ANZEIGE: Karl Otto Götz - Galerie Nero, Wiesbaden

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Eingabedatum: 22.04.2010

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Karl Otto Götz, geboren 1914 in Aachen, gehört zu den bedeutendsten europäischen Künstlern der Nachkriegszeit und zählt zu den Hauptvertretern und Initiatoren des deutschen Informel, die wohl wichtigste Kunstrichtung der 50er Jahre.

Götz beginnt schon mit Eintritt in die Oberrealschule 1924 zu malen. Abstrakte Kompositionen, surreale Fotoexperimente und abstrakt-gegenständliche Monotypien entstehen in den späten vierziger Jahren. Von der gegenständlichen Kunst löst sich Götz um 1949 ganz und tritt als erster Deutscher der CoBRA-Gruppe bei. Nach Mitbegründung der Frankfurter ´Quadriga`, einer Künstlergruppe, die einen von Wols und dem Automatismus beeinflussten Tachismus vertritt, vollzieht sich 1952 eine entscheidende Wendung in Karl Otto Götz´ künstlerischer Entwicklung: Die bisher noch festen Formen werden nun mittels Einsatz einer speziellen, dreistufigen Rakeltechnik durch eine dynamischere Handschrift ersetzt, die der Künstler in Zukunft beibehalten wird. Im Zentrum seiner Kunst steht die Suche nach einem vollkommenen System breiter, schichtweise übereinander gelegter, zumeist farbiger Schwünge, die den Eindruck von Tiefenraum erwecken. Der so spontan wirkende Malprozess zieht sich durch lange meditative Pausen oft über Tage hin. Die unmittelbare Ausdruckskraft der künstlerischen Handschrift trifft dabei auf die strenge, von Götz stets gewahrte Struktur der Bildbegrenzung.

Das Werk Karl Otto Götz´ erfährt schon früh internationale Anerkennung, etwa 1959 bei der documenta II und wird in zahlreichen Ausstellungen und Retrospektiven weltweit geehrt. 1968 nimmt er an der Biennale in Venedig teil und erhält zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen u.a. auch das Bundesverdienstkreuz I. Klasse. Ab 1959 wirkt er während seiner zwei Jahrzehnte dauernden Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie prägend auf unterschiedliche Temperamente wie HA Schult, Sigmar Polke und Gerhard Richter.

Götz´ Beschäftigung mit druckgrafischen Techniken beginnt in den vierziger Jahren, in denen Holzschnitte und Monotypien sowie Lackdrucke und erste Lithografien entstehen. Rasch zeigt sich, dass diese Technik dem Gestaltungswillen des Künstlers am ehesten entgegenkommt, weil sie eine adäquate Umsetzung des malerischen Vorgehens mit Pinsel und Rakel auf dem Stein ermöglicht. 1980 beginnt durch Vermittlung von Karl Fred Dahmen eine über Jahrzehnte dauernde, enge Zusammenarbeit zwischen Götz und dem Steindrucker Manfred Hügelow.

Manfred Hügelow, geboren in Berlin, lehrt von 1960 bis 1970 an der dortigen Kunstakademie. Er leitet anschließend bis 1974 die renommierte Erker-Presse in Sankt Gallen und eröffnet dann seine eigene Werkstatt am Chiemsee, bevor er 1978 nach Frankfurt und schließlich nach Offenbach kommt. Hügelow druckt bereits vor seiner Begegnung mit Götz u. a. für Hans Hartung, Karl Fred Dahmen, Asger Jorn, Hann Trier, Antoni Tàpies, Piero Dorazio, Robert Motherwell und George Rikey.

Von 1980 bis 2005 erstellt Hügelow das gesamtgrafische Druckwerk der Originallithografien von Karl Otto Götz, das vom 23. April bis 19. Juni 2010 anhand ausgewählter Arbeiten in der Galerie Nero präsentiert wird.

