UNTITLED. THOMAS GENTILLE. AMERICAN JEWELER

JEWELRY. THE OSLO NATIONAL ACADEMY OF THE ARTS

27.02. - 05.06.2016 | Die Neue Sammlung – The Design Museum, München
Eingabedatum: 24.02.2016

bilder

Der seit 1960 in New York tätige Amerikaner Thomas Gentille – 1936 in Mansfield/ Ohio geboren – ist einer der führenden Schmuckkünstler nicht nur in den USA, sondern weltweit. 2016, das Jahr seines 80. Geburtstags, hat Die Neue Sammlung zum Anlass genommen, den Mitbegründer des Autorenschmucks in Amerika zu seiner weltweit ersten umfassenden Ausstellung über sein Lebenswerk einzuladen. Zu sehen sind 180 Schmuckobjekte, Zeichnungen und ein von ihm konzipierter und umgesetzter Film über die beiden wichtigsten Städte in seinem Leben: New York und München. Neuartige Kunststoffe, massives Aluminium und unterschiedlichste Hölzer – Pappmaché, Sägemehl, Seidenfäden, alte böhmische Glaskugeln und Luft statt Gold, Silber und Edelsteinen. Gentille gilt als einer der ersten amerikanischen Schmuckkünstler, der in dieser Konsequenz seit Ende der 50er Jahre unedle Materialien einsetzt und damit die Wertigkeit von Edelmetallen bei der Schmuckgestaltung und -bewertung in Frage stellt. Hochkarätiges Gold dient allein für die Broschierung auf der Rückseite. Das Stück an sich, seine künstlerische Aussage und seine Qualität stehen für Thomas Gentille immer und unumstößlich im Vordergrund. Jedes Stück ein Unikat und handwerkliches Meisterstück – egal ob Brosche, Hals- oder Armschmuck – einzigartig in seiner Nähe zu Skulptur und Architektur. Aus denselben Gründen verweigert Gentille eine Datierung seiner Schmuckarbeiten, die ein frühes Stück allein wegen seines Alters eventuell wertvoller erscheinen lassen könnte als ein jüngeres. Berühmt sind seine Arbeiten in „Eggshell“-Technik, die auf geheimnisvolle Art und Weise auch ohne Verwendung der alten asiatischen Lacktechnik ein Oberflächen-Krakelée auf seinen Arbeiten entstehen lässt – es bedurfte Jahre des Ausprobierens und Erlernens dieser Technik, um – mit seinen Worten zu sprechen – der „soul of material“ endgültig habhaft zu werden.
Die Ausstellung entsteht in enger Kooperation mit dem Künstler und wird im zweiten Obergeschoss der Rotunde in der Pinakothek der Moderne eingerichtet. Stücke von Thomas Gentille finden sich unter anderem im Metropolitan Museum of Art, New York, Cleveland Museum of Art, Philadelphia Museum of Art, Museum of Fine Arts, Houston, National Gallery of Victoria, Melbourne, Victoria & Albert Museum London und in der Neuen Sammlung in München.

Seit 2010 lädt Die Neue Sammlung – The Design Museum jedes Jahr eine der führenden Schmuckklassen der Welt ein, mit einer Ausstellung zu Gast in der Pinakothek der Moderne zu sein – Seite an Seite mit Thomas Gentille, einem der Altmeister des Autorenschmucks.
Nach extraordinären Ausstellungen der Klassen des Royal College (London), der Academy of Arts, Architecture and Design (Prag), dem Ädellab der Konstfack (Stockholm), der Akademie der Bildenden Künste (München), der State University of New York at New Paltz und dem Hiko Mizuno College (Tokio) ist es 2016 die Schmuck- und Metallklasse der Oslo National Academy of the Arts mit ihrem Lehrer Sigurd Bronger. Jüngste Arbeiten der Schmuckklasse werden gezeigt, die den Körper als ein erzählerisches Medium einsetzen, das dem Schmuck – auf unterschiedlichste Art und Weise – Perspektiven öffnet, die nicht immer nur der „Verschönerung“ dienen. Dieser Betrachtungswechsel ist gewollt: Die Idee mit Hilfe des menschlichen Körpers ein Statement abzugeben, ihn als Galerie für Schmuckobjekte einzusetzen, kontrastiert stark mit der allgemeinen Vorstellung über den menschlichen Körper und zeitgenössischen Ausdrucksformen. Im Department of Metal and Jewelry in Oslo wird versucht, unterschiedliche künstlerische Wege zu gehen, um Körper und Materialität besser zu verstehen, und so neue Ansatzpunkte zu finden, Autorenschmuck in die Gesellschaft hineinzutragen.


