Liquid Identities – Lynn Hershman Leeson

Identitäten im 21. Jahrhundert

27. 02. - 5. 06. 2016 | Lehmbruck Museum, Duisburg
Eingabedatum: 23.02.2016

Werkabbildung

Lynn Hershman Leeson, Reach, 1986, Foto/©: Lynn Hershman Leesonbilder

Lynn Hershman Leeson ist eine der international einflussreichsten Medienkünstlerinnen. Seit 2013 ist eine repräsentative Werkgruppe Teil der Sammlung des Museum of Modern Art in New York. In der Ausstellung „Liquid Identities“ tritt ihr Werkkosmos erstmals in Wechselbeziehungen zu Arbeiten von Cindy Sherman, Sophie Calle, Laurie Simmons, Mike Kelley und Paul Thek, die sich in ihrem Werk mit dem Thema der sich in Bewegung befindlichen Identitäten beschäftigen. Auch auf die jüngere Künstlergeneration hat das Werk Hershman Leesons eine nachhaltige Wirkung, wie ausgewählte Arbeiten von Aram Bartholl und Sidsel Meineche Hansen zeigen.

Bereits in ihren ersten Skulpturen, Installationen und Per-formances beschäftigt sich Hershman Leeson mit Themen der Identitätspolitik. Neue Kommunikationswege im Internet geben uns die Möglichkeit selbst geschaffene Identitäten anzunehmen, die Alternativen zu unserer „wirklichen“ Identität sind. Was ist wirklich, was fiktiv und was macht unsere Identität heute aus?
Die Ausstellung „Liquid Identities“ gibt einen umfassenden Einblick in das Werk von Lynn Hershman Leeson und präsentiert ihre wegweisenden Werke der letzten fünfzig Jahre: Von Skulpturen, Fotografien und Rauminstallationen bis hin zu interaktiven und netzbasierten Arbeiten zeigt die Ausstellung, wie sich unsere Vorstellung von Identität auch unter dem Einfluss der Biotechnologien verändert.

Das Lehmbruck Museum präsentierte bereits 1997 Lynn Hershman Leesons frühes Schlüsselwerk „Lorna“ (1979-84) in der ersten musealen Ausstellung interaktiver, digitaler Kunst „InterAct!“. Eine der bedeutendsten interaktiven Installationen der Künstlerin „Room of One’s Own (1993) ist seit dem Jahr 2000 Teil der Sammlung des Lehmbruck Museums. Damit übernimmt das Duisburger Museum eine Pionierrolle in der Ausstellung und Bewahrung digitaler Kunst.


Die Ausstellung „Liquid Identities. Lynn Hershman Leeson“ entsteht im Rahmen einer Kooperation, basierend auf der Ausstellung „Lynn Hershman Leeson. Civic Radar“ – eine Produktion des ZKM |Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.

Lehmbruck Museum
Düsseldorfer Straße 51
47049 Duisburg
lehmbruckmuseum.de

Presse





Daten zu Lynn Hershman:

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

Weiteres zum Thema: Lynn Hershman



European Media Art Festival (23.04.-27.04.03)


Nächste Woche (ab 23.4.) beginnt in Osnabrück eines der größten Multimediaereignisse in Europa mit seinem umfangreichen Programm zu dem Thema "Larger than Life". Das Festival richtet sich an Fachleute aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und natürlich ein interessiertes Publikum ein, sich an fünf Tagen einen Überblick über aktuelle Trends und neueste Entwicklungen der Medienkunst zu verschaffen. Das Programm umfasst u.a. experimentelle Filme, Videos, Performances, multimediale Installationen und neue Arbeiten aus dem Bereich der digitalen Medien wie CD-ROM, DVD und Internet.

Pressemitteilung / Auszug: "Ob Klonschaf Dolly oder fluoreszierend-leuchtende Kaninchen, sie alle sind Produkte neuer Technologien, die unseren Alltag und unsere Gesellschaft nachhaltig verändern werden. Längst hat die Gentechnologie auch in die Kunst Einzug gehalten, werden die Grenzen zwischen Technologie und Kunst verwischt. Mit dem Motto "Larger than Life" hat das EMAF in diesem Jahr Film- und Medienkünstlerinnen und -künstler eingeladen, die diese Entwicklung in ihren Arbeiten reflektieren. Dazu werden im Kinoprogramm des EMAF so unterschiedliche Produktionen zu sehen sein wie der Spielfilm Teknolust (Tilda Swinton in der Hauptrolle) der amerikanischen Regisseurin Lynn Hershman Leeson, in dem eine Forscherin per Computer ihre eigene DNS klont. Oder der Kurzfilm Optimizer Customizer, eine digitale Collage im Stil Monty Pythons, des Niederländers Jan van Nuenen, der das Thema in elf Minuten auf den Punkt bringt.

