SLOW ART - museum kunst palast, Düsseldorf (noch bis 6.11.05)


Eingabedatum: 01.08.2005


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Die Ausstellung SLOW ART erweitert die Gemäldeschau EIN FEST DER MALEREI mit einem Einblick in die aktuelle Kunstszene der beiden Nachbarländer Niederlande und Flandern. Mit der Präsentation von 38 sowohl renommierten als auch jungen, unbekannten Künstlern wird hier beispielhaft die Rezeption und Weiterentwicklung der traditionellen Kunstgattungen Stillleben, Landschaft und Porträt der letzten zwanzig Jahre gezeigt.

Das Leben ist schnell, die Kunst ist langsam; schrieb der Schweizer Maler, Schriftsteller und Romantiker Johann Heinrich Füssli schon im 18. Jahrhundert. Viele der hier gezeigten Künstler schaffen in unserem Zeitalter der Schnelllebigkeit und visuellen Überreizung Kunstwerke, für die der Besucher Zeit mitbringen muss, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Nicht selten nahm auch die Ausführung der Arbeiten selbst bereits viel Zeit in Anspruch.

Der Belgier Robert Devriendt zum Beispiel setzt mit großer Aufmerksamkeit für die Wiedergabe des Materials Landschaften in Öl auf Leinwand um. Oft benötigt er Monate für seine extrem kleinformatigen Werke. Er zwingt den Betrachter, genau hinzusehen und die Natur bis ins Detail wahrzunehmen. Die niederländische Künstlerin Elske Neus lässt - fasziniert von den Vanitas-Stillleben des 17. Jahrhunderts, auf denen Käfer, Fliegen oder Schnecken zu sehen sind - in ihrem Videowerk "Dans" Schnecken über 6 kleine, im Kreis aufgestellte Monitore kriechen. In ihrem Werk "Bett" nimmt die Niederländerin Maria Roosen die für die Stillleben der Alten Meister charakteristische virtuose Wiedergabe von Reflexen und Brechungen des Lichts auf: Zwischen zerwühlten Bettlaken liegen zwei rosa und orange schimmerndem Glaskugeln in Form weiblicher Brüste, deren runde Oberfläche die Umgebung reflektieren.

Präsentiert werden Malerei, graphische und plastische Arbeiten sowie Videowerke niederländischer und flämischer Künstler wie Berlinde De Bruyckere, Marlene Dumas, Rineke Dijkstra, Mark Manders, Aernout Mik, Thierry De Cordier und Luc Tuymans. Neben der Ausstellung wird am 31.10.2005 auch ein Performance-Abend unter dem Titel "SLOW LIFE PERFORMANCES" mit Künstlern wie u.a. Yael Davids, Lawrence Malstaf, Wim Vandekeybus, Carsten Höller, Marina Abramovic und Jan Fabre stattfinden. (Siehe beiliegende Übersicht zu den "Nachbarschaften Flandern und Niederlande - Life")

Kurator: Mattijs Visser

Projektleitung: Dr. des. Christiane Jungklaus

Katalog: Es erscheint eine Publikation im Umfang von 36 Seiten mit 34 Abbildungen zum Preis von Euro 12,50. ..." (Presse / museum kunst palast)

Öffnungszeiten: Dienstags - Sonntags 11-18h, Montags geschlossen

Stiftung museum kunst palast
Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf

museum-kunst-palast.de

ch










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Ein Fest der Malerei - Gemälde des 16.–18. Jhs. - museum kunst palast, Düsseldorf (16.7.-6.11.2005)


Erstmalig präsentiert die Gemäldesammlung des museum kunst palast eine große Übersichtsausstellung aus ihrem umfassenden Sammlungsbestand, der insgesamt 275 niederländische und flämische Gemälde aufweist. Die große Schau EIN FEST DER MALEREI wird von dem langjährigen Stiftungspartner, der E.ON AG, großzügig gefördert. Die Ausstellung zeigt, konzentriert auf den Zeitraum des 16. bis 18. Jahrhunderts, etwa 190 ausgewählte Gemälde und 70 graphische Blätter aus der Museumssammlung, ergänzt durch ca. 37 Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen.