Außerdem: Joachim Hiller in der Galerie Nero mit ständiger Ausstellung.

hiller-kunst.de

Galerie Nero
Inhaberin: Susanne Kiessling
Nerostraße 9
65183 Wiesbaden

Fon: 0611.1725-911
E-Mail: kiessling@
galerie-nero.de

Öffnungszeiten
Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr
und nach Vereinbarung

galerie-nero.de/




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Daten zu Karl Otto Götz:

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

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Mai-Auktion Moderne & Gegenwart von Ketterer Kunst in Hamburg


Hamburg (kk) - Lovis Corinth, August Macke und Hans Scharoun - Werke dieser Künstler zählen zu den Glanzlichtern der Auktion Moderne & Gegenwart, die am 15. Mai 2002 ab 10 Uhr bei Ketterer Kunst in Hamburg am Meßberg 1 stattfindet. Insgesamt kommen etwa 800 Lots, die sowohl Gemälde und Graphiken, als auch Skulpturen und Fotografien umfassen, zum Aufruf. Davon entfallen über 80 Lose auf die Sammlung Prof. Dr. Christian Isermeyer (siehe Meldung vom 18. 02. 02), die von Lovis Corinths Ölgemälde "Schreitende Jünglinge" angeführt wird.

Für DM 8 000 hatte der Hamburger Kunstprofessor Christian Adolf Isermeyer 1972 das lebens-große Ölgemälde aus dem Jahr 1904 bei der 7. Auktion von Ketterer Kunst in München erwor-ben. Heute wird es auf € 45 - 50000 geschätzt. Noch bis zum 28. April ist es im Rahmen der Ausstellung "Nackt - die Ästhetik der Blöße" im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Gemälde wurde für den Zyklus "Das Leben" konzipiert. Die Frau des Künstlers, Charlotte Berend-Corinth, berichtet hierzu, dass ihr Mann die Bildfolge oft scherzend sein "Abiturientenexamen" genannt hatte, da er darauf eine solche Fülle an Akten zusammengestellt habe, wie auf keinem anderen Bild.

Um zwei männliche Akte handelt es sich auch bei August Mackes Aquarell "Männer".. Die aus einem Skizzenbuch der Italienreise von 1908 stammende Arbeit zeigt ein Motiv, das der Künstler in der Auseinandersetzung mit Gemälden von Hans von Marées erarbeitet hatte. Das Statuarische in der Haltung der beiden Männer tritt auch in späteren Kompositionen immer wieder auf und verleiht Mackes Gestalten jene Traumverlorenheit, die für große Teile seines Oeuvres mitbe-stimmend war. Der Schätzpreis für das Werk liegt bei € 20500 - 22500.

Ein aus dem Angebot herausragendes Objekt ist sicherlich die "Esszimmergarnitur" nach einem Entwurf von Hans Scharoun. Der Architekt konzipierte den weiß grundierten Tisch und die dazu passenden acht Stühle 1936 für das Haus des Künstlerehepaares Margarete und Oskar Moll in Berlin, Grunewald. Oskar Moll selbst bemalte die Tischplatte in frühlingshaften Pastelltönen. Das Motiv der gelben Blüten und violett-grünen Ranken wurde auch in den Stuhlbezügen wiederaufgenommen. Die Taxe liegt bei € 18. - 24 000.

Auf großes Interesse dürfte im Bereich der Zeitgenössischen Kunst Beuys‘ "Spur I" stoßen. Das Portfolio mit 9 Lithographien aus dem Jahr 1974 gehört zu einer größeren Gruppe von Arbeiten, die um die Mitte der 70er Jahre mit der Autorisierung und unter der Kontrolle des Künstlers hergestellt wurden. Hauptthema ist das Tier welches für Beuys eine Quelle gewaltiger Energie mit starken Instinkt- und Orientierungskräften symbolisiert, die dem Menschen längst abhanden gekommen sind. Immer wieder formuliert er so den utopischen Gedanken des Einklanges von Mensch, Kultur und Natur, wobei er hier vor allem auf die Darstellung von Hirsch und Biene zurückgreift. Die Schätzung beläuft sich auf € 13 - 15000.

