerhaft verbunden geblieben.

Die Ausstellung "Revue - Zehn Jahre Museum Kurhaus Kleve" bietet einen lebendigen Querschnitt der Klever Museumsarbeit. Mit Arbeiten von 20 Künstlern, die zum großen Teil noch nicht zu sehen waren, ruft sie die Höhepunkte des Ausstellungsprogramms seit 1997 in Erinnerung und umreißt zugleich die Kriterien, die das Museum auch in Zukunft prägen werden. "Revue" vereinigt Werke u.a. von Jan Andriesse, Giovanni Anselmo, Stephan Balkenhol, Joseph Beuys, Lothar Baumgarten, Ulrich Erben, Franz Gertsch, Axel Hütte, On Kawara, Richard Long, Mario Merz, Mark Tansey, Niele Toroni und Günther Zins.

Abbildung: Paloma Varga Weisz (Neustadt an der Weinstraße 1966)
Galgenfigur, gehängt, 2003 - 2004
Linden-, Eschen-, Eichenholz, Stoff
© VG Bild-Kunst, Bonn


Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré Sammlung
Tiergartenstraße 41, 47533 Kleve
Tel. 0049 / 2821 / 7501-0
museumkurhaus.de



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