Gerwald Rockenschaub - Kunsthalle Nürnberg (21.07.-25.09.05)


Eingabedatum: 18.07.2005

bilder

Der seit einigen Jahren in Berlin lebende Gerwald Rockenschaub (Jahrgang 1952) zählt zu den international renommiertesten Künstlern Österreichs, und er ist zugleich als (Techno-) Musiker und DJ erfolgreich. Die Musik ist Teil seines kulturellen Hintergrunds, vor dem seit Beginn der 1980er Jahre ein komplexes bildnerisches Werk entstanden ist, das von der anfänglichen Malerei über Drucke und Folienbilder bis hin zu Computeranimationen, skulpturalen Objekten und Rauminstallationen reicht. Gerwald Rockenschaubs Werk ist geprägt durch analytisches Denken und das Prinzip der Reduktion auf wenige, aber wesentliche Elemente und Strukturen. In ihrer ästhetischen Erscheinung sind seine Arbeiten angesiedelt im fluktuierenden Crossover zwischen Club Culture, Design, Architektur, Kunstdiskurs und Popkultur, beziehen sich jedoch ebenso auf Ideen und Positionen der Moderne wie auf die Phänomene des Alltags oder den institutionellen Kontext der jeweiligen Ausstellungen.

Für die Ausstellung 2275 m³ in der Kunsthalle Nürnberg hat Gerwald Rocken-schaub einen Parcours konzipiert, der mit prägnanten Beispielen seiner Arbeit Einblick in die wichtigsten Werkgruppen und Ideen seit den 1980er Jahren gibt. Doch ist diese Ausstellung kein Aneinanderreihen einer sorgfältigen Auswahl von Werken, sondern sie zeigt eine genau überlegte Dramaturgie, bei der die Arbeiten mit dem Raum, aber auch untereinander in Beziehung gesetzt werden und so ein neues eigenständiges Werk bilden, das insgesamt das Raumvolumen von 2275 m3 der Kunsthalle Nürnberg umfasst.

Zur Ausstellung ist in Kooperation mit dem Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien ein umfangreicher Katalog als Werkverzeichnis mit Texten von Roger M. Buergel, Wolfgang Drechsler und Jörg Heiser im Verlag Walther König (Köln) erschienen (32,00 Euro).

Abbildung: Copyright Gerwald Rockenschaub, ohne Titel, 2002, Farbfolien auf Alucore, Aluminiumrahmen, 150 x 250 cm

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr | Mittwoch bis 20.00 Uhr | Montag geschlossen

Kunsthalle Nürnberg | Lorenzer Straße 32 | 90402 Nürnberg | Telefon:
0911 - 231 2853
nuernberg.de

ch










Daten zu Gerwald Rockenschaub:


- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art cologne 2015

- documenta 12, 2007

- Galerie Eva Presenhuber

- Galerie Thaddaeus Ropac

- Georg Kargl Fine Arts

- Japan und der Westen. Die erfüllte Leere - Kunstmuseum Wolfsburg, 2008

- Medienturm Kunstverein Graz

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

Weiteres zum Thema: Gerwald Rockenschaub



Art 33 Basel: Kunst ohne Grenzen


Die Plattform «Art Unlimited», welche im Jahr 2000 von der Art Basel als Experiment gestartet wurde, hat sich schnell als beliebte Ergänzung der Kunstmesse etabliert. In einer offenen Ausstellungsarchitektur zusammen gefasst, präsentieren sich dieses Jahr 66 spannende Projekte und machen so «Art Unlimited» zu einem aufsehenerregenden Bestandteil der Art 33 Basel, die vom 12. - 17. Juni 2002 stattfindet. Neu wird in der «Art Unlimited»-Halle eine Lounge eingerichtet, welche Kunstbuchhandlung, Videothek und E-Lounge vereint und der Begegnung von Publikum und Künstlern dient.