Kongress
Die fortschreitende Entwicklung der (Bio)Wissenschaften steht auch im Mittelpunkt des Kongresses, der das Festival begleitet. Künstler und Kulturwissenschaftler diskutieren hier, inwieweit diese biotechnologischen Errungenschaften die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie aufheben und damit neue künstlerische Ausdrucksformen schaffen. Prominente Teilnehmer sind u.a. Eduardo Kac (Chicago), bekannt geworden durch die öffentliche Debatte um den genmanipulierten fluoreszierenden Hasen "Alba", und Joe Davis (MIT, Boston), einem Pionier der Anwednug von Gentechnik in der Kunst, der sich seit den 80er Jahren mit der Encodierung von Botschaften in die DNA von Kleinstlebewesen einen Namen machte sowie Prof. Birgit Richard (Frankfurt a.M.) Weitere Gäste: die australischen Bio-Künstler des Tissue Culture & Art Projekts des Kunst/Wissenschaftslabors SymbioticA, die demonstrieren werden, wie sie halb lebendige Skulpturen aus dem Gewebe komplexer Organismen züchten, sowie die kanadische Künstlergruppe Bioteknica, die mit einer Persiflage auf die kommerzielle Verwertung moderner Biotechnologie aufmerksam macht. Moderation: Jens Hauser.

Cinema
Davon, dass Kino ohnehin "größer als das Leben" ist, können sich EMAF-Besucher in 24 Programmen mit insgesamt 108 neuen Produktionen überzeugen. Gezeigt werden Spiel- und Experimentalfilme, Dokumentationen, Kunstvideos, Digitalclips bis hin zu Flashanimationen. Darunter die Deutschland-Premiere des neuen experimentellen Spielfilms Decay of Fiction von Pat O'Neill. Der Amerikaner benutzt die verlassene Ruine des berühmten Luxus-Hotels Ambassador in L.A. als Hintergrund für ein halluzinatives Remake des klassischen Film Noir's der 40er und 50er Jahre. Durch die speziellen Filmtechniken, die O'Neill entwickelt hat, wirken die Schauspieler wie geisterhafte Wesen aus einer anderen, längst verlorenen Zeit.

Ein Beispiel für den Trend des experimentellen Kinos zu längeren Filmen ist der ca. 50minütige Film A Journey to Tarakan des Niederländers Karel Doing. Eine wunderbar dichte Collage von Archiv- und Eigenmaterial, mit der der Regisseur die Spur seines Onkels nachzeichnet, der als junger Soldat 1942 in den niederländischen Kolonien im Krieg gegen die Japaner fiel.
Ein cineastisches Highlight ist auch die neueste Arbeit des englischen Regisseurs und Autors Andrew Køtting. In Mapping Perception steht seine Tochter Eden im Vordergrund, die mit einem genetischen Defekt geboren wurde, der bewirkt , dass sie die Welt extrem verändert wahrnimmt. Durch den virtuosen Umgang mit experimentellen Filmtechniken und digitaler Filmbearbeitung gelingt Køtting ein sehr bewegendes, eindrucksvolles Werk.
Die beiden Kurzfilmprogramme mit den Titeln "The Entertainer" und "The Swing Club" bieten auch dem im experimentellen Kino ungeübten Zuschauer eine Auswahl von visuell anregenden Erfahrungen. Während es im ersten Programm um Künstler geht, die sich selbst darstellen oder andere sich selbst darstellen lassen, ist das zweite Programm dem musikalischen Kurzfilm gewidmet.
Asian cinema - unter diesem Titel zeigt das EMAF eine breit gefächerte Auswahl von Filmen aus Hongkong und Japan, die sich auch beim europäischen Publikum zunehmender Beliebtheit erfreuen.
Vorträge von Lynn Hershman (USA) und Lev Manovich (USA) und die Premiere von Europe in Shorts ergänzen das Programm.
Die besten deutschen Filme und Videos werden mit dem Preis der Deutschen Filmkritik prämiert. Außerdem wird in Osnabrück der Werkleitz Award für hervorragenden Einsatz digitalerMedien in einer internationalen Produktion vergeben.

