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Eduard Micus. Retrospektive

Malerei, Arbeiten auf Papier, Objekte

24.2.-5.5.2013 | Kunstmuseum Ahlen
Eingabedatum: 01.03.2013

bilder

Eduard Micus (1925-2000) hat mit seinen „Kontrastkompositionen“ einen einzigartigen Beitrag zum Kunstgeschehen der deutschen Nachkriegszeit geleistet. Als Grenzgänger zwischen informeller und konstruktiver Kunst stellte er sich bewusst an den Rand wechselnder Moden des Kunstbetriebs. Besonders seit seinem Umzug nach Ibiza 1972 nahm er buchstäblich Abstand zu den Zentren der Kunst in Deutschland. Die Retrospektive im Kunstmuseum Ahlen unternimmt mit rund 100 Exponaten eine umfassende Würdigung seines Werkes. Gezeigt werden Malerei, Arbeiten auf Papier und Objekte aus allen Schaffensphasen.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Wienand-Verlag (Hrsg. Burkhard Leismann) mit zahlreichen Abbildungen und Beiträgen von Stephan N. Barthelmess, Susanne Buckesfeld, Erich Franz und Ulrike Schaz.

Im Kontext der Kunst nach 1945 ist die Position von Eduard Micus herausragend; er gehört zu den ersten Künstlern, die Anfang der 1950er Jahre rahmenlose, objekthafte Bilder geschaffen haben. Bemerkenswert ist auch die überaus frühe Auseinandersetzung mit der Farbe Weiß noch vor Piero Manzoni, Günther Uecker oder Robert Ryman. Die Synthese einander kontrastierender Bildhälften zeichnet das Werk von Eduard Micus aus, auch hinsichtlich einer produktiven Abgrenzung von der Künstlergruppe SYN, deren Mitglied er neben Erwin Bechtold, Klaus-Jürgen Fischer, Bernd Berner und Rolf-Gunter Dienst von 1965-1970 war.

Eduard Micus, geboren 1925 in Höxter (Weser), kam Mitte der 1940er Jahre durch den Kollwitz-Schüler Reinhard Schmidhagen, Marburg, zur Malerei. 1948-1952 Schüler von Willi Baumeister an der Akademie in Stuttgart. 1972 Übersiedlung nach Ibiza, wo er 2000 stirbt. Sein Werk wurde auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, u.a. 1961 Recklinghausen „Junger Westen“, 1966 Kunsthalle Bern „Weiß auf Weiß“, 1982 Wilhelm-Hack-Museum, Wilhelmshaven (EA), 1987 Kunsthalle Hamburg und Karl-Ernst-Osthaus Museum Hagen (EA), 1988 Kunsthalle Mannheim (EA), 1991 Muséo de Arte Contemporáneo Ibizia. 1996 Schloss Morsbroich, Leverkusen (EA), 2000 Muséo de Arte Contemporáneo Ibiza (EA), 2001 Museum Schloss Moyland, Kranenburg (EA), 2005 Schloss Corvey, Höxter (EA).

Kunstmuseum Ahlen gGmbH
Museumsplatz 1
59227 Ahlen
Tel. 0 23 82 / 91 83 0
Fax 0 23 82 / 91 83 83
www.kunstmuseum-ahlen.de

pm



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