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Katinka Bock | Rauschen

Bitte prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten | Kestner Gesellschaft, Hannover
Eingabedatum: 07.03.2020

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Im Frühjahr ist Katinka Bocks (*1976 in Frankfurt am Main) neuestes Kunstwerk in der Kestner Gesellschaft erleben, das sehr viel mit Hannover zu tun hat: Aus den originalen Kupferplatten der Kuppel des Anzeiger-Hochhauses, eines der Wahrzeichen von Hannover, hat die Künstlerin unter anderem eine spektakuläre, über neun Meter große Skulptur geschaffen. Im Herbst 2019 war die Skulptur bereits im renommierten Ausstellungshaus Anticipation Lafayette in Paris zu sehen.

Ausgangspunkt von Katinka Bocks Arbeiten sind Überlegungen zu Zeitlichkeit und Raum, die auch materielle, historische, soziale und politische Dimensionen mit einbeziehen. Sie verbindet dafür häufig den Außen- und Innenraum miteinander und hebt auch die Trennung von Ausstellungsort und Produktionsstätte auf. Skulpturen und Installationen fertigt sie aus Ton, Bronze oder anderen natürlichen oder gefundenen Materialien. Die Arbeiten können den Eindruck von Flüchtigkeit erwecken oder wie ein die Zeiten überdauerndes Denkmal wirken.

Im Zuge der umfassenden Sanierung 2018-2019 des Anzeigerhochhauses wurden die alten Kupferplatten des Kuppeldachs entfernt und durch neue Platten ersetzt. Die originalen Kupferplatten, mit denen Katinka Bock arbeitet, zeigen deutliche Spuren ihrer Vergangenheit. Der über 90 Jahre entstandene Grünspan hat die Platten, je nach Lage auf der Kuppel, von Dunkelgrün über Türkis bis beinahe weiß gefärbt, wodurch der Eindruck eines abstrakten Gemäldes entsteht. Die Spuren der Vogelkrallen sind unregelmäßige Rillen im Kupfer. Auch der Zweite Weltkrieg hat Dellen hinterlassen. Stellenweise sind Ausbesserungen zu erkennen, die sich wie ein Pflaster auf eine Wunde legen. Diese Spuren erhält die Künstlerin und macht sie zum Bestandteil einer Skulptur, die ausgehend vom Ort und der Geschichte, neue Assoziationsräume schafft.

Das Ausstellungsprojekt wird in Kooperation mit der Stiftung Lafayette, Paris realisiert.

Die Ausstellung wird unterstützt von der Stiftung Niedersachsen und vom Förderkreis der Kestner Gesellschaft sowie mit der freundlichen Unterstützung des Bureau des arts plastiques des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur.

Kuratorinnen: Christina Végh, Lea Altner

Kestner Gesellschaft
Goseriede 11
30159 Hannover
www.kestnergesellschaft.de

Presse



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