Als Altar- und Andachtsbild spielt das Triptychon seit dem Mittelalter in der abendländischen Kunst eine zentrale Rolle. Ende des 19. Jahrhunderts erfährt es als Bildformat eine erstaunliche Wiederbelebung: Einige Künstler knüpfen an das christliche Leidensmotiv an, andere laden säkularisierte Themen mit der »Pathosformel« auf. Unter dem Eindruck der beiden Weltkriege haben sich vor allem Otto Dix, Max Beckmann und Francis Bacon mit dieser Bildgattung auseinander gesetzt. Auch viele Künstler der jüngeren Generation, darunter Jonathan Meese, Damien Hirst, Ricarda Roggan oder Yehudit Sasportas, wählen das Triptychon als traditionsbeladenes, aber höchst reizvolles Format, das Offenheit und Geschlossenheit zulässt. Ist dies Zeichen einer neu erwachten Sehnsucht nach Spiritualität oder nach einer Vollkommenheit, die letztlich im Streben nach dem – lange verpönten – »Meisterwerk« ihren Ausdruck findet?
Die durchgehend farbig bebilderte Publikation zeigt exemplarisch Wandel und Aktualität dieses wirkungsmächtigen Bildtypus.
Ausstellung: Kunstmuseum Stuttgart 7.2.–14.6.2009
Drei
Das Triptychon in der Moderne
Hrsg. Marion Ackermann, Text von Marion Ackermann, Wolfgang Ullrich, Joachim Valentin u.a.
Deutsch
2009. 328 Seiten, 100 farbige Abb.
24,00 x 29,00 cm
gebunden mit Plakat-Schutzumschlag
Erscheinungstermin: Februar 2009
ISBN 978-3-7757-2327-5
ca. € 39,80 CHF 69,00
Hartwig Piepenbrock, ein Interview mit dem Sammler (Jan 03) Der Unternehmer und Kunstsammler Hartwig Piepenbrock gründete 1988, anläßlich des 75jährigen Firmen-Jubiläums, die nach ihm benannte Kulturstiftung, deren Engagement sich u.a. auf den höchstdotierten Skulpturen Preis in Europa - den "Piepenbrock Preis für Skulptur" -, den "Piepenbrock Nachwuchspreis für Bildhauerei" (beide werden in Berlin verliehen) und auf Aktivitäten an der Universität Osnabrück erstreckt.
Im folgenden lesen Sie ein . . .
Sigmar Polke - Museum Frieder Burda , Baden-Baden (noch bis 13. Mai 2007) Mit Sigmar Polke präsentiert das Museum Frieder Burda in Baden-Baden einen der weltweit wichtigsten deutschen Künstler der Gegenwart. Die Ausstellung vom 3. Februar bis zum 13. Mai 2007 wird mit über 170 Arbeiten die international größte Polke-Retrospektive seit vielen Jahren sein. Titel: "Polke - Eine Retrospektive. Die Sammlungen Frieder Burda, Josef Froehlich, Reiner Speck". Die Ausstellung im Museum Frieder Burda führt diese drei bedeutenden Polke-Sammlungen zusammen.
Das durch Experimentierfreude und Stilpluralism . . .
Als Altar- und Andachtsbild spielt das Triptychon seit dem Mittelalter in der abendländischen Kunst eine zentrale Rolle. Ende des 19. Jahrhunderts erfährt es als Bildformat eine erstaunliche Wiederbelebung: Einige Künstler knüpfen an das christliche Leidensmotiv an, andere laden säkularisierte Themen mit der »Pathosformel« auf. Unter dem Eindruck der beiden Weltkriege haben sich vor allem Otto Dix, Max Beckmann und Francis Bacon mit dieser Bildgattung auseinander gesetzt. Auch viele Künstler der jüngeren Generation, darunter Jonathan Me . . .
Botticelli - Bildnis, Mythos, Andacht Die anmutige Schönheit seiner Frauengestalten, die humanistische Prägung und höfische Festlichkeit seiner Malerei machen die Werke des Sandro Botticelli (um 1445–1510) zum Inbegriff der Florentiner Kunst im Goldenen Zeitalter der Medici-Herrschaft unter Lorenzo il Magnifico.
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Alberto Giacometti (1901–1966) entstammt einer berühmten Künstlerfamilie: Sein Vater Giovanni Giacometti (1868–1933), einer der führenden Schweizer Nachimpressionisten, war sein vielleicht einziger wirklicher Lehrer. Der Bruder Diego (1902–1985), engster Mitarbeiter und Modell Albertos, wurde nach dessen Tod für seine Möbel und Skulpturen bekannt.