Thomas Scheibitz, Tino Sehgal auf der Biennale Venedig 2005 (27.9.04)
art-in.de
Eingabedaten: 20.09.2004, Venedig
Thomas Scheibitz, Tino Sehgal auf der Biennale Venedig 2005 (27.9.04)
"Auf der 51. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig 2005 zeigt der deutsche Pavillon Arbeiten der Künstler Thomas Scheibitz und Tino Sehgal.
Sie verbindet eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem, was heute Bildende Kunst sein könnte. Beide untersuchen vor dem Hintergrund unüberschaubarer Vielfalt und ständiger Vermischung in der Moderne und Postmoderne das Spezifische der Kunst, das nicht durch andere Darstellungsmethoden und Erfahrungen ersetzt werden kann. Auf jeweils eigene Weise beschäftigen sie sich so mit der Entstehung von Form und Bedeutung.
Sowohl in der Malerei und der Skulptur von Thomas Scheibitz als auch in den situativen, raum- und körpergebundenen Arbeiten von Tino Sehgal werden diese Fragen jedoch nicht losgelöst bzw. abstrakt behandelt. Das grundsätzliche Interesse der beiden Künstler ist vielmehr eingebunden in komplexe Inhalte, Formen und Assoziationen.
Kurator des deutschen Beitrags ist wie bereits im Jahr 2003 Julian Heynen, künstlerischer Leiter von K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
”Was mich an Thomas Scheibitz und Tino Sehgal so fasziniert, ist ihr Umgang mit Grundfragen der Kunst unter den Bedingungen zeitgenössischer Kultur. Mit sehr verschiedenen Mitteln untersuchen beide die Entstehung von Form und Bedeutung. Sie beziehen sich dabei auf allgemeine Phänomene der Gegenwart, aber sie illustrieren sie nicht. In einer Zeit mit einer starken Tendenz zum
Cross-Over, gilt ihr Interesse dem, was in der Bildenden Kunst auch heute noch spezifisch, d. h. nicht austauschbar ist,” kommentiert Julian Heynen seine Auswahl.
Die Ausstellung im deutschen Pavillon entsteht im Auftrag des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa).
Die 51. Internationale Kunstausstellung wird von Juni bis November 2005 in Venedig stattfinden. . . .
Die Bilder und Skulpturen von Thomas Scheibitz (1968 geboren) verbinden auf sehr eigentümliche Weise eine große Dynamik mit einer gleichsam coolen Haltung zur Welt und ihrer Interpretation. Sie sind in einer Zone zwischen wiedererkennbaren Zeichen und malerischer Autonomie angesiedelt. Die Motive, die er verwendet, gehen auf zahlreiche und völlig verschiedenartige Quellen
zurück. Sie reichen von der gebauten Umwelt über die Landschaft bis zur Figur, von älteren Kunstwerken über populäre Bildmedien bis zum Alltagsdesign. Diese Fragmente aus der Realität werden jedoch ebenso kalkulierten wie intuitiven Formprozessen unterworfen, die ihren Ursprung verschleiern bzw. verallgemeinern. In Scheibitz‘ Arbeiten geht es zweifellos
um ein Bild der Gegenwart. Dieses entsteht aber nicht durch Wiedergabe, sondern durch bildnerische Konstruktion, d. h. durch einen mit visuellen Mitteln herbeigeführten Erkenntnisprozeß.
Tino Sehgal (1976 geboren) hat eine spezifische Form von Kunst entwickelt, die allein in dem Moment Gestalt annimmt, in dem man ihr begegnet. Seine Arbeiten werden von Interpreten (zum Beispiel Museumsaufsichten) ausgeführt und bestehen aus Bewegungen, gesprochenen Worten, Gesang oder einer Kommunikation mit dem Besucher. Sehgal ersetzt die Produktion von Objekten durch in Körper, Raum und Zeit eingebundene Werke, die in Ausstellungen, musealen Sammlungen und auf dem Kunstmarkt wie Objekte funktionieren, aber faktisch keine sind. Sie existieren nur als Situation, im Austausch, in der Transformation, in der Erinnerung und in der Vergänglichkeit. Folglich gibt es keine filmischen oder fotografischen Dokumentationen der Arbeiten. Bei Tino Sehgal geht es weniger um eine Kritik des institutionellen Rahmens als vielmehr darum, Werke bildender Kunst herzustellen, in denen Produktion an sich neu und anders formuliert wird." (Quelle: Presse Biennale 2005)
Artikel die "Thomas Scheibitz" thematisieren (beta)
"deutsche malerei zweitausenddrei" im Frankfurter Kunstverein (15.1.-13.4.03) Der erste Versuch einer Positionsbestimmung zur aktuellen Malerei im Jahre 2003: ab morgen, dem 13.1.03, beginnt im Frankfurter Kunstverein eine Ausstellung mit über 50 Künstlern, die sich mit Malerei auseinandersetzen. Ob die offensichtlich ungebrochene Kontinuität von Malerei und die fortdauernde Beschäftigung mit diesem Medium gesellschaftliche, ästhetische oder neue künstlerische Impulse zu geben vermag, wird die Ausstellung zeigen.
Presseerklärung / Auszug: "deutschemalereizweitausenddrei widmet sich dem in Deutschl . . .
Sie verbindet eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem, was heute Bildende Kunst sein könnte. Beide untersuchen vor dem Hintergrund unüberschaubarer Vielfalt und ständiger Vermischung in der Moderne und Postmoderne das Spezifische der Kunst, das nicht durch andere Darstellungsmethoden und Erfahrungen ersetzt werden kann. Auf jeweils eigene Weise beschäftigen sie . . .
