Großer Hans Purrmann-Preis an Sabrina Fritsch

Februar 2017
Eingabedatum: 15.02.2017

Werkabbildung


Sabrina Fritsch, ion, ora, 2016, © Annette Kradisch, Nürnbergfullscreenbilder


Der mit 20.000 Euro dotierte Große Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer wurde am vergangenen Samstag, 11. Februar, in Speyer, dem Geburtsort des Namensgebers, an die Kölner Künstlerin Sabrina Fritsch (geb. 1979 in Neunkirchen, Saar) vergeben.

Der Hans Purrmann-Förderpreis der Stadt Speyer wurde in diesem Jahr außerplanmäßig erstmals zweimal vergeben. Die in München ansässige Hans Purrmann Stiftung, die das Preisgeld des Großen Hans Purrmann-Preises und des Hans Purrmann-Förderpreises zur Verfügung stellt, entschied sich, dem Vorschlag der Jury zu folgen und zwei Förderpreise zu vergeben. Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen gingen an die Berliner Künstlerin Catherine Bioccha (geb. 1984 in Rom, Meisterschülerin von Georg Herold an der Kunstakademie Düsseldorf und Studium an der Kunstakademie Amsterdam), sowie an den Münchner Künstler Steffen Kern (geb. 1988 in München, Studium an der Kunstakademie München bei Karin Kneffel und an der Kunstakademie Wien bei Daniel Richter). In einem Statement betonte die Jury die hohe Qualität der über 130 Einreichungen aus acht Ländern für den Förderpreis, aus denen von einer Vorjury neun Finalisten ausgewählt worden waren. Der Förderpreis 2017 wird dieses Jahr somit nicht geteilt, sondern erstmals zweimal vergeben. Beide Künstler erhalten das Preisgeld von je 6.000 Euro in voller Höhe. Die ausgeschütteten Preisgelder der Münchner Hans Purrmann Stiftung betragen damit 2017 insgesamt 32.000 Euro. ...
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Die Art Cologne-Preisträgerin 2015 Sabrina Fritsch, Meisterschülerin von Peter Doig an der Kunstakademie Düsseldorf, thematisiert Probleme der Malerei neu. Dabei lehnt sie den Einfluss anderer Medien nicht ab, im Gegenteil: die Struktur ihrer Bilder nährt sich gerade aus dem Pool anderer Techniken und Bildträger: „Der Reiz der Malerei liegt für mich in der formalen Beschränkung auf eine begrenzte Fläche. Alles ist da, gleichzeitig und gleichwertig. Mich interessiert das Bild als Gegeüber, der Dialog zwischen Werk und Autor oder Betrachter (...).“
Sie war mit ihren Arbeiten u. a. in Ausstellungen in der Kunsthalle Nürnberg, im Kunstverein Düsseldorf sowie im Museum Insel Hombroich sowie in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn vertreten. Für den Großen Hans Purrmann-Preis wurde sie von Winfried Virnich (Kunsthochschule Mainz) vorgeschlagen. ...

speyer.de/sv_speyer/de/Kultur/Hans-Purrmann-Preise/

Presse









Daten zu Sabrina Fritsch:


- art cologne 2015

- Düsseldorfer Kunstverein

- Kunstverein für die Rheinlande, Düsseldorf

Weiteres zum Thema: Sabrina Fritsch



Jahresgaben der Kunstvereine




Wer art-in.de kennt weiß, dass wir zu Weihnachten nur empfehlen können, Kunst zu schenken - sich selbst oder anderen. In welchen Kunstvereinen es interessante Jahresgaben gibt, präsentieren wir hier in einer Auswahl:


Kölnischer Kunstverein

weitere Jahresgaben von:
David Adamo, Juliette Blightman, Paul Czerlitzki, Jason Dodge, Nathalie Djurberg & Hans Berg, FORT, Friedrich Kunath, Kitty Kraus, Alwin Lay, Jochen Lempert, Gerhard Richter/Sigmar Polke, Matthew Ronay, Gert und Uwe Tobias, Katharina Wulff

Informationen zu den Jahresgaben, hier: www.koelnischerkunstverein.de

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Bielefelder Kunstverein


KATERINA SEDA, Drei Hügel, drei Baume, zwei Rosen (Schatzuchein Sennestadt), 2014, Farbstift auf Papier, 6 Unikate (datiert und signiert), Preis: 780 Euro / 680 Euro (für Mitglieder)

weitere Jahresgaben von:
Awst & Walther, Michael Beutler, Katrin Kamrau, Manfred Pernice, Arne Schmitt, Luise Schröder, Katerina Šedá, Jeronimo Voss und Katarina Zdjelar.