In der Messehalle 1, die der Schweizer Stararchitekt und Kunstsammler Theo Hotz 1999 für die Messe Basel gebaut hat, sind auf 12‘000 Quadratmetern Fläche Wandmalerei, Grossskulpturen, Videoprojektionen, Installationen, Wandmalerei, Fotoserien, Performances und digitale Kunst zu sehen. Mit der Etablierung von «Art Unlimited» als eigenständige Plattform, hat die Art Basel nicht nur das traditionelle Konzept des einzelnen Messestandes gesprengt, sondern auch Grenzen überwunden, die der Kunst vielerorts gesetzt werden: Grenzen wie Raumbedarf, Bodenbelastung, Lichtverhältnisse, Akustik, Sicherheit und andere technische Anforderungen, aber auch konzeptionelle Einschränkungen – künstlerische wie kuratorische – und nicht zuletzt zeitliche und finanzielle.
Als pauschaler Kostenbeitrag werden CHF 7.000.- erhoben.
Neu wird in der «Art Unlimited»-Halle ein Begegnungs- und Vermittlungszentrum eingerichtet. Dies beinhaltet ein Informationsdesk mit Katalogen und Dokumentationen zu den ausgestellten Künstlern, eine umfassende Kunstbuchhandlung, eine Videothek mit individuell visionierbaren Künstlervideos, sowie Terminals mit digitalen Kunstprojekten im Internet oder auf elektronischen Datenträgern. In der dazugehörigen Lounge wird ein aktiver Kommunikationsort zum Austausch mit Künstlern, Galeristen, Kritikern, Kuratoren, Kunstsammlern und Publikum initiiert. Unzählige Protagonisten besuchen die Art Basel. In der neuen Networkplattform kann sich das kunstinteressierte Publikum mit ihnen unterhalten.
An den ersten drei Ausgaben von «Art Unlimited» nahmen u.a. teil: Paul McCarthy , Pipilotti Rist, Chris Burden, Sylvie Fleury, Frank Thiel, Jeff Wall, Bruce Nauman, Heimo Zobernig, James Turrell, Erwin Wurm, Diana Thater, Isa Genzken, Atelier van Lieshout, Michel Verjux, Mario Merz, Andrea Zittel, Ugo Rondinone, Ilya Kabakov, Katharina Fritsch, Luciano Fabro, Gerwald Rockenschaub, Richard Serra, Rodney Graham, Wim Delvoye, Louise Bourgeois.

Ausgewählt wurden die 66 Projekte für die diesjährige Ausgabe von «Art Unlimited» aus über hundert Bewerbungen durch das Art Committee. Platziert werden sie von den beiden Kuratoren Martin Schwander und Simon Lamunière in Form einer offenen Ausstellung.
«Art Unlimited» wird auch dieses Jahr von einem separaten, attrak-tiven Katalogbuch (CHF 20.-) begleitet, in dem jedes einzelne Projekt ausführlich vorgestellt wird. Dieses erscheint zur Eröffnung, welche mit einer Preview für geladene Gäste am Abend des
10. Juni 2002 beginnt.

Vision einer Sammlung - Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg (23.10.04-06.03.05)


"Von der Sammlung zur Vision. Das neue Museum der Moderne in Salzburg dient im besonderen der Präsentation der Sammlungsbestände des Hauses. Bei der offiziellen Eröffnung am 23. Oktober 2004 wird die erste Ausstellung diesem Thema gewidmet sein: "Vision einer Sammlung" ist eine Fortsetzung des bisherigen Sammlungskonzepts in die Zukunft. Ausgehend von Kunstwerken aus Sammlungsbesitz wird eine Konzeption entwickelt, die den Charakteristika der Sammlung folgt und dennoch ihre Intentionen erweitert. Es werden thematische und inhaltliche Schwerpunkte dargestellt, die sich zu einem "Boulevard" zusammenschließen: Ausgehend von frühen Einzelfiguren des angehenden
20. Jahrhunderts wie Gustav Klimt, Richard Gerstl oder Lovis Corinth werden dem Projekt der Moderne eigene Werkgruppen rund um die Darstellung des Expressiven gewidmet. Weiters wird der spontane, anti-künstlerische Zugang der Cobra-Künstler und der darauf reagierenden jüngeren Kunst ins Blickfeld gerückt. Untersucht werden auch Objektkunst und Installationen etwa aus dem Umkreis von Franz West oder Sylvie Fleury.
Eine weitere Fragestellung konzentriert sich auf die Medialität und Materialität von Kunst: Farbtafeln von Imi Knoebel und Rudi Stanzel werden digitalen Konzepten von Gerwald Rockenschaub oder Fotografien von Cindy Sherman gegenübergestellt. Die malerische Position dieser Ausstellung bleibt dennoch stark spürbar: Arbeiten bedeutender österreichischer Maler wie Kurt Kocherscheidt ergeben gemeinsam mit Werken internationaler Künstler etwa von David Salle ein einheitliches Gesamtkunstwerk.
"Vision einer Sammlung" ist das erste Andenken einer neuen Konzeption, die vom Moment der Ausstellung ausgehend, Schwerpunkte und Profile der eigenen Sammlung demonstrieren möchte.