Des weiteren besticht Gerhard Marcks mit der Skulptur "Jacke ausziehendes Mädchen". Die Bronze mit brauner bis messingfarbener Patina entstand 1981 im letzten Lebensjahr des Künstlers. Sie bildet einen meisterhaften Ausklang seiner bedeutenden Werkgruppe mit dem Motiv des An- und Auskleidens. Die grazile Körperhaltung des jungen Mädchens verbunden mit weichen Konturlinien und changierender Oberflächenstruktur machen den besonderen Reiz dieser Arbeit aus, die mit einer Schätzung von € 12 - 13000 zum Aufruf kommt.


Natürlich dürfen bei einer Hamburger Auktion auch die Werke des berühmten Sohnes der Stadt, nicht fehlen. Neben 36 weiteren Werken Horst Janssens liegt ein besonderes Augenmerk auf dem 1949/50 entstandenen "Stilleben". Die großformatige Tempera- und Bleistift-zeich-nung entstand wohl während des Studiums bei Alfred Mahlau. Sie ist mit € 10-12000 taxiert.

Auf € 8. - 10000 wird die "Phantastische Landschaft" Heinrich Tischlers geschätzt. Sie entstand 1920 und stellt ein vom Künstler äußerst selten gewähltes Motiv dar. Das facettenreiche Werk des jüdischen Malers, Graphikers und Architekten, der an der Breslauer Akademie studiert hatte und bereits 1933 Ausstellungs- und Malverbot erhielt, war vor allem vom Bild des Menschen geprägt.

Mit € 7500-9000 etwas niedriger angesetzt ist Arnold Balwés "Abend an der Zuiderszee". Das Ölgemälde aus dem Jahr 1931 gibt die abendliche Idylle einer niederländischen Landschaft stimmungsvoll und mit vitalem Pinselstrich wieder.

Für Spannung im Auktionssaal dürfte auch Franz Xaver Fuhrs Ölgemälde "Schmetterlinge und Blütenrispe" aus den Jahren 1951/53 sorgen. Die Arbeit, die auf zahlreichen Ausstellungen vertreten war, unter anderem auch im Berliner Haus am Lützowplatz, ist im Kontext des sogenannten "Regensburger Spätwerks" des Künstlers entstanden. Schräge Linien, spitze Winkel und dreieckige Formen bestimmen die Flächengestaltung der Arbeiten jener Schaffensphase. Hinter den malerischen Formkomplexen und grafischen Elementen verbirgt sich die gegenständliche Darstellung. Die Schätzung liegt ebenfalls bei € 7500-9000.

Weitere Attraktionen der Auktion sind unter anderem Arbeiten von Gerhard Altenbourg, Georges Braque, Karl Otto Götz, Friedensreich Hundertwasser, Gerhard Marcks, Emil Nolde, Pablo Picasso, Karl Schmidt-Rottluff oder Tom Wesselmann.

Zur Vorbesichtigung ausgewählter Arbeiten lädt Ketterer Kunst vom 22. -23. April in seine Räume in der Prinzregentenstraße 61 in München. Alle Werke können in Hamburg zwischen dem 25. April und dem 14. Mai bei Ketterer Kunst am Meßberg 1 in Hamburg besichtigt werden.
Der Katalog zur Auktion ist für € 15 unter der Telefonnummer 040-374961-37 erhältlich.