Neben großformatigen Historienbildern von Caesar Boetius van Everdingen bis Jan Victoors, neben prachtvollen Stillleben von Jan Pieter Brueghel bis Frans Snyders, virtuos ausgeführten Bildern der Leidener Feinmaler Frans und Willem van Mieris und anspielungsreichen Genreszenen von Cornelis Dusart und Adriaen van Ostade runden stimmungsvolle Landschaftsbilder führender Maler wie Jan van Goyen, Josse de Momper, Jacob Isaacksz. van Ruisdael den Blick auf das "Goldene Zeitalter der Malerei" ab.

"Ich freue mich sehr über den großen Erfolg des Films "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", der das Kinopublikum in eine Welt entführt, für die auch unsere Ausstellung in breiter Vielfalt Zeugnis geben wird. Es muss nicht immer der Vermeer sein, es kann auch Vermeer von Haarlem oder Vermeer von Utrecht sein, der uns den Zauber dieser vergangenen Welt vermittelt."
(Dr. Bettina Baumgärtel, Leiterin der Gemäldegalerie museum kunst palast)

Hervorragende Leihgaben, u.a. aus dem Rijksmuseum Amsterdam, der Alten Pinakothek München, der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen Kassel, dem Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam oder dem Dordrechts Museum, aber auch aus deutschen Privatsammlungen ermöglichen eine beeindruckende, weil selten gebotene Zusammenschau. So kehren eigens für diese Ausstellung einige der Werke aus der kurfürstlichen Sammlung, die vor 200 Jahren, im Jahre 1805 durch Erbfolge nach München gelangten, auf Zeit nach Düsseldorf zurück.

Der Reichtum der Sammlung des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz-Neuburg (reg. 1690-1716) und seiner zweiten Gemahlin Anna Maria Luisa de Medici war schon zu ihrer Zeit legendär. Die Hängung der Gemälde in der eigens dafür errichteten Galerie im Düsseldorfer Stadtschloss galt als innovativ. Auch das Jagd- und Lustschloss Bensberg bei Köln wurde durch das kurfürstliche Paar reich mit niederländischen und flämischen Gemälden ausgestattet. Zu den Hofmalern gehörte der angesehene Portraitmaler Jan Frans Douven, der
auch regen Anteil am Aufbau der Gemäldegalerie hatte. Der hoch bezahlte und vom Fürsten sehr geschätzte Maler Adriaen van der Werff, der in der Schau mit mehreren Werken vertreten ist, schuf eigens für seinen Gönner einen umfangreichen Gemäldezyklus.
Die Berufung weiterer Künstler wie Godfried Schalcken und Eglon Hendrik van der Neer oder der Stilllebenmalerin Rachel Ruysch begründeten das Ansehen der Gemäldesammlung weit über die Landesgrenzen hinaus.

Die Herzstücke und Höhepunkte der Sammlung aber bildeten die Gemälde von Peter Paul Rubens, dessen "Himmelfahrt Mariae" wegen ihres monumentalen Formats (423 x 281 cm) von Brüssel aus per Schiff über den Rhein nach Düsseldorf gebracht werden musste und auch dort - nun in der Schausammlung des museum kunst palast - verblieb. In der Ausstellung wird nun eine aus München kommende, kleinere Fassung (156 x 109 cm) des gleichen Motivs, ebenfalls von Rubens gemalt, dem Publikum vorgestellt.

Während des 20. Jahrhunderts konnte dank der Passion bürgerlicher Sammler - wie Paul Girardet oder Moritz J. Binder - für niederländische Gemälde des 16. und 17. Jahrhunderts der Museumsbestand um Werke namhafter Künstler wie dem Historienmaler Jan Scorel, dem Delfter Caravaggisten Christiaen van Couwenbergh und dem Rembrandt-Lehrer Pieter Lastman bereichert werden.

