Deichtorhallen: JAPAN - Keramik und Fotografie - Tradition und Gegenwart (31.1- 4.5.03)


Eingabedatum: 28.01.2003



bilder

Nachdem die Hamburger Deichtorhallen Ende letzten Jahres (02) mit einer "Manga" - Ausstellung die japanische Comicwelt beleuchteten, zeigt das Museum nun die japanische Keramik und Fotografie. Ausstellungsbesucher haben so auch über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Aspekten japanischer Kunst vertraut zu machen.

Presseerklärung / Auszug: "... Die japanische Keramik beeindruckt durch ihre bruchlose Tradition, die in der klassischen Teekeramik bis heute besteht, auf deren Wurzeln aber auch skulpturale, keramische Objekte der freien Kunst entstehen. Die Fotografie dagegen stellt ein westliches Medium dar, deren Inhalte sowohl vom japanischen wie auch dem europäischen und amerikanischen Kulturkreis beeinflusst sind. Spezifische, „japanische“ Themen wie die unüberschaubaren Stadtlandschaften als Orte der Massengesellschaft werden hier ebenso thematisiert wie der Konflikt zwischen den traditionellen Lebensformen und der Gegenwart. Szenen aus dem pulsierenden großstädtischen Leben Tokyos, wie bei Homma, Seto oder Kasai stehen ruhige Landschaftsaufnahmen von entlegenen Gegenden gegenüber, wie sie bei Seino, Sasaoka oder Sugimoto zu finden sind. Auch die Brüche in der Kultur durch westliche Einflüsse und Modernisierung sowie das Verhältnis von Natur und Zivilisation bilden weitreichende Themengruppen.

Die Keramik hingegen ist stark ihrer tausendjährigen Tradition verhaftet. Sie genießt, anders als in Europa, einen wesentlich höheren Stellenwert. Am deutlichsten tritt dies bei den großen modernen Meistern der Teekeramik, Arakawa, Kaneshige, Miwa und Nakazato, hervor, die alle mit dem Prädikat "Menschlicher Staatsschatz" ausgezeichnet sind. Dieser Tradition folgen Künstler wie Ohi, Tsuji und Tanaka. Den Teekeramiken heutiger Künstler stehen gleichgewichtig modernste Tonplasiken (z. B. von Fukami, Matsumoto oder Akiyama) gegenüber wie auch neue, expressive Gefäßformen, wie sie bei Katsumata, Kobayashi oder Yagi zu finden sind. Die umfangreiche Präsentation dieses bei uns nur wenig wahrgenommenen Mediums soll einen weiteren Schritt zum Verständnis dieser uns oft so fremden wie auch anziehenden Kultur beitragen.
An der Ausstellung werden rund 20 Keramiker und 20 Fotografen teilnehmen."

KÜNSTLERLISTE

Keramikkünstler: Yo AKIYAMA - Sueharu FUKAMI - Kiyoyuki KATO - Chieko KATSUMATA - Hideo KOBAYASHI - Kosei MATSUI - Hideo MATSUMOTO - Kinpei NAKAMURA - Oguna NAKANO - Harumi NAKASHIMA - Toshio OHI - Hoju SAKAI - Akira SOMA - Shigemitsu TAKEUCHI - Sajiro TANAKA - Seimei TSUJI - Morihiro WADA - Akira YAGI

Fotokünstler: Nobuyoshi ARAKI - Mikiko HARA - Naoya HATAKEYAMA - Takashi HOMMA - Osamu KANEMURA - Chikashi KASAI - Norio KOBAYASHI - Hiroyuki MASUYAMA - Ryuji MIYAMOTO - Daido MORIYAMA - Yoichi NAGANO - Yurie NAGASHIMA - Asako NARAHASHI - Keiko SASAOKA - Yoshiko SEINO - Masato SETO - Hiroshi SUGIMOTO - Takashi YASUMURA - Tsukasa YOKOZAWA

Ausstellungsdauer: 31.1. - 4.5.2003

Öffnungszeiten
Di-So, 11-18 Uhr, Mo geschlossen

Deichtorhallen Hamburg | Deichtorstr. 1-2 | D-20095 Hamburg |
Tel. +49 (0) 40-321030

deichtorhallen.de



ch







Daten zu Nobuyoshi ARAKI:

- Anton Kern Gallery
- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Miami Beach 2013
- Flowers & Mushrooms, Salzburg
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- SAMMLUNG WEMHÖNER
- Taka Ishii Gallery

Weiteres zum Thema: Nobuyoshi ARAKI



Sammeln-Portraitfotgrafie im Neuen Kunstverein Aschaffenburg (20.06. - 18.07.04)


Die Fotografieausstellung zeigt Portraits, welche die Künstler Dennis Adams, Nabuyoshi Araki, Christian Boltanski, Jochen Gerz, Gottfried Helnwein, Pjotr Uklanski, August Sander zu dokumentarischen, historischen oder künstlerischen Themen gesammelt haben.

