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Veronika Moos. nicht mehr und dann

07.12.2025 - 12.04.2026 | Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach

Eingabedatum: 08.12.2025

Werkabbildung
Bild: Zum Grund, Courtesy the artist, © the artist, Foto: Veronika Moos
Aus organischen Materialien, gefügten Strukturen und vielfältigen Funden aus dem Wasser und von Land entwickelt Veronika Moos eine eigenständige Formensprache. Diese legt den Dingen keine starre Ordnung auf, sondern entfaltet sich im lebendigen Dialog zwischen Künstlerin und Material. Ihre Werke laden dazu ein, genauer hinzusehen und in eine Welt einzutauchen, in der das Flüchtige, Fragile und Widerständige sichtbar und bedeutsam wird.

Die Ausstellung vereint thematisch unterschiedliche Räume, die den künstlerischen Kosmos von Veronika Moos erfahrbar machen. Dabei entfaltet jeder Raum eine eigene Wirkung. Übergreifende Themen wie Licht und Luft, Schwere, Im Fluss, Archiv/Organik oder Blüten und Garten ergeben ein vielschichtiges Bild, in dem Materialität, Ausstrahlung und Narration miteinander verwoben sind.

Ob geknoteter Flachs, schattenwerfende Algen, schwebende Steine oder aufgefädelte Blüten – die Arbeiten von Veronika Moos sind mehr als bloße Objekte. Sie sind Denk- und Erfahrungsräume und ermöglichen eine tiefgehende Auseinandersetzung. Sie werfen Fragen auf, ohne eindeutige Antworten zu geben, und schärfen so die Wahrnehmung für das Verborgene und Fragile. In diesem offenen Dialog entfaltet sich eine stille und zugleich eindringliche ästhetische Erfahrung.

Seit 1993 bietet die Ausstellungsreihe Ortstermin im Kunstmuseum Villa Zanders vertiefende Einblicke in das künstlerische Schaffen der Region und eröffnet immer wieder spannende Perspektiven auf das Spektrum zeitgenössischer Ausdrucksformen.
Die Ausstellung wird kuratiert von Maike Sturm. Es erscheint ein Katalog im Wienand Verlag, Köln.

07.12.2025 - 12.04.2026

Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach

Kunstmuseum Villa Zanders, Konrad-Adenauer-Platz 8, 51465 Bergisch Gladbach

https://villa-zanders.de/

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Verwendung organischer Fundstücke und die Betonung eines prozesshaften Dialogs mit dem Material verorten Veronika Moos' Schaffen in der Tradition der Arte Povera und der Process Art. Ihre Auseinandersetzung mit der Eigenlogik und Fragilität natürlicher Stoffe wie Flachs oder Algen erinnert an post-minimalistische Positionen, die den Fokus vom starren Objekt auf den Entstehungsprozess und die Materialität lenken. Durch die Schaffung von raumgreifenden Installationen, die als sinnliche „Denk- und Erfahrungsräume“ konzipiert sind, untersucht sie zentrale Themen zeitgenössischer Kunst wie Vergänglichkeit, Naturkreisläufe und die Poesie des Flüchtigen. Ihre Werke sind somit keine autonomen Objekte, sondern fragile Gefüge, die die Wahrnehmung des Betrachters für das Übersehene und Widerständige schärfen.
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