Simone Demandt - Instrumenta Sceleris Asservate des Verbrechens

Fotografien

23. Jan. – 3. April 2016 | Kunstmuseum Heidenheim
Eingabedatum: 11.01.2016

bilder

Die Gegenstände, die Simone Demandt in ihren Fotografien zeigt, sind nur scheinbar banal, merkwürdig oder harmlos. In Wirklichkeit handelt es sich um Objekte, die im Zusammenhang mit Verbrechen gebraucht wurden. Zwischen 2011 und 2013 fotografierte Simone Demandt (*1959) in den Asservatenkammern baden-württembergischer Staatsanwaltschaften Gegenstände, die zufällig oder vorsätzlich als Tatwerkzeuge benutzt wurden. Die meist banalen Objekte wurden dabei auf eine neue, unerwartete Weise benutzt, deren genauer Verlauf erst in den nachfolgenden Strafprozessen geklärt wurde. Wobei nicht jeder Gegenstand sein Geheimnis preisgab.

Von der strafrechtlichen Vorgeschichte dieser Gegenstände erfährt der Betrachter von Demandts Fotografien nichts. Sein Wissen über die Bedeutung dieser Objekte beschränkt sich auf nüchterne Information des Ausstellungstitels, der Tatwerkzeuge aus Asservatenkammern, lat. instrumentis sceleris, ankündigt. Auch die nüchterne und immer gleiche fotografische Präsentation dieser Gegenstände verrät nichts über deren Geschichte. Dadurch wird der Betrachter gezwungen, selbst über deren mögliche Gebrauchsweisen und deren Folgen nachzudenken. Beim Betrachter wird dies zu Deutungen und Spekulationen führen, die schnell Bilder von Gewalt und Tod vor seinem inneren Auge erscheinen lassen. Wobei ihn dabei früher oder später das Gefühl beschleichen dürfte, dass dieses Grauen ausschließlich seiner eigene Phantasie entspringt. Die vordergründig so nüchternen Aufnahmen von banalen und merkwürdigen Objekten führen den Betrachter damit nahezu zwangsläufig auf eine Reise in sein eigenes, dunkles Inneres, mit all seinen Ängsten, Gewaltvorstellungen und Trieben.


Kunstmuseum Heidenheim,
Marienstraße 4, 89518 Heidenheim,
kunstmuseum-heidenheim.de



Presse








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Aktuelle Kunst in und aus Baden-Württemberg
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Obwohl inzwischen überkommene Lebensformen zunehmend infrage gestellt werden und vielfach über den modernen Menschen als Nomaden, der überall und nirgends zu Hause ist, sinniert wird, scheint Wohnen als Wert - vielleicht auch gerade deshalb - weiter zu steigen.
Präsentiert werden Werke von 15 deutschen Künstlerinnen und Künstlern. Ihre "Home Stories" künden von der Sehnsucht nach Geborgenheit und Identitätsstiftung, von Unordnung und Unorten, von Einraumwohnungen und Wohngemeinschaften. Sie erzählen von mobilen Gehäusen und erinnerten Räumen, von alltäglichen Dinguniversen und häuslichen Klangwelten. In den Medien Fotografie, Video, Malerei und Installation reichen die künstlerischen Ansätze dabei von dokumentarischen Verfahren bis hin zu rein fiktiven Inszenierungen.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen.

Künstlerinnen und Künstler:
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Öffnungszeiten: Di, Mi 10 - 17, Do 10 - 19, Fr 10 - 17, Sa, So 11 - 17 Uhr

Stadtgalerie Kiel
Andreas-Gayk-Str. 31
24103 Kiel
Tel. 0431 / 901-3411

kiel.de/kultur/stadtgalerie


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