Könnt ihr noch? Kunst und Demokratie
18.05. - 18.10.2026 | Schloss Herrenchiemsee
Eingabedatum: 17.05.2026

Ab Mitte Mai ist im Neuen Schloss Herrenchiemsee eine Neuauflage der Ausstellung „Könnt ihr noch? – Kunst und Demokratie" zu sehen. Die Ausstellung knüpft an die positive Resonanz von 2025 an und rückt die drängendsten Fragen unserer Zeit erneut in den Fokus: die Grundwerte unserer Demokratie. Werke von Künstler:innen wie Pablo Picasso, Max Beckmann, Rosemarie Trockel, Joseph Beuys, Maria Lassnig, Gerhard Richter oder Andy Warhol spannen einen Bogen von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart und treten in einen eindrucksvollen Dialog mit der außergewöhnlichen Architektur des Schlosses, das 2025 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. In den historischen Rohbauräumen von Schloss Herrenchiemsee werden in einem einzigartigen Rundgang über 50 Hauptwerke der Sammlung Moderne Kunst der Pinakothek der Moderne präsentiert. In zehn Kapiteln beleuchtet die Ausstellung Themen wie die Werte unserer Verfassung, kreative Selbstentfaltung und die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe. Die Ausstellung nimmt Bezug auf den Verfassungskonvent, der 1948 auf Herrenchiemsee die Grundlage für die deutsche Verfassung schuf.
Der Titel der Ausstellung „Könnt ihr noch?“ zitiert die Tech-Rap-Formation Deichkind und fordert uns dazu auf, die Werte der Demokratie auch in Zeiten wachsender, gesellschaftlicher Spannungen zu stärken.
Im eindrucksvollen Treppenhaus wird eine Neupräsentation der Künstlerin Paloma Varga Weisz gezeigt. Sie zählt zu den führenden Bildhauerinnen der Gegenwart und verbindet in ihren poetischen Arbeiten existenzielle Fragen mit einem sensiblen Umgang mit Materialität. Die eigens für diesen Ort entwickelten Skulpturen treten dabei in einen faszinierenden Dialog mit der historischen Architektur.
Künstler:innen (Auswahl):
Max Beckmann, Joseph Beuys, Lisa Brice, Deichkind, Günther Förg, Sheila Hicks, K. H. Hödicke, Jörg Immendorff, Asger Jorn, Anselm Kiefer, Ernst Ludwig Kirchner, Maria Lassnig, Henri Laurens, Inge Mahn, Henry Moore, A. R. Penck, Pablo Picasso, Sigmar Polke, Judit Reigl, Gerhard Richter, Rosemarie Trockel, Paloma Varga Weisz, Andy Warhol u. a.
Kuratiert von Verena Hein, Anja Heitzer und Oliver Kase
Der Titel der Ausstellung „Könnt ihr noch?“ zitiert die Tech-Rap-Formation Deichkind und fordert uns dazu auf, die Werte der Demokratie auch in Zeiten wachsender, gesellschaftlicher Spannungen zu stärken.
Im eindrucksvollen Treppenhaus wird eine Neupräsentation der Künstlerin Paloma Varga Weisz gezeigt. Sie zählt zu den führenden Bildhauerinnen der Gegenwart und verbindet in ihren poetischen Arbeiten existenzielle Fragen mit einem sensiblen Umgang mit Materialität. Die eigens für diesen Ort entwickelten Skulpturen treten dabei in einen faszinierenden Dialog mit der historischen Architektur.
Künstler:innen (Auswahl):
Max Beckmann, Joseph Beuys, Lisa Brice, Deichkind, Günther Förg, Sheila Hicks, K. H. Hödicke, Jörg Immendorff, Asger Jorn, Anselm Kiefer, Ernst Ludwig Kirchner, Maria Lassnig, Henri Laurens