Informationen zu den Jahresgaben, hier: www.bielefelder-kunstverein.de

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Bonner Kunstverein


FRANZ ERHARD WALTHER, Skulpturfindung, 2014, Ölkreide und Bleistift, 42 x 29,7 cm, 10 Unikate signiert, nummeriert, datiert, Preis: 1200,-

weitere Jahresgaben von:
JANA EULER, HENNING FEHR & PHILIPP RÜHR, LUTZ FRITSCH, SABRINA FRITSCH, JESSICA GISPERT, KLAUS HANN, CLAIRE HOOPER, ANNA K.E., ATA KAM, GABRIEL LESTER, BETTINA MARX, DÓRA MAURER, ALEX MORRISON, ANNE PÖHLMANN, THOMAS RENTMEISTER, KATHRIN SONNTAG, ESTHER STOCKER, STUDIO FOR PROPOSITIONAL CINEMA, FRANZ ERHARD WALTHER, HAEGUE YANG, SILJA YVETTE

Informationen zu den Jahresgaben, hier: www.bonner-kunstverein.de/

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GAK - Gesellschaft für aktuelle Kunst
(Bremen)


Verena Issel, These Kids are not ok / Design löst Probleme, 2014, Klebebänder auf Glas, diverse Größen, 16 Unikate, mit Zertifikat, Einzelarbeit: 160,- Euro, Zweierset: 260,- Euro, Dreierset: 310,- Euro

weitere Jahresgaben von:
Koenraad Dedobbeleer (*1975 in Halle, Belgien, lebt in Brüssel) / Marcel Hiller (*1982 in Potsdam-Babelsberg, lebt in Köln) / Nina Hoffmann (* 1980 in Spaichingen, lebt in Berlin) / Verena Issel ( * 1982 in München, lebt in Hamburg) / Peles Empire (Katharina Stöver: *1982 in Giessen / Barbara Wolff: *1980 in Fogaras, Rumänien, Zusammenarbeit seit 2005, Leben in Berlin) / Matthias Ruthenberg (*1984 in Berlin/Ost, lebt in Bremen)

Informationen zu den Jahresgaben, hier: www.gak-bremen.de/de/jahresgaben/

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Kunstverein Hamburg


Liz Craft, Checkerboard Mountains, 2014, Glasiertes Porzellan, Publikation, 14×14×5 cm, Auflage 15, signiert, datiert, nummeriert, exklusiv für den Kunstverein, 450, - Euro

weitere Jahresgaben von:
Liz Craft, Heinz Emigholz, Geoffrey Farmer, Gustav Kluge, Karl Larsson, Ida Lennartsson, Daniel Lergon, Marie Losier, Jonathan Monk, Nick Oberthaler, Lisa Oppenheim, Richard Phillips, Luther Price, Bernd Ribbeck, Ludwig Schönherr, Nedko Solakov, Sofie Thorsen und Amelie Zadeh.
Die Präsentation wird vom 15.11.2014 bis zum 11.1.2015 im Foyer des Kunstvereins zu sehen sein.

Informationen zu den Jahresgaben, hier: www.kunstverein.de/jahresgaben.pdf

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Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen


Marie Angeletti, Party 5, 2014, Digital Print, 50 x 76,3 cm 10 + 2 AP, gerahmt, je 500,- EUR

weitere Jahresgaben von:
Neben den Arbeiten von KünstlerInnen, die das diesjährige Ausstellungsprogramm widerspiegeln, gibt es eine Auswahl von Arbeiten, die aus der Kooperation mit ProfessorInnen der Kunstakademie Düsseldorf resultiert.
Siegfried Anzinger, Udo Dziersk, Martin Gostner, Katharina Grosse, Gereon Krebber, Stefan Kürten, Andreas Schulze und Rebecca Warren, Rita McBride
Außerdem aus dem Programm des Vereins: Maria Angeletti, Tim Berresheim, Michael Dreyer, Paul McDevitt, Cornelius Quabeck und Rosa Sijbe.

Informationen zu den Jahresgaben, hier: www.kunstverein-duesseldorf.de/Jahresgaben

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Heidelberger Kunstverein


Antje Majewski, Auflage: 7+2, C-Print, 18 x 24 cm, mit Passepartout gerahmt, signiert. Preis: 430 Euro zzgl. MwSt. Mitglieder, 520 Euro zzgl. MwSt. für Nicht-Mitglieder

weitere Jahresgaben von:
Lukas Birk und Sean Foley, Com&Com, Antje Majewski, Bertold Mathes, Minus Delta t und Patrick Rieve, Back Issues: Antje Schiffers und Seiichi Furuya

Informationen zu den Jahresgaben, hier: www.hdkv.de

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Natürlich ließe sich die Liste noch fortsetzten. Wer sich einen Überblick aller Kunstvereine verschaffen will, dem sei die Seite: www.kunstvereine.de empfohlen.