Im Zuge der Ausstellung kommen auch Werke, die lange im Depot des Museums bewahrt wurden oder als verschollen galten, wieder oder auch erstmals ans Licht der Öffentlichkeit. Andere Werke wiederum erfahren interessante Neuzuschreibungen und können - wie allein 80 der präsentierten Gemälde - nach notwendiger Restaurierung in neuem Licht betrachtet werden.
So wird in einer virtuellen Bilderschau am Beispiel einer verloren geglaubten Studie von Adam Frans van der Meulen, die König Ludwig XIV. zu Pferde zeigt, den Besuchern die spannende Wiederentdeckung und Freilegung der Übermalung vorgestellt.

Die in der Schau ebenfalls gezeigten Zeichnungen und Druckgraphiken vermitteln nicht nur einen Einblick in die Werkstattarbeit der Meister, sondern auch in den Kunstmarkt, der die prominenten Werke in Form von druckgraphischen Reproduktionen verbreitete.

Parallel zur der Schau "EIN FEST DER MALEREI" werden in der Ausstellung "SLOW ART" Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst der letzten 20 Jahre in den Nachbarländern Niederlande und Belgien vorgestellt.


General-Direktor: Jean-Hubert Martin

Kuratorenteam: Dr. Bettina Baumgärtel, Leiterin der Gemäldesammlung, unter Mitarbeit von Kathrin Bürger

Projektleitung: Sabine Söll-Tauchert

Leihgeber u.a.:
- Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München - Alte Pinakothek, u.a.:
- Rubens, Peter Paul: Mariae Himmelfahrt, Öl auf Leinwand, 156 x 109 cm - Rubens, Peter Paul (u. Werkstatt): Der Früchtekranz, Öl auf Leinwand, 120 x 203,8 cm - Werff, Adriaen van der: Die Künste huldigen dem Kurfürsten, Öl auf Holz, 81 x 57 cm - Werff, Adriaen van der: Johann Wilhelm von der Pfalz, Öl auf Leinwand, 76 x 54 cm - Werff, Adriaen van der: Bildnis der Anna Maria Luisa de’ Medici, Öl auf Leinwand, 76 x 53 cm
- Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, u.a.: - Neer, Eglon van der: Virginal spielende Frau, 1669, Öl auf Holz, 48 x 38,5 cm
- Rheinisches Landesmuseum Bonn, u.a.: - Brueghel d.Ä., Jan: Markt am Flussufer, 1611, Öl auf Holz, 42,5 x 60,5 cm
- Rijksmuseum Amsterdam, u.a.; - Meulen, Adam Frans van der: Ludwig der XIV. überquert den Rhein, Öl auf Leinwand, 103 x 159 cm
- Staatliche Museen Kassel, Gemäldegalerie, u.a.: - Ruysch, Rachel: Blumenstillleben am Waldboden, Öl auf Leinwand, 93 x 75 cm
und deutsche Privatsammlungen

Katalog:
Zur Ausstellung erscheint ein wissenschaftlicher Bestandskatalog von allen 275 Werken. Der Katalog umfasst etwa 300 Seiten mit ca. 300 Abbildungen, inklusive CD -Rom. Seemann-Verlag, Leipzig, ca. 49,00 Euro.

Ausstellungsumfang:
ca. 300 Exponate (190 Gemälde, 70 graphische Blätter aus dem Eigenbestand, ca. 37 Leihgaben)

E.ON AG (Hauptsponsor)

UND FÖRDERER gemeinsam mit der Ausstellung "SLOW ART"
Außenministerium der Niederlande und Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Ministerium für Außenpolitik/Buitenlandse Zaken, Ministry of the Flemish Community, Mondriaan Stichting (Mondriaan Foundation), sowie die Königlich Niederländische Botschaft in Berlin und das Generalkonsulats des Königreichs der Niederlande, Düsseldorf;
Kulturpartner WDR3, Frankenheim und Castenow.

(Presse / museum kunst palast)

Stiftung museum kunst palast
Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf

museum-kunst-palast.de





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