Die Neue Sammlung – The Design Museum
München
die-neue-sammlung.de/


Presse










Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    Burg Halle


    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    Atelier




    Rachel Rose

    Eine Arbeit beginnt mit einem alltäglichen, oft unterschwelligen Gefühl. Das Werk wird zu einer Chance, etwas über einen anderen Ort und eine andere Zeit zu erfahren und zu überlegen, wie diese mit der Gegenwart verbunden sein könnten weiter


    Ed Atkins. Corpsing

    Ed Atkins (*1982 in Oxford, GB) gilt als Pionier einer jungen Künstlergeneration, die mittels digitaler
    Bildtechnik eine hyperreale, teilweise verstörende Bildwelt erschafft weiter

    Zurich Art Prize 2017 geht an Marguerite Humeau

    Marguerite Humeau (geb. 1986 in Frankreich, lebt in London) ist in den letzten Jahren mit ihren grossformatigen, organisch und kreatürlich anmutenden Skulpturen bekannt geworden, die sie in farbig gestalteten Räumen präsentiert. weiter

    Studieninformationstag 2017 - Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK)

    Im Mittelpunkt stehen dabei besonders die grundständigen Studiengänge, die zu einem ersten Hochschulabschluss führen wie: Freie Kunst - KUNST.Lehramt - Darstellendes Spiel ... weiter


    I like Fortschritt - Deutsche Pop Art Reloaded

    Die amerikanische Pop Art erfreut sich mit Protagonisten wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Tom Wesselmann bis heute großer Anerkennung. Doch die Pop Art war keine amerikanische Erfindung, ... weiter

    Max Ernst Stipendium 2017 an Serena Alma Ferrario

    Die Jury des Max Ernst-Stipendiums sprach den Kunstpreis 2017 im 47. Jahr seines Bestehens der in Braunschweig lebenden und arbeitenden Serena Alma Ferrario zu. weiter


    Wade Guyton - Das New Yorker Atelier

    Wade Guyton hat in den letzten beiden Jahren eine neue Bildserie geschaffen, die im Museum Brandhorst erstmals in ihrer ganzen Breite und Komplexität vorgestellt wird. weiter

    Ingrid Wiener – Gobelins und Traumbilder

    Ingrid Wieners künstlerisches Schaffen reicht von Gobelins über Fotografien, Aquarellen, Zeichnungen, Texten bis hin zu Koch- und Gesangsperformances, Schallplatten und Filmen (u.a. mit VALIE EXPORT und Oswald Wiener). (Anzeige) weiter


    Sculpture 21st: Danica Dakic

    Was ist Skulptur? Die Künstlerin Danica Dakic(*1962) fragt mit ihrem neuesten Projekt MISSING SCULPTURE nach einer (verlorenen) Skulptur der Zukunft. weiter

    Herbert Nauderer - Parasite Island_mausmannsland

    Der Mausmann – eine Art Alter Ego des Künstlers Herbert Nauderer – führt den Betrachter nicht nur durch dessen multimediale Ausstellung, sondern auch durch eine unheimliche, teils verstörende Parallelwelt menschlichen Seelenlebens weiter


    Ute Friederike Jürß

    Ute Friederike Jürß (*1962) stellt zwei großformatige Videoprojektionen und eine neue, in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Feridun Zaimoglu realisierte Audioarbeit vor ... weiter

    Sarah Lehnerer SOFT . STRANDS . CHICKS

    Die Ausstellung im Kunstverein Göttingen folgt einem literarischen Prinzip, Sarah Lehnerer ist dabei Autorin und Leserin in einer Person und legt die eigene Subjektivität als Spur, als Strang ... weiter


    Juergen Teller

    Mit seiner großen Einzelausstellung im Kunstpalais Erlangen kehrt Juergen Teller zurück in seine Heimat und somit zu den Wurzeln seiner internationalen Karriere. weiter


    MK Kaehne: Paranoia. That is my business.

    In ihrem Foyer widmet die Stadtgalerie Kiel dem Künstler MK Kaehne eine Ausstellung mit Objekten und Installationen. weiter


    Mathias Lanfer, SPAMS

    Vom 21. Januar bis 5. März 2017 präsentiert der Skulpturenpark Waldfrieden in der Ausstellung SPAMS Werke des Bildhauers Mathias Lanfer. Er bedient sich archaischer Bearbeitungstechniken, um die Skulpturen der titelgebenden Werkgruppe zu erschaffen. weiter