Flora Neuwirth clubblumen

12. 12. 2015 - 21. 01. 2016 | Raum C Künstlerhaus Halle für Kunst & Medien, Graz
Eingabedatum: 14.12.2015

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Die vielschichtige Praxis der Künstlerin Flora Neuwirth (geboren 1971 in Graz, lebt in Wien) setzt sich aus Untersuchungen, Zitaten und Adaptionen von Strukturen und Phänomenen aus den Bereichen Design, Architektur, Kunst und Alltagskultur zusammen. Die Künstlerin arbeitet dabei kontextorientiert und beginnt mit Aneignungen meist bereits vorhandener Bestandteile und Objekte. Als Ausgang ihrer Überlegungen und Eingriffe für die Einzelausstellung clubblumen dienen Neuwirth Display und Interieur-Dekor aus dem von ihr in den Jahren 2008 bis 2011 unter gleichnamigem Titel in Wien betriebenen Raum für aktuelle Kunst, Musik, Essen, Trinken und Kommunikation. In Anlehnung an Gordon Matta-Clarks realitätstransformierendem Kunst- und Restaurantprojekt „Food“ im New Yorker Soho von 1971 sorgte die Künstlerin in einem ehemaligen Blumengeschäft, dem „clubblumen – eine Utopie im öffentlichen Raum“ als erweiterter Skulptur, sozialem Ort und Treffpunkt im 5. Bezirk für Furore.

Hatten die Objekte jedoch vor Ort in der Wiener Johannagasse 42 noch eindeutig bestimmte Funktionen, um die Koch-, Informations- und Diskussionsangebote des ideellen Raumes zu gewährleisten und dieses Modell zu unterstützen, zeigt die Künstlerin diese im Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien nun genau ihrer ursprünglichen Eigenschaften enthebelt. Sie überführt damit die Errungenschaften des vom klassischen Ausstellungsraum wegführenden situativ angelegten Projekts in ein analytisches. Inwieweit sich dabei mit der räumlichen Reinszenierung eine Historisierung des Projekts an einem anderen Ort, in einem expliziten Ausstellungsraum überhaupt steuern lässt bzw. die Besonderheit des Projekts ohne einhergehende Nostalgiesierung modifizierbar bleibt und welche Partikel und Ephemera als Träger des Gesamtkunstwerks clubblumen über eine Inventarisierung und Dokumentation desselbigen hinausreichend funktionieren, sind dabei wesentliche Fragestellungen. Drei in das Ausstellungssetting integrierte und den Dokumentationscharakter verstärkende gestapelte Buchobjekte setzen diese fixen Zuschreibungen entweichenden Gedankenspiele fort: Zunächst das die Katalogpublikation ersetzende Lass uns eine Bande von Scharlatanen spielen, welches die Transkription einer nachträglich für die Ausstellung inszenierten, aber für den „clubblumen“ typischen Mau Mau-Karten–Runde darstellt; dann eine auf das Lokalkolorit der unmittelbaren Umgebung des „clubblumen“ umgemünzte Adaption des Versuchs, einen Platz in Paris zu erfassen des französischen Schriftstellers und Filmemachers Georges Perec; sowie eine mehrere Übersetzungsprozesse durchlaufene und dadurch um surreale Bedeutungsverzerrungen bereicherte Sammlung an im „clubblumen“ zubereiteter Kochrezepte.

Mittels jener kleinen Verschiebungen und Irritationen gelingt der Künstlerin eine Neuproduktion, die zwar mit Elementen des Inventars des verblichenen „clubblumen“ arbeitet, aber gerade im Anführen der unzähligen Extras und adaptierten Details, die den Raum zuzeiten seines Bestehens zu einem sozial funktionierenden Ort machten, eines vieler möglicher Porträts als Skulpturenausstellung mit vorwiegend Einzelarbeiten der Künstlerin aus dem Jahr 2015 zeichnet.


Künstlerhaus
Halle für Kunst & Medien
Burgring 2

8010 Graz, Austria
km-k.at

Presse






Daten zu Flora Neuwirth:

- Künstlerhaus - Halle für Kunst & Medien Graz 2015
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

