Rineke Dijkstra. The Krazy House

Video-Installationen seit 1996

23.2.– 26.5.2013 | MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt a.M.
Eingabedatum: 24.02.2013

bilder

Mit "Rineke Dijkstra. The Krazy House" präsentiert das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main die bisher umfassendste Ausstellung der niederländischen Künstlerin in Deutschland. Rineke Dijkstra, die heute weltweit zu den bekanntesten Foto- und Videokünstlerinnen zählt, versammelt im MMK erstmals alle ihre Video-Installationen seit 1996, darunter zwei Weltpremieren. Ergänzt werden diese durch ausgewählte fotografische Werkgruppen, in deren Mittelpunkt das Heranwachsen junger Menschen in einer von Konventionen und Codes geprägten Gesellschaft steht. Höhepunkt der Ausstellung wird die raumgreifende 4-Kanal-Videoprojektion "The Krazyhouse", die 2009 in dem gleichnamigen Liverpooler Club aufgezeichnet wurde: ein so bewegtes wie bewegendes Portrait fünf junger Menschen und ihrer tänzerischen Ausdrucksweisen.

Dijkstra wählte für die Ausstellung, die sich über alle Ebenen des Museums erstrecken wird, zudem über 50 Werke von Künstlern aus der Sammlung des MMK aus, die sie in Bezug zu ihrer eigenen Arbeit setzt. Mit den Arbeiten aus der Museumssammlung gibt die Künstlerin persönliche Einblicke in ihre Inspirationsquellen sowie in zentrale Aspekte zeitgenössischen künstlerischen Schaffens. Sie geht darin sowohl inhaltlichen Korrespondenzen wie formalen Analogien nach und wirft einen subjektiv geprägten, künstlerischen Blick auf die Gegenwartskunst. Neben Werken der MMK-Sammlung von Andy Warhol, Douglas Gordon, Isa Genzken, Tobias Rehberger, On Kawara, Bruce Naumann und vielen mehr wird auf Wunsch der Künstlerin erstmals auch ein Werk von Pablo Picasso als Leihgabe im MMK zu sehen sein: Das berühmte Gemälde "Weinende Frau" wirkte als Ausgangspunkt für zwei Videoarbeiten Dijkstras, die in der Ausstellung präsentiert werden.

Rineke Dijkstra wurde 1959 im niederländischen Sittard geboren und arbeitete nach ihrem Studium an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam zunächst als Auftragsfotografin für Magazine, bevor sie sich ab den frühen 1990er Jahren der Fotokunst zuwandte. Auf ihren Reisen in dieser Zeit entstand die erste Portraitserie, die "Beach Portraits", die ihr zu internationalem Ansehen verhalf. Es folgten zahlreiche fotografische Werkgruppen, wie die "Park Portraits" und die Langzeit-Beobachtung des bosnischen Flüchtlingskindes Almerisa. Dijkstra geht in ihrer Arbeit der Spannung zwischen Augenblicken des Natürlichen und dem kontrollierten Ausdruck der Persönlichkeit nach. Sie setzt sich intensiv mit dem Prozess der Identitätsfindung von jungen Erwachsenen auseinander. Ihr oftmals an bekannte Kompositionen der Kunstgeschichte erinnernder Bildaufbau erzeugt eine spannungsreiche Gegenüberstellung von Betrachter und Betrachteten.
Ihre ersten beiden Videoarbeiten, "Annemiek" und "The Buzzclub", entstanden 1996/97 in den Niederlanden und Großbritannien. Sie zeigen junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsensein geprägt durch pop- und jugendkulturelle Einflüsse. Nach über zehn Jahren kehrte Dijkstra erst 2008 wieder zum Bewegtbild zurück. Seither nehmen Videoarbeiten in ihrer künstlerischen Arbeit eine zentrale Stellung ein, was mit der Ausstellung am MMK erstmals umfassend präsentiert und gewürdigt wird.

Öffnungszeiten zur aktuellen Ausstellung:
Montag: geschlossen
Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag: 10-18 Uhr
Mittwoch: 10-20 Uhr

MMK Museum für Moderne Kunst
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
Telefon +49 69 21230447
Fax +49 69 212 37882
mmk-frankfurt.de/

pm







Daten zu Rineke Dijkstra:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Berlin Biennale 1998
- daad Stipendiat
- Galerie Max Hetzler
- Manifesta 10, 2014
- Marian Goodman Gallery
- MoMA Collection
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Solomon R. Guggenheim Collection

Weiteres zum Thema: Rineke Dijkstra



DIE WOHLTAT DER KUNST - Kunsthalle Baden Baden



Die Ausstellung "Die Wohltat der Kunst" stellt in einer pointierten Auswahl eine der international bedeutendsten deutschen Sammlungen zeitgenössischer Kunst vor: die Sammlung Goetz, München. In enger Diskussion mit der Sammlerin Ingvild Goetz wurde aus dem reichen Bestand wichtigster Positionen der letzten Jahrzehnte eine thematische Fragestellung entwickeln, die sowohl ein Hauptthema der Kunst der 90er Jahre untersucht, als auch - indirekt - die intellektuelle Physiognomie der Sammlerin in diesem Thema reflektiert.