Retrospektive Michael Snow
Die diesjährige Retrospektive ist dem kanadischen Filmkünstler Michael Snow gewidmet. Snow, 1929 in Toronto geboren, ist einer der bedeutendsten internationalen Experimentalfilmer und der wohl einflussreichste Filmemacher im Bereich des Strukturellen Films.
Darüber hinaus ist er als bildender Künstler und Avantgardemusiker international anerkannt. Snows umfangreiche Filmographie reicht bis ins Jahr 1956 zurück. Der Durchbruch gelang ihm 1967 mit seinem berühmtesten Film Wavelength, der stilbildend für ganze Generationen von experimentellen Filmemachern werden sollte. Die Auseinandersetzung mit filmischer Zeit und Raum ist von zentraler Bedeutung für sein filmisches Gesamtwerk. Mittels Zoom und Kamerabewegung werden Räume durchschritten und erforscht, bisweilen auf derart mechanische Weise, dass seine Filme wie von einer Maschine produziert wirken. Auch scheut er sich nicht, eine in Realzeit 30-sekündige Aktion auf eine Bewegungsstudie von insgesamt 18 Minuten auszudehnen, wie in seinem Film see you later (au revoir) von 1990 zu sehen.
Snows Filme bestechen durch extreme Klarheit: sie lassen oberflächlich Verborgenes sichtbar werden und bieten, wenn man sich die Zeit nimmt, die er durch die Länge der Filme vorgibt, ungewöhnliche und einmalige Seherlebnisse. Dabei stellt Snow stets seine Sicht der Arbeit mit dem Medium Film in den Vordergrund, ohne seinen berühmt berüchtigten Humor zu verlieren, z.B. indem er kleine visuelle ‚Gimmicks' einbaut, die den Filmen trotz ihrer strukturellen Stringenz einen menschlichen und spielerischen Touch verleihen.
Während sich seine frühen Filme oftmals mit der Erforschung kinematographischer Prozesse in urbaner und natürlicher Landschaft befassten, widmet sich Snow in seinen neueren Filmen verstärkt dem Menschen und seiner Präsenz im Raum wie in seinem aktuellen digitalen Spielfilm‚ *Corpus Callosum (2002). Snow wird auf dem EMAF zu Gast sein, seine Filme einführen und dem Publikum zur Diskussion zur Verfügung stehen. Das EMAF zeigt eine für Europa in diesem Umfang bislang einmalige Retrospektive seiner Filme sowie Snows Installation That/Cela/Dat (2002).

Hommage
Mit einer Werkschau wird Egon Monk geehrt. Als Leiter des NDR Fernsehspiels brachte er in den 60er Jahren neue Impulse in die TV-Arbeit ein und entwickelte Fernsehspiele zwischen Inszenierung und Dokumentation, die formal wie inhaltlich nachhaltigen Einfluss auf viele Redakteure, Regisseure und Autoren hatten.

Ausstellung
Mit der Ausstellung in der Kunsthalle Dominikanerkirche bietet das EMAF bis zum 18. Mai, einen Überblick über das gesamte Spektrum der Medienkunst: von Video- und interaktiven Computerinstallationen bis hin zu Medien-Skulpturen. In den Installationen werden die Themen Identität und menschliche Repräsentation, die klassischen Aspekte der bildenden Kunst, aufgenommen und in vielfältiger Weise präsentiert. Dazu gehört die virtuelle Repräsentation des Menschen ebenso wie Arbeiten, die seine nahende biotechnische Reproduktion in den Fokus stellen. In einem weiteren Schwerpunkt der Ausstellung beschäftigen sich bekannte Künstlerinnen und Künstler, aber auch junge Talente der internationalen Medienkunst-Landschaft mit der De-Konstruktion medialer Zeichen und Codes und der Ironisierung der uns umgebenden Bildbotschaften durch den spielerischen Einsatz digitaler Technologien.