Beitrag Kultur-Kanal: Saatchi - Mäzen mit Weitblick oder schlichter Werbeprofi? Irgendwie scheint es bezeichnend zu sein, dass sich PR-Millionär Saatchi zur Eröffnung seiner neuen Ausstellungsreihe "Triumph der Malerei" mit Hermann Nitsch einen Vertreter des Wiener Aktionismus ins Haus geholt hat. Dessen blutgetränkte "Schüttbilder", vormals als medienwirksame Provokation angelegt, reihen sich mittlerweile ins klassische statt ins provokative Genre ein. So verpufft dieser von Saatchi ausgelobte "shock value" ähnlich wie das Ansehen seiner Galerie in letzter Zeit - die Jubiläumsfeier zum 20-jäh . . .
Biennale Venedig / Biennale di Venezia 2005 (12.6.-16.11.05) ". . .Das Auswärtige Amt unterstützt auch im Jahr 2005 wieder maßgeblich den deutschen Pavillon auf der Internationalen Kunstausstellung in Venedig. Zum Kurator der deutschen Pavillons hat das Auswärtige Amt wie bereits im Jahr 2003 Dr. Julian Heynen, den künstlerischen Leiter der K 21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, berufen. Der deutsche Pavillon wird vom 12.06. bis 06.11.2005 für das allgemeine Publikum geöffnet sein.
Die Bundesrepublik Deutschland ist auf der Internationalen Kunstausstellung in Venedig tr . . .
"Ich bin das zweite Mal hier und war im vergangenen Jahr mit Shapiro erfolgreich. In diesem Jahr mit Chamberlain. Ich finde die ART COLOGNE sehr frisch, sehr aufregend und großzügig, und es macht Spaß, sich umzuschauen“, so der Kommentar der New Yorker Galerie PaceWildenstein, die zwei Chamberlain-Skulpturen zu erstaunlichen Preisen zwischen 495.000 und 825.000 Euro verkaufte. PaceWilden . . .
Tino Sehgal - Kunsthaus Bregenz (17.08. – 24.09.06) Das Kunsthaus Bregenz zeigt die erste Einzelausstellung von Tino Sehgal in Österreich. Die Ausstellung bietet dem Publikum die einzigartige Möglichkeit, das ungewöhnliche Werk des Künstlers kennen zu lernen und zu erleben.
Tino Sehgal hat eine spezifische Form von Kunst entwickelt, die nur dann entsteht, wenn man ihr begegnet. Ausgeführt von Interpreten, existieren seine Arbeiten als Situationen, die in flüchtigen Gesten, in Bewegungen oder gesprochenen Wörtern gründen und im Austausch mit den Besuchern stattfinden. Der Künstler . . .
Totgesagte leben länger. Zwar wurde das Ende der Malerei seit dem Beginn der Moderne gleich mehrmals ausgerufen, doch illustriert nicht nur der Boom der Neuen Leipziger Schule, daß Malerei als eine der ältesten Kunstgattungen überhaupt nicht aus der Kunstproduktion und dem Kunstbetrieb wegzudenken ist. Sowohl im Bereich der Video-, Projektions- und Medienkunst als auch bei raumgreifenden Installationen werden malerische Bildstrategien angewendet und die . . .
re-dis-play - Heidelberger Kunstverein (30.06.-09.09.07) Die Berliner Kuratorin Anna-Catharina Gebbers präsentiert über den Sommer im Heidelberger Kunstverein eine Gruppenausstellung der besonderen Art: 52 Nicht-Kunst-Sammlungen zahlreicher Künstler und Kuratoren. Darunter finden sich Objekte der Begierde und Artefakte, Alltagsgegenstände und Fundstücke, die häufig den Spielgrund bilden, auf dem später Kunstwerke und kuratorische Konzepte gedeihen, sie werfen aber auch Fragen auf, die das Sammeln im Generellen und die Regeln der Kunstwelt im Speziellen betreffen...
Nicht-Kunst-Sammlun . . .
I can only see things when I move. - Staatliche Kunstsammlungen Dresden (29.9.07-20.1.08) In der Ausstellung werden "Positionen zeitgenössischer Kunst auf Papier" gezeigt - insgesamt 432 Blätter, Einzelarbeiten und Serien, Photographien, Zeichnungen und Druckgraphiken von 22 international renommierten Künstlern: u.a. Candida Höfer, Per Kirkeby, Thomas Demand, Thomas Scheibitz, ... Der Entstehungszeitraum der Arbeiten reicht von den 1970er Jahren bis heute, es handelt sich Neuerwerbungen des Kupferstich-Kabinetts Dresden seit dem Jahr 2000.
Wie der Ausstellungstitel bereits andeutet, ist das Verhältnis von Bewegung . . .
Berlin meets Vienna - Salon Österreich, Wien Das Projekt "Salon Österreich" versammelt Arbeiten von 30 in Berlin lebenden Künstlern, die sich mit dem Thema "Österreich" beschäftigen. Klischees, Missverständnisse und historische Divergenzen zwischen den Ländern werden dabei zum Thema gemacht.
Das Ausstellungsprojekt, das nur 10 Tage lang zu sehen sein wird, findet seinen Bestimmungsort in einem alten prächtigen Großbürgerhaus. Die barocken Räumlichkeiten sollen einen Kontrast zur jungen Berliner Kunstszene bilden und zugleich einen Dialog zwischen österre . . .
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