Henriette Grahnert


Gekonnt jongliert die Künstlerin Henriette Grahnert (*1977 in Dresden) mit den unterschiedlichsten Malereitraditionen: Ihre Bilder zitieren klassische Abstraktion und konkrete Malerei, minimalistische Traditionen und Bad Painting, amerikanische Farbfeldmalerei und Pop Art. Gestische Pinselschwünge und informelle Klekse treffen auf figurative Elemente, harte Kanten auf filigrane Farbverläufe, dünn lasierte auf pastos gespachtelte Farbflächen. Mit hintersinnigem Humor verbindet Henriette Grahnert diese vermeintlichen Gegensätze zu einem individuellen Bilderkosmos. Dabei steht jedoch keine der zitierten Stilrichtungen und Malweisen tatsächlich für das, was sie vorgibt zu sein. Viel eher handelt es sich um einen klugen Umgang mit Bezugnahmen sowie um einen differenzierten Diskurs über
die Malerei selbst.

Die Freude an Zitaten und Anspielungen findet sich auch auf sprachlicher Ebene. Handgeschriebene Kommentare auf den Bildern oder auch die humorvollen, pointierten Werktitel offerieren weitere Rezeptionsebenen: So zeigt das titelgebende Gemälde Manchmal erscheinst du mir sehr abstrakt (2011) eine Komposition aus an Klebestreifen erinnernden Pinselstrichen, verschlungenen Kritzeleien, sowie Augen und Schnurrbart als stilisierte Repräsentanten einer menschlichen Physiognomie. In Kombination mit dem Bildtitel wird die weitgehend abstrakte Komposition jedoch zu einer sprechenden Metapher für zwischenmenschliche Missverständnisse.

Trotz ihrer visuellen Verführungskraft, der Attraktivität in Motivik und Farbigkeit, sind Henriette Grahnerts Werke weit entfernt vom rein Dekorativen. Alles, was spontan und spielerisch erscheint, erweist sich zugleich als behutsam geplant und akkurat komponiert. Zufall und Vorsatz verbrüdern sich in ihrer souveränen, taktisch versierten Malerei.

Henriette Grahnert lebt und arbeitet in Leipzig. An der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studierte sie bis 2004 Malerei bei Professor Arno Rink. Ihre Arbeiten wurden in den letzten Jahren national wie auch international in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. 2008 wurde die Künstlerin mit dem hochdotierten Kunstpreis der Sachsen Bank und dem Ernst Barlach Preis geehrt; 2009 erhielt sie ein einjähriges Stipendium an der Villa Massimo in Rom; 2012 war sie Stipendiatin am renommierten Deutschen Studienzentrum in Venedig. Als Stipendiatin des Marianne-Defet-Malerei-Stipendiums lebte sie von September 2015 bis Januar 2016 in Nürnberg. Ihre Einzelausstellung in der Kunsthalle Nürnberg präsentiert diese in Nürnberg entstandenen Arbeiten neben zahlreichen älteren Gemälden und gibt mit über 100 Werken einen vielseitigen Einblick in Henriette Grahnerts bisheriges Schaffen.

Im Projektraum präsentiert die Kunsthalle Nürnberg parallel zur Ausstellung mit Henriette Grahnert Werke der zehn Künstlerinnen und Künstler, die bislang das Marianne-Defet-Malerei-Stipendium innehatten: Gerda Schepers, Isabelle Fein, Ulrich Pester, Reto Pulfer, Sabrina Fritsch, Cornelia Baltes, Lea von Wintzingerode, Robert Seidel, Henriette Grahnert und Elif Saydam. Damit feiert die Kunsthalle Nürnberg auch den 90. Geburtstag von Hans Friedrich Defet, der das Stipendium 2011 zur Erinnerung an seine Frau Marianne Defet (1926-2008) gestiftet hat. Das Stipendium wird von der Atelier- und Galeriehaus Marianne und Hans Friedrich Defet Stiftung sowie der da Vinci Pinselfabrik getragen und ist jungen internationalen künstlerischen Positionen gewidmet.

Öffnungszeiten: Di, Do – So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr,
Mi 18 – 20 Uhr freier Eintritt
Führungen: So 11 Uhr

Stadt Nürnberg
Kunsthalle Nürnberg im KunstKulturQuartier
Lorenzer Straße 32
90402 Nürnberg
nuernberg.de


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