Peter Bogers (NL) - Shared Moments
Anne Cleary / Denis Connolly (IRL) - Scènes Du Boulevard
Christian Ziegler (D) - Dis-Place
Björn Melhus (D) - The Oral Thing
Michael Snow (CDN) - That/Cela/Dat
Daniel Canogar (E) - Obscenity of the Surface
Björn Schülke (D) - Nervous
Dirk Hupe (D) - zeichen_ver
Jan van Nuenen (NL) - Optimizer Customizer
Bea de Visser (NL) - Blow up
Andreas Zelle (D) - Die Windharfe

Electronic Lounge
In der Electronic Lounge - ebenfalls in der Dominikanerkirche - werden Arbeiten aus den Bereichen Internet, CD-ROM und DVD präsentiert. Die britische Gruppe the phone book wird neue Präsentationsmöglichkeiten für WAP- und i-mode-Anwendungen für Mobiltelefone präsentieren Streamminister (Berlin ) wird Remote TV, ein interaktives TV- und Internetkonzept vorstellen, zu dem sich Interessierte auch für einen Workshop auf dem EMAF anmelden können.

Hier findet auch vom 24. bis 26. April der VeeJay-Groove statt. Jeweils ab 23 Uhr erzeugen VeeJays aus ganz Europa durch die Verbindung von Sound und aufwendigen Videoprojektionen eine einzigartige Atmosphäre - mal zum Abtanzen, mal zum Chillen.

Juan Manuel Echavarría
In Kooperation mit dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum präsentiert das EMAF den kolumbianischen Videokünstler und Fotograf Juan Manuel Echavarría. In seinen Werken reflektiert er die alltägliche Gewalt in seiner Heimat. In Kolumbien herrscht seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Guerillagruppen unterschiedlicher politischer Lager, lokalen Bürgerwehren und den paramilitärischen Privatarmeen der Drogenbosse. Die rivalisierenden Banden finanzieren sich durch groß angelegte Massen-Kidnappings, bei denen der Kontostand der Opfer längst keine Rolle mehr spielt, sondern nur noch die schiere Zahl der entführter Personen. Ein ganzes Land gerät auf diese Weise in Geiselhaft. In drei Videoinstallationen und einer Fotoserie thematisiert Echavarría die Traumatisierung der einzelnen Betroffenen sowie die tiefe Verunsicherung der gesamten kolumbianischen Bevölkerung.

Performances
Highlight des Programms ist die schweizerische Performance Stage TV, die auf einzigartige Weise Zirkus-Artistik und Jonglage mit den Möglichkeiten der Videotechnik und Computer-Animation verbindet. Freunden der interaktiven Filmperformance sei Cause and Effect empfohlen, bei der das Publikum den Verlauf der Performance mit seinen Reaktionen direkt beeinflusst.

International Student Forum
Im Studentenforum präsentiert das EMAF die aktuellen Arbeiten von Universitäten und Hochschulen aus aller Welt. Kooperationspartner in diesem Jahr ist die Hochschule für Gestaltung und Buchkunst (HGB) Leipzig. In zwei Filmprogrammen reflective media und emotica werden aktuelle Arbeiten von Studierenden aus Europa, den USA und Australien präsentiert. Darüber hinaus zeigt eine Ausstellung Installationen von Studierenden aus Dänemark, Karlsruhe, Stuttgart und Leipzig. Am Hochschultag, dem 24. April, haben Interessierte die Möglichkeit, sich über zahlreiche internationale medienorientierte Studiengänge zu informieren. Präsentieren werden sich Studierende und Lehrende der University of Wales Institute Cardiff, das Media Centre of Art and Design (MECAD) aus Barcelona, die FH Potsdam mit ihrem neuen Studiengang Interface-Design, die Akademie der Bildenden Künste Poznan (Polen), die FH Osnabrück (Studiengang Medieninformatik), Camera Obscura aus Tel Aviv (Israel), und die Hochschule für Gestaltung und Buchkunst (HGB) Leipzig. ..."

weitere Informationen: 0541-21658

Ausstellung bis 18. Mai

emaf.de/tour

Sichtbarkeiten_Zwischen Fakten und Fiktionen, Edith-Ruß-Haus, Oldenburg (21.1.-19.3.06)