Die Bestände des Museums der Moderne Salzburg werden in "Vision einer Sammlung" durch Dauerleihgaben ergänzt, die langfristig für das Haus gewonnen werden konnten. Inhaltliche Schwerpunkte unterstreichen temporäre Leihgaben aus dem Besitz von Sammlern, Künstlern und Stiftungen. Die Ausstellung vermittelt Bezüge und Ergänzungen, Assoziationen und Kontrapunkte und schafft so ein besonderes Schauerlebnis für den Besucher.
"Vision einer Sammlung" zeigt, wie eine ambitionierte museale Sammlung aussehen kann. Sie liefert einen Beitrag zur aktuellen kulturpolitischen Diskussion und zeigt Möglichkeiten wie und in welchem Kontext Kunstwerke der Vergangenheit und der Gegenwart an den Betrachter herangeführt werden können.
Weiters behandelt die Ausstellung das grundsätzliche Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Gesellschaft. Präsentiert wird dies in drei großen Themenbereichen: - das Bild vom Menschen,- das Medium der Kunst,- die Welt als Bild

"kunst & architektur" museum der moderne salzburg mönchsberg

Die Architektur bietet der Kunst einen großzügigen Raum und ermöglicht so eine variable hochfunktionelle Ausstellungsfläche auf 3 Ebenen. Optisch entspricht die Struktur des Hauses einer liegenden,
kantigen S-Form (S für "Salzburg"). Die zwei großen Stiegenhäuser, die zugleich auch als Lichtschächte dienen, schließen die Form zu einem Kubus. Interessante Einschnitte in der Fassade aus Untersberger Marmor, die in einer mathematischen Umsetzung verschiedene Partituren aus Mozarts Don Giovanni ergeben, schaffen eine unmittelbare Verbindung von Gebäude und der umgebenden Natur. Die Blickrichtungen konzentrieren sich also einerseits auf die Erlebbarkeit von Kunst im Innenraum, andererseits ermöglichen sie das optische Abschweifen in den Naturraum oder in die Historie- auf den Wasserturm des 19. Jahrhunderts und die barocke Altstadt Salzburgs. Ästhetische Klarheit und puristische Materialien prägen das Museum von außen, auch die neutralen Räume der insgesamt 2300m2 Ausstellungsfläche lassen der Kunst den Vortritt. ..." (Quelle / Presse Museum der Moderne)

Von 23. Oktober, 14.00 Uhr bis einschließlich 26. Oktober 2004 ist das Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg & Rupertinum für alle Besucher kostenlos zu besichtigen.

Foto: © simone rosenberg, Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg, Seitenansicht

Ausstellungsdauer: 23.10.04-06.03.05

Öffnungszeiten: tägl. außer Mo 10:00-18:00, Mi 10:00 - 21:00

Museum der Moderne Mönchsberg | Mönchsberg 32 | 5020 Salzburg |
Infodesk T. 0043 662 84 22 20 401


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:


    Anzeige
    Burg Halle


    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    Ausstellung


    Anzeige
    beuys


    Anzeige
    studienreisen


    MARTIN CREED



    A Marquee Piece. Mary Reid Kelley



    DER RHEIN



    Terry Fox – Elemental Gestures



    Martin Kippenberger



    Hana Usui | Thilo Westermann


    monika baer »große spritztour«




    Paul McCarthy


    Robert Kusmirowski - Träumgutstrasse




    TAKE UP YOUR SPACE. Performances in KAI 10



    BANI ABIDI



    Caro Jost: WHITE STREET



    Andreas Slominski



    Richard Deacon


    Kunstvereine tragen zur Integration bei