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Der Kunstraum Potsdam bittet zum RealitätsCheck

31.08. - 06.10. 2019 | Kunstraum Potsdam
Eingabedatum: 23.08.2019

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Julian Röder oT (Basel 7), 2017-18 Archival Pigment Print 103 x 154 courtesy Julian Röder/Galerie Russi Klennerbilder

Mit 42 künstlerischen Positionen der gemeinnützigen Sammlungsplattform Art’Us Collectors‘ Collective e.V. und sechs aktuellen Arbeiten von Potsdamer Kunstschaffenden wird die Vielschichtigkeit von Realität und Realitätswahrnehmung in der Ausstellung „RealitätsCheck“ dekliniert und diskutiert.

Ausgehend von den aktuellen Veränderungen in unserer Gesellschaft hat sich ein breiter Diskurs entwickelt, der sich mit dem Umgang, der Nutzung und der Instrumentalisierung von Informationen beschäftigt. Es geht um die Wahrnehmung und Veränderung von Informationen und somit von Realität. Die Ausstellung „RealitätsCheck“ im Kunstraum Potsdam, kuratiert von Mike Geßner, widmet sich dieser Problematik und wirft ein besonderes Augenmerk auf den Beitrag, den Künstlerinnen und Künstler in ihrer aktuellen Produktion zu diesem Diskurs leisten.

Realität anzunehmen und widerzuspiegeln, sie durch einen sublimen Prozess zu verarbeiten oder sich schlicht der Realität zu entziehen, sind nur einige der sehr unterschiedlichen Ansätze, die Kunstschaffende wählen, um eine für sie adäquate Umgangsweise und Ausdrucksform zu finden. Der „RealitätsCheck“ zeigt die Bandbreite der Konfrontation mit Realität in der zeitgenössischen künstlerischen Praxis.
Für die Ausstellung wurden 42 Positionen aus der Sammlung des gemeinnützigen Art´Us Collectors´ Collective ausgewählt und um Arbeiten von sechs Potsdamer Künstlerinnen und Künstlern ergänzt. Es ist eine breit angelegte Präsentation, die sich aus international renommierten Positionen und den hochkarätigen Beiträgen lokaler Kunst, die eigens für die Ausstellung konzipiert und umgesetzt wurden, zusammensetzt.

Der „RealitätsCheck“ gliedert sich in fünf Sichtachsen, die die Herangehensweise an und den Umgang mit Realität beleuchten:
Die Fotokünstlerin Viktoria Binschtok steht mit ihrer Serie „World of Details“ auf Basis von foto-digitalen Fundstücken aus dem Netz beispielhaft für die TRANSFORMATION VON REALITÄT.
Der Bereich HYPER REALITÄT spiegelt die Umwelt ungeschönt und hart wider, wie es der Künstler Thomas Hirschhorn beispielsweise in seiner installativen Arbeit umsetzt.
Die subjektive Realität ist Gegenstand der Sichtachse MIKRO-REALITÄT – stellvertretend hierfür steht John Bock mit einem Blick in seine ganz intime Innenwelt.

Um eine formale Abwendung von der gegenständlichen Umwelt geht es in der ABSTRAKTEN REALITÄT – Katharina Grosse repräsentiert unter anderem gemeinsam mit konstruktivistischen Arbeiten von Bernard Piffaretti und Natalia Załuska dieses Ausstellungskapitel.
Die VIRTUELLE REALITÄT findet durch die neuen technischen Möglichkeiten erst seit kurzem Zugang in die künstlerische Praxis. Der „RealitätsCheck“ repräsentiert dieses neue Feld mit einer Arbeit von Simon Speiser aus dem Jahr 2017.
In den einzelnen Ausstellungskapiteln stehen sich Arbeiten gegenüber, die auf formale und inhaltliche Weise eine der Perspektiven beleuchten. Durch die individuellen Sichtweisen und unterschiedlichen medialen Herangehensweisen gehen die einzelnen Arbeiten im Zusammenspiel über eine reine Darstellung aktueller Kunstproduktion hinaus und bereichern die aktuelle gesellschaftliche Debatte.
Zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.

Der Kunstraum Potsdam zeigt in einem umgebauten ehemaligen Husaren-Pferdestall zeitgenössische Kunst internationaler Orientierung. Der Kunstraum bietet ein Forum aktueller Bildender Kunst und ihrer Grenzbereiche, das ästhetisch und gesellschaftlich wichtige Fragestellungen reflektiert und außergewöhnliche Projekte realisiert. Kommunikation und Austausch bilden dabei wichtige Faktoren.
Pro Jahr zeigt der Kunstraum Potsdam ca. acht Ausstellungen auf 450 Quadratmetern.

Art‘Us Collectors‘ Collective ist der Zusammenschluss passionierter Privatsammler zeitgenössischer Kunst mit der Zielsetzung, die eigenen Sammlungen für Kuratorinnen und Kuratoren verfügbar und damit einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Das Sammlerkollektiv verfolgt keine wirtschaftlichen Interessen, sondern den gemeinnützigen Ansatz, Kunst mit Dritten zu teilen durch die Unterstützung von Ausstellungen und Künstlern. Darüber hinaus organisieren und gestaltet das Kollektiv regelmäßig eigene Ausstellungen. Derzeit setzt sich Art‘Us aus insgesamt vier Sammlungen in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart zusammen.

Kunstraum Potsdam
Schiffbauergasse 4d
14467 Potsdam

www.kunstraumpotsdam.de

Presse




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