". . .Der Neue Kunstverein Aschaffenburg zeigt anlässlich der 5. Aschaffenburger Kulturtage mit dem Motto "Faszination Sammeln" eine Ausstellung mit Portraitfotografien im 1. + 2. Stock, die sich in zweifacher Hinsicht auf das Thema "Sammeln" bezieht: Zum einen stammen die Arbeiten aus einer der großen Sammlungen* zeitgenössischer Fotografie; noch wichtiger aber der Aspekt, dass der Kurator bei der Auswahl auch inhaltlich das Motto "Sammeln" aufgreift: er wählt Künstler, die seriell arbeiten und zu bestimmten Themen Portraits "sammeln", und Kunstwerke, die im Ganzen aus vielen Teilaspekten bestehen.
Im Mittelpunkt des ersten Teils der Ausstellung steht die dokumentarische Fotografie und das Thema historische Betrachtung und Erinnerung - am Beispiel von August Sander, Christian Boltanski, Jochen Gerz und Nobuyoshi Araki. August Sanders richtungsweisendes Werk "Die Menschen des 20. Jahrhunderts" wird als Buchausgabe und mit 6 Abzügen präsentiert. Das siebenbändige Werk umfasst 619 Aufnahmen und ist ein enzyklopädisches Archiv, in dem der Fotograf an Einzelbeobachtungen ein fotografisches Gesamtbild der Weimarer Republik und der deutschen Gesellschaft bis in die 50er Jahre hinein zusammen getragen hat.
Christian Boltanski - "Gymnasium Chases": Das Klassenfoto, das als Vorlage diente, zeigt die Absolventen des jüdischen Gymnasiums in Wien. Sie versammelten sich am Ende des Schuljahres 1931 zum letzte Mal. Die 23 Ausschnittsvergrößerungen lassen die Gesichter verschwommen, entfremdet und abstrahiert erscheinen. Der Übergang zwischen Erinnerung und Geschichte, Leben und Tod stehen im Mittelpunkt des Interesses Boltanskis.
Jochen Gerz - "Die Zeugen": Die Serie besteht aus 48 Frauenportraits von Einwohnerinnen der südfranzösischen Stadt Cahors. Den Fotoportraits ist ein Text einmontiert, welcher dem Gespräch entnommen ist, die der Künstler in der Woche der Urteilsverkündigung im Prozess gegen Maurice Papon mit den Portraitierten führte.
Nobuyoshi Araki, eigentlich bekannt durch erotische Fotografien, wird mit der 1963 entstandenen anrührenden Kinderfotografie-serie "Saatchin and his Brother Mabo" von einer weniger vertrauten Seite gezeigt.
Der zweite Teil thematisiert die mediale Vermittlung von Realität und Wahrheit und vereint Künstler wie Dennis Adams, Gottfried Helnwein und Piotr Uklanski. Dennis Adams verwendet Bilder, die eine mediale Präsenz hatten und in Zeitschriften, Magazinen oder Fachpublikationen reproduziert wurden. Die Installation "Patricia Hearst – A thru Z" zeigt 26 reproduzierte Pressefotos aus der Zeit der spektakulären Entführung von Patricia Hearst, der Tochter des amerikanischen Zeitungsmoguls William Randolphe Hearst. Adams hinterfragt durch die reproduzierten Pressefotos den Informations- und Wahrheitsgehalt der medialen Bilder und die widersprüchlichen Wechselbeziehungen von Medien, Politik und Gesellschaft.
Gottfried Helnwein portraitiert in der Serie „Faces“ Persönlichkeiten wie Michael Jackson, Willy Brandt, Maximilian Schell, Elton John, Andy Warhol, Leni Riefenstahl u.a.. Obgleich vielmals zuvor fotografiert und jedem aus den Medien bekannt, zeigen sie sich in den Bildern jenseits aller Eitelkeiten, in einer ungewohnten Offenheit und Ehrlichkeit, die geprägt ist von Verfall und Tod.
Die Serie "The Nazis“ von Piotr Uklanski ist eine 41-teilige Arbeit mit männlichen Portraits. Auch Uklanski arbeitet hier mit vorgefundenem Bildmaterial, mit Reproduktionen von „Nazi“-Darstellern aus amerikanischen und europäischen Filmen. Die medialen Bilder reproduzieren Klischees, die wiederum unser Bild von "Nazis" bestimmen. Das Identifikationsproblem, bei dem Ideal, Klischee, Image, Rolle und Realität sich einander bedingen, verdeutlichen in der künstlerischen Produktion, dass Zu- und Einordnung nichts Eindeutiges sind. ..." (Quelle: NKV Aschaffenburg)