[...] dieses ständige Sperrfeuer von Bildern hüllt alles in einen Schleier; wir sehen nichts, wie einer, der im Smog herumgeht. William S. Burroughs, 1986

In einer Gesellschaft, in der Realität vor allem über die Kanäle der Massenmedien vermittelt wird und deren digital produzierte Bilder von Computern analysiert und interpretiert werden, stellt sich die Frage, wie sich heute zwischen Fakten und Fiktionen noch unterscheiden lässt. Die Grenze zwischen Realität und Repräsentation verschwimmt und wird durch mediale Produktionen und Projektionen ersetzt. An die Stelle real erfahrbarer Aktionen und Erlebnisse sind Bildschirmereignisse getreten. Persönliche Erfahrungen werden durch medial vermittelte Meinungen ausgetauscht, die unser Denken und Handeln bestimmen.

Die Ausstellung Sichtbarkeiten_Zwischen Fakten und Fiktionen thematisiert die medialen Wirklichkeitsinszenierungen einer globalen Informationsgesellschaft und hinterfragt den Wahrheitsgehalt der medialen Bilder. Der Status des Visuellen wird dabei auf den Prüfstand gestellt. Die ausgewählten künstlerischen Arbeiten benutzen die Mittel der Simulation und Inszenierung, um Realitätskonstruktionen sichtbar und Fiktionen durchschaubar zu machen. Sie stellen die Frage, wie sich eine immer komplexer werdende Wirklichkeit ohne verharmlosende Repräsentation durch Film und Fernsehen darstellen lässt. Sie handeln vom schmalen Grad zwischen authentischer Erfahrung und inszenierter Authentizität. Die methodischen Ansätze und künstlerischen Strategien reichen dabei vom scheinbar unverfälschten Dokumentarismus bis zur bewussten Irreführung, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Die in der Ausstellung gezeigten künstlerischen Werke benutzen die medialen Formen der Informationsvermittlung, um aus dem Medium heraus die Frage nach Inszenierung und Repräsentation neu zu stellen. Sie legen die Mechanismen der Manipulation offen, mit denen die mediale Konstruktion von Wirklichkeit betrieben wird und entwickeln Gegenstrategien zur gängigen Medienpraxis, indem sie aktiv in die Produktion massenmedialer Bilder eingreifen. In einer Welt der permanenten Reizüberflutung und Übermacht der medialen Bilder lassen sie uns nachdenken über die Bilder selbst und das, was sie uns vermitteln.

KünstlerInnen:
The Atlas Group / Walid Raad, Miriam Bäckström, Shane Cooper, Harun Farocki, Benjamin Heisenberg, Lynn Hershman Leeson, Korpys/Löffler, Marc Lee und Christoph Ganser, Aernout Mik, Michael Najjar, Saskia Olde Wolbers, Sean Snyder, Brian Springer, The Yes Men
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Öffnungszeiten: Di-Fr 14-17 Uhr, Sa-So 11-17 Uhr

Edith-Ruß-Haus für Medienkunst
Katharinenstraße 23, D-26121 Oldenburg
t. +49 (0) 441 - 235 3194
edith-russ-haus.de


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    Burg Halle




    Michael Landy. Out of Order

    Die Ausstellung „Michael Landy. Out of Order“ vereint Werke von 1990 bis heute und umfasst somit sein gesamtes bisheriges Oeuvre. weiter


    Rochelle Feinstein: I Made A Terrible Mistake

    Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Centre d'Art Contemporain in Genf und der Kestner Gesellschaft Hannover die erste Rochelle Feinstein gewidmete Werkschau zu präsentieren. weiter


    Painting 2.0

    Die Ausstellung Painting 2.0: Malerei im Informationszeitalter stellt das ungebrochene Interesse an zeitgenössischer Malerei und die stete Expansion digitaler Technologien in einen überraschenden historischen Zusammenhang: weiter


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    I’LL BE YOUR MIRROR. Screen Tests von Andy Warhol

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    Cy Twombly - IN THE STUDIO

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    Anicka Yi. Jungle Stripe

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    Manfred Paul

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    Die neue Direktorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, steht fest. weiter

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    Die ortsspezifische Ausstellung nimmt das Gesamtensemble des KunstKulturQuartiers auf ungewohnte Weise in den Blick. weiter


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