Wie kein Jahrzehnt zuvor sind die 90er Jahre künstlerisch durch die offensiven und in ihrem analytischen Blick keineswegs konfliktscheuen Werke junger Künstlerinnen geprägt. Im Vergleich zum überkommenen emanzipatorischen Ansatz des Feminismus, eine der einschneidendsten gesellschaftlichen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts, haben sich die Strategien und Perspektiven junger Künstlerinnen grundlegend verändert. Selbstbewusst haben sie sich in Kunstöffentlichkeit und -markt etabliert.
Dass neben international renommierten Künstlerinnen auch die Positionen dreier Künstler integriert sind, demonstriert, dass manche ältere Polarität der feministischen Diskussion längst durch vielschichtigere Befragungen von Rollenklischees und Geschlechterbildern abgelöst wurde.

Gezeigt werden Werke von: Matthew Barney, Rineke Dijkstra, Tracey Emin, Mona Hatoum, Jonathan Horowitz, Sarah Jones, Mike Kelley, Karen Kilimnik, Sarah Lucas, Tracey Moffatt, Cady Noland, Catherine Opie, Pipilotti Rist, Daniela Rossell, Cindy Sherman , Ann-Sofi Sidén, Sam Taylor-Wood, Gillian Wearing, Sue Williams, Andrea Zittel.

Die Ausstellung wurde gemeinsam von der Sammlung Goetz und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden konzipiert und von Rainald Schumacher und Matthias Winzen kuratiert.
Es erscheint ein Katalog mit Essays von Katharina Sykora und Jessica Morgan, Kommentaren zu allen Werken, einem kritischen Gespräch mit Thomas Meinecke und Barbara Vinken zum Begriff einer "post-feministischen Kunst" und einem Interview, das Matthias Winzen mit der Sammlerin Ingvild Goetz zur Charakteristik und den Schwerpunkten ihrer Sammlung führte.


14. September – 10. November 2002

Eröffnung: 13. September 2002, 19.00 Uhr

Citibank Photography Prize 2003 (2.4.03)


Der Künstler Juergen Teller (geb.1964) ist Preisträger der mit £20.000 dotierten - weltweit renommiertesten - Auszeichnung für zeitgenössische Fotografie.
Erstmals wird die Ausstellung der für die Preisvergabe ausgewählten Finalisten (neben dem Gewinner Juergen Teller, die Künstler/innen Jitika Hanzlovà, Bertien van Manen, Simone Norfalk ) auch außerhalb von Großbritannien in einer Ausstellung gezeigt.

Ausstellungsort ist das museum kunst palast in Düsseldorf neben Madrid.

Bisherige Preisträger: Shirana Shahbazi, Boris Mikhailov, Anna Gaskell, Rineke Dijkstra, Andreas Gursky und Richard Billingham.

Pressemitteilung / Auszug: "... Juergen Teller zählt zu den erfolgreichsten Fotografen des letzten Jahrzehnts. Er arbeitete für unzählige hochkarätige Anzeigenkampagnen, ... (Sein künstlerisches Werk) ist oft autobiografisch intim. Dazu zählen private, ungestellte Aufnahmen berühmter Freunde und Freundinnen wie der isländischen Sängerin Björk, oder sehr persönliche Fotos seiner Familie und seines Elternhauses in seiner fränkischen Heimat. ... Die Jury kommentierte: Kein anderer Modefotograf tut Ähnliches wie Juergen Teller. Er mischt die Modewelt mit seinem privaten Leben auf einzigartige mitfühlende Weise."

Ausstellungsdauer: 29.3.-9.6.03
Öffnungszeiten: Di-So 11-20Uhr, Mo geschlossen

Museum Kunst Palast | Ehrenhof 4-5 | 40479 Düsseldorf | Tel.: 0211-899 62 60

museum-kunst-palast.de


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    Die Galerie im Taxispalais präsentiert die erste österreichische Einzelausstellung von Martin Creed weiter


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