Foto: Gottfried Helnwein, aus der Serie „Faces“, ©VG Bild-Kunst

parallel dazu: YAN PEI-MING "Portrait Malerei und Zeichnung"

Ausstellungsdauer: 20.06.2004 - 18.07.2004

Öffnungszeiten: Di 14 - 19 Uhr, Mi - So 11 - 17 Uhr

KunstLANDing | Landingstraße 16 | 63739 Aschaffenburg
nkvaschaffenburg.de

Die sinnliche Linie - Japanischer Holzschnitt - Museum der Moderne Salzburg (13.05.-17.07.05)


"Das Museum der Moderne Salzburg geht in dieser Ausstellung den erotischen Perspektiven im Werk von Gustav Klimt, Hubert Schmalix, Nobuyoshi Araki und Aya Takano nach und untersucht die Bezüge zur japanischen Tradition des erotischen Holzschnitts (Shunga). Klimt und Schmalix haben sich in der Begegnung mit den Zeugnissen dieser japanischen Kunstgattung mit den erotischen Motiven, insbesondere aber mit deren formalen Gestaltungen auseinandergesetzt. Die Shunga ("Frühlingsbilder") wurden als Farbholzschnitte zu einer Kunstgattung, die den Vielfarbendruck zu höchster technischer Perfektion entwickelte und von der westlichen Öffentlichkeit auf den Pariser Weltausstellungen (1867, 1878 und 1889) entdeckt. Insbesondere Kitagawa UItamaro, Ichiryusai Hiroshige und Katsushika Hokusai haben mit ihrer spezifischen Farb- und Liniengebung das Interesse von Klimt und Schmalix auf ihre erotischen Darstellungen gezogen. In den Werken der beiden japanischen KünstlerInnen finden sich bei Nobuyoshi Araki Parallelen im Sinne der unendlichen Variierung und desselben Motivkreises, eine "Schaulust" des Künstlers, und bei Aya Takano die künstlerische Verarbeitung der Shunga aus einer zeitgenössischen weiblichen Perspektive.
. . .
Nach der Öffnung Japans für die westliche Welt 1853/54 begann ein stetig wachsender Export von Kunst und Kunstgewerbe und vermittelte ein Bildverständnis, für das die wahrnehmbare Welt nur der erste Anlass zur Gestaltung war. Flächigkeit oder Größenverzerrungen bedeuteten eine Abkehr vom Illusionsraum des Bildes, der im Westen noch immer Geltung hatte.
. . .
Gustav Klimt und Hubert Schmalix setzten sich in der Begegnung mit den Zeugnissen japanischer Kunst mit deren Motiven, vor allem mit deren formalen Gestaltungsprinzipien auseinander und transformieren mit den Shunga eine semi-offizielle, didaktisch wie rein erotisch verstandene Kunst eines fremden Kulturkreises in ihre individuelle künstlerische Handschrift im Rahmen eines westlichen Kulturgepräges.

Mit Nobuyoshi Araki und Aya Takano sind zwei KünstlerInnen ebenfalls unterschiedlicher Generationen vertreten und gebürtig aus dem Land der Shung. Nobuyoshi Araki, der seine erste westliche Einzelausstellung im Grazer Forum Stadtpark (1992) hatte, spricht selbst von einer obsessiven Schaulust, die ihn tausende von Fotos der ihn umgebenden Welt machen lässt. Doch die Motive sind dennoch nicht wahllos zusammengetragen. Frauen haben innerhalb seines Oeuvres - und vor allem in der Rezeption seines Werks - einen einzigartigen Stellenwert. Sie werden in Kimono und modischer Unterwäsche gezeigt, sie liegen in lasziver Haltung, hängen eingeschnürt oder fügen sich in urbane Orte ein.
Die Frauendarstellungen haben Arakis Erfolg in Japan wie im Westen ausgemacht. Die Typologie der arakischen Frauendarstellungen stimmt mit kulturell vorherrschenden Repräsentationsformen weiblicher Körper überein. In Arakis Fotografien treten weibliche Körper als beliebig formbares Material auf.

