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Making Kin

3. 07. - 6. 09. 2020 | Kunsthaus Hamburg
Eingabedatum: 04.07.2020

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Der akute Klimawandel und die damit verbundenen drastischen Prognosen zur Umweltveränderung beschäftigen aktuell nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern mobilisieren mit Bewegungen wie „Fridays for Future“ oder „Extinction Rebellion“ vor allem eine junge Generation und lassen komplexe Fragen mehr denn je in Bildung, Vermittlung, Kunst und Kultur einfließen. Der Mensch greift so massiv in die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse ein, dass die Auswirkungen ein komplettes Erdzeitalter prägen. Folglich befinden wir uns nicht in einer temporären ökologischen Krise, sondern erleben eine irreversible Mutation des globalen Klimas und der Bewohnbarkeit unseres Planeten.

Die aktuelle Pandemie zwingt uns zu der Auseinandersetzung mit einem winzigen Organismus, der in der Lage ist, unser gewohntes Leben in Frage zu stellen. Das Verhältnis von Natur und Mensch ist auf unerwartete Weise ins Wanken geraten. Dies bestärkt uns die drängenden Fragen der Künstlerinnen im Rahmen der Ausstellung Making Kin zu stellen: Wie wollen wir in Zukunft leben und wie kann Natur nicht nur zum Objekt der Anschauung, sondern zugleich zu einem Gegenstand künstlerischen und sozialen Handelns im Sinne einer »politischen Ökologie« werden?

Die Ausstellung versammelt drei junge, außergewöhnliche Künstlerinnen mit einer weitreichenden kunst- und kulturpolitischen Agenda. In der Verbindung unterschiedlicher Medien wie Video, Installation, Performance und Malerei widmen sich Melanie Bonajo, Madison Bycroft und Anne Duk Hee Jordan den gegenwärtigen ökologischen Herausforderungen und untersuchen den Zusammenhang zwischen Ökosystemen und dem menschlichen Einfluss. Sie entwerfen experimentelle und zukunftsorientierte Szenarien, in denen die Abflachung der Artenhierarchien erprobt wird und neue Modelle von Gemeinsamkeit erlebbar werden. Making Kin – Macht euch verwandt! ist eine Formulierung der Wissenschaftsphilosophin Donna Haraway, die uns in ihren Texten zur artenübergreifenden Symbiose auffordert. Humorvoll und spielerisch erforschen die Künstlerinnen in diesem Sinne Gemeinschaftskonzepte, die nicht die Menschheit zum Mittelpunkt erheben, sondern die Gleichwertigkeit innerhalb der Artenvielfalt betonen. Speziell für die Ausstellung im Kunsthaus Hamburg entstehen neue künstlerische Arbeiten.

Kuratiert von Anna Nowak

Kunsthaus Hamburg
Klosterwall 15
20095 Hamburg

www.kunsthaushamburg.de


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