Weiteres zum Thema: Flora Neuwirth



23 New Talents auf der ART COLOGNE 2006


Zum 26. Mal hat die Jury für das vom Bundesverband Deutscher Galerien (BVDG)und der Koelnmesse initiierte Förderprogramm für junge Künstlerinnen und Künstler getagt und für das New Talents-Programm der ART COLOGNE (01. -05.11.2006) aus 65 Bewerbungen 23 Künstler ausgewählt. ART COLOGNE Direktor Gérard A. Goodrow begrüßte die Auswahl: "Wir sind froh, dass die ganze Spannbreite an Medien und Trends zu sehen sein wird: vom Zeichnerischen über das Malerische und Mediale bis hin zu neuesten Tendenzen in der Konzeptkunst. Die Ausgewählten sind:
- Theo Boettger, Deutschland, 1975 - Galerie Baer, Dresden
- Christoph Brech, Deutschland, 1964 - Walter Storms Galerie, München
- Julian Faulhaber, Deutschland, 1975 - L.A. Galerie Lothar Albrecht, Frankfurt a.M.
- Jana Gunstheimer, Deutschland, 1974 - Galerie Conrads, Düsseldorf
- Kati Heck, Deutschland, 1979 - Galerie Annie Gentils, Antwerpen
- Carolin Jörg, Deutschland, 1977 - Galerie Michael Sturm, Stuttgart
- Sven Johne, Deutschland, 1976 - Galerie Christian Nagel, Köln
- Christian Keinstar, Polen, 1975 - lukasfeichtner galerie, Wien
- Matthias Koch, Deutschland, 1961 - Galerie Esther Woerdehoff, Paris
- Michael Kutschbach, Australien, 1975 - Conny Dietzschold Gallery, Sydney
- Sandra Mann, Deutschland, 1970 - Galerie Stefan Röpke, Köln
- Reinhold Matthias, Deutschland, 1978 - Galerie Ursula Walbröl,
Düsseldorf
- Flora Neuwirth, Österreich, 1971 - Galerie Grita Insam, Wien
- Thomas Palme, Deutschland, 1967 - van der grinten galerie, Köln
- Max Regenberg, Deutschland, 1951 - Galerie Thomas Zander, Köln
- Tom Sanford, USA, 1975 - Galleri Faurschou, Kopenhagen
- Gerda Scheepers, Südafrika, 1979 - Sprüth Magers Projekte, München
- Stephanie Senge, Deutschland, 1972 - Galerie Six Friedrich Lisa Ungar, München
- Setareh Shahbazi, Iran, 1978 - Galerie Sfeir-Semler, Hamburg
- Sandra Vasquez de la Horra, Spanien, 1967 - Galería Jule Kewenig,
Palma de Mallorca
- Muir Vidler, Großbritannien, 1975 - Kenny Schachter ROVE, London
- Jorinde Voigt, Deutschland, 1977 - Fahnemann Projects, Berlin
- Ekrem Yalcindag, Türkei, 1964 - Galerie Karl Pfefferle, München

Als Juroren waren die Künstlerin Elisabeth Brockmann, Susanne Titz vom
Museum Abteiberg Mönchengladbach, Holger Liebs von der Süddeutschen Zeitung, Christel Schüppenhauer von der Galerie Schüppenhauer in Köln, Ulrike Adler von der Galerie Adler in Frankfurt am Main und Gérard A. Goodrow, Direktor ART COLOGNE an der Auswahl der geförderten Künstler beteiligt. Die Jury ntagte unter der Leitung des Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Galerien, Bernhard Wittenbrink. Die Durchführung des Förderprogramms für junge Künstlerinnen und Künstler auf der ART COLOGNE wird von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    rochelle feinstein | make it behave

    Mit der Ausstellung »Make It Behave« wird das Œuvre der New Yorker Künstlerin Rochelle Feinstein (*1947) erstmals in einer groß angelegten Retrospektive vorgestellt. weiter


    Jana Sterbak – Life-Size

    Die Galerie im Taxispalais zeigt erstmals in Österreich eine umfassende Retrospektive der tschechischkanadischen Künstlerin Jana Sterbak weiter


    House of Commons

    House of Commons ist als Reaktion auf die politischen Ereignisse der vergangenen Monate in Europa und den Vereinigten Staaten entstanden. weiter

    artbay – Die online-Auktionsplattform für Originalillustrationen und Drucke limitierter Editionen

    Hier können Werke bekannter sowie weniger bekannter, aber dennoch bemerkenswerter Künstler ersteigert werden.(Anzeige) weiter


    Robert Frank: Books and Films, 1947-2016

    Das Museum der Moderne Salzburg zeigt eine experimentelle Ausstellung mit Arbeiten aus seiner gesamten künstlerischen Laufbahn von 1947 bis heute. weiter

    Daniel Kiss - fountain 2484

    In einer Reihe von neuen Arbeiten wird er im Kunstverein Nürnberg sein andauerndes Interesse an der affektiven Wirkungskraft von populärkulturellen Zeichen, Symbolen und Codes weiterverfolgen weiter


    Wand vor Wand - Gregor Schneider

    Gregor Schneider wurde 1969 in Rheydt geboren. Schon mit dreizehn Jahren malte er Bilder, die er heute noch in seine Ausstellungen und Publikationen aufnimmt. weiter


    Tony Cragg. Unnatural Selection

    Sir Tony Cragg (geb. 1949) ist einer der bedeutendsten internationalen Bildhauer der Gegenwart. weiter

    Pro oder Kontra

    Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden gesellschaftlichen Kontroversen um Flüchtlings-, Umwelt- und Klimapolitik, um Verteilungsszenarien und das richtige Krisenmanagement untersucht die Ausstellung in der Burg Galerie im Volkspark, ... (Anzeige) weiter


    A. R. Penck – Strich = Welt.

    Der als „Meister der Strichmännchen“ bekannte und 1939 in Dresden als Ralf Winkler geborene Maler, Grafiker und Bildhauer, war in den 1950er Jahren Mitglied der Künstlergruppe „Erste Phalanx Nedserd“, die für künstlerisches Arbeiten ohne Kompromisse stand weiter


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    Als einer der wenigen westdeutschen Fotografen bereiste Rudi Meisel mehrmals im Jahr die DDR. weiter

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