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als eines der wichtigsten Kunst- und Buchauktionshäuser etabliert. Dem Stammhaus im Münchener Prinz-Alfons-Palais kommt mit zwei jährlichen Auktionen im Bereich Klassiker des XX. Jahrhunderts & Münchner Schule eine führende Rolle zu, während man sich im Hamburger Meßberghof im Rahmen der Auktion Moderne & Gegenwart vier Mal jährlich der Modernen und Zeitgenössischen Kunst widmet. Außerdem kommen hier Wertvolle Bücher und Autographen (jährlich zwei Auktionen), Alte & Neuere Meister (jährlich zwei Auktionen) sowie Maritime Kunst (jährlich zwei Auktionen) zum Aufruf. Seit 1997 ist Ketterer Kunst auch auf dem Berliner Markt mit einer Auktion für Zeitgenössische Kunst nach 1945, der Perspective vertreten und bietet seinen Kunden somit als einziges Auktionshaus pro Jahr insgesamt 13 Auktio-nen an drei Standorten in Deutschland.

Hamburg, den 03. April 2002


Für weitere Information, Bildmaterial oder Katalogbestellungen für die Presse:

Ketterer Kunst Ansprechpartner für Moderne & Gegenwart
Michaela Derra in Hamburg:
Prinzregentenstraße 61
81675 München Désirée Preiss
Telefon: +49-(0)89-55244-152 Telefon: +49-(0)40-374961-28
Fax: +49-(0)89-55244-166 Fax: +49-(0)40-374961-66


Diese Meldung sowie weitere Informationen finden Sie unter kettererkunst.de

Sonderauktion zur Informellen Kunst bei Ketterer in München (27.11.03)


Am 5.12.03 finden in den Räumen der HypoVereinsbank in München vom Auktionshaus Ketterer eine Sonderauktion mit 50 Werken des Informel statt. Zum Aufruf kommen Werke u.a. von Emil Schumacher, Walter Stöhrer, Fred Thieler ...

Pressemitteilung / Auszug: ". . . Allen voran seien hier zwei Arbeiten von Emil Schumacher genannt: Während “Plessen”, eine Öl- und Sandarbeit auf Holz, aus dem Jahr 1983 stammt und mit EUR 160.000-200.000 geschätzt ist, entstand das mit EUR 120.000-150.000 taxierte Werk ”Lamatan” bereits 1978. Schumacher hat, wie er selbst sagt, immer nur wie die Natur gearbeitet: Wachsenlassen, Auswählen, Zerstören sind die Prozesse, denen er seine Malerei unterwirft. Der sinnliche Umgang mit den Materialien und die erstaunliche Beherrschung differenzierter Techniken kommen in den vorliegenden Kompositionen besonders gut zum Ausdruck.

Neben zwei Paravants von Gerhard Hoehme (Taxe: je EUR 70.000-90.000) kommen unter anderem auch Arbeiten von Karl Fred Dahmen (“Aufgehender Tag”, Taxe: EUR 30000-40.000), Fritz Winter (“Zwischen Blau und Grün”, Taxe: EUR 25.000-35.000), Peter Brüning (Ohne Titel”, Taxe: EUR 25.000-30.000), Peter Kuckei (“Eiszeit I”, Taxe: EUR 22.000-28.000) und Hans Hartung (“Komposition P. 1960-19”, Taxe: EUR 20.000-30.000) sowie Werke von Carl Buchheister, Rolf Cavael, Karl Otto Götz, Otto Ritschl, K.R.H. Sonderborg, Walter Stöhrer, Fred Thieler, Theodor Werner, Fritz Winter etc. zum Aufruf. . . . "

Parallel zu dieser Auktion veranstaltet Ketterer die Auktion " Klassiker des XX. Jahrhunderts & Münchner Schule".
Alle Werke können bei Ketterer Kunst, Prinzregentenstraße 61 in München noch besichtigt werden am: 29.-30.11. von 11-16 Uhr, 01.-03.12. von 10-17 Uhr, 04.12. von 09-16 Uhr

HypoVereinsbank | Arabellastr. 12 | 81 925 München

Ketterer Kunst | Prinzregentenstraße 61| 81675 München | Tel.: 089 552 44-0

kettererkunst.de


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