Als Teil von Takashi Murakamis Künstlerkollektiv Kaikai Kiki ist Aya Takano bekannt geworden. Ihre Zeichnungen, manchmal winzig klein, fügen sich auf den ersten Blick in den von Murakami eingeführten Begriff des "superflat". Die Linien fügen sich zu Paaren oder jungen Mädchen, schwebend im Bildraum und in einer Mischung, die an Manga, science-fiction, aber auch an Metamorphosen der klassischen japanischen Kunst denken lässt. Ihre Linienzeichnungen belassen die Körper in einer eigenartigen Ambivalenz zwischen Zwei- und Dreidimensionalem, zwischen der Androgynität der Körper und dem Erotischen des Motivs." (Presse / Museum der Moderne Salzburg)

Öffnungszeiten: Mo geschlossen | Di - So 10:00-18:00 | Mi 10:00 - 21:00

museum der moderne salzburg | mönchsberg 32 | a - 5020 salzburg |
t +43 . 662 84 22 20 - 601


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    Burg Halle


    Anzeige
    studienreisen


    Anzeige
    Ausstellung


    Anzeige
    beuys


    Anzeige
    Atelier



    monika baer »große spritztour«

    Die Kestner Gesellschaft zeigt vom 4. September bis 13. November 2016 die Ausstellung »Große Spritztour« der deutschen Malerin Monika Baer weiter


    Paul McCarthy

    Paul McCarthys Schaffen hat Generationen junger Kunstschaffender inspiriert. Seine künstlerische Karriere beginnt der 1945 in Salt Lake City geborene ... weiter

    Robert Kusmirowski - Träumgutstrasse

    "Träumgutstrasse" ist der Name einer fiktiven Straße und eine phonetische Kombination der Worte: Traugutt, Trauma, träum gut ... weiter


    TAKE UP YOUR SPACE. Performances in KAI 10

    Unsere Lebenswelt verändert sich ständig im Takt nur weniger Mausklicks. Es herrscht das Regiment von Schnelllebigkeit, Gleichzeitigkeit und Verhandelbarkeit... weiter


    BANI ABIDI

    Der Ausgangspunkt der Filme, Fotografien und Zeichnungen von Bani Abidi liegt in der Frage nach Mechanismen von Ausgrenzung und Teilhabe, Repräsentation und Macht sowie Gemeinschaft und Kommunikation. weiter


    Caro Jost: WHITE STREET

    In der Ausstellung WHITE STREET zeigt Caro Jost ihre neue Werkgruppe der INVOICE PAINTINGS B.N.: textbasierte Bildwerke unter Verwendung von Originalrechnungen der Materialeinkäufe von Barnett Newman. weiter


    Andreas Slominski

    Andreas Slominski (geb. 1959) ist einer der bemerkenswertesten Vertreter eines neuen Geistes in der Skulptur und Installationskunst. weiter


    Richard Deacon

    Mit dem britischen Bildhauer Richard Deacon zeigt die Langen Foundation einen der
    führenden Vertreter der zeitgenössischen Skulptur. weiter

    Kunstvereine tragen zur Integration bei

    Auf die Thematik der Migration und Integration reagieren Kunstvereine auf schnelle und flexible Art und Weise. Ob durch Ausstellungen zu diesen Aspekten oder durch aktive Zusammenarbeit mit Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten ... weiter


    Erró – Private Utopia

    In seinem OEuvre bildet Erró einen wilden Kosmos überbordender Phantasien ab: I paint because painting is a private Utopia weiter


    Valérie Favre

    In der Reihe der Positionen aktueller Malerei zeigt die Von der Heydt-Kunsthalle einen Überblick über das jüngere Werk von Valérie Favre weiter


    Schwarzarbeit - Die Magie des Dunklen

    Schwarz (von althochdeutsch swartz `schmutzfarbig´, ursprünglich `im Dunkeln liegend´) wird oft mit negativen Assoziationen und Gefühlen in Verbindung gebracht ... weiter


    Sigmar Polke – Gerhard Richter

    Polke und Richter: Anfang der 1960er Jahre kannten sie sich so gut, dass sie „nicht mehr miteinander pokern konnten“. weiter


    Wir nennen es Ludwig. Das Museum Ludwig wird 40!

    Die Gruppenausstellung Wir nennen es Ludwig stellt den Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Museum Ludwig 2016 dar. weiter


    HANS HARTUNG UND DIE FOTOGRAFIE

    Eigenwillige Steinformen, für die Kamera wie Skulpturen arrangiert, bizarres Baumgeäst, zufällig auf Spaziergängen entdeckt oder Bewegungsspuren, von Wasser und Licht gezeichnet – der deutsch-französische Maler Hans Hartung (1904-1989) nutzte den Fotoapparat zur spontanen Aufzeichnung gesehener Phänomene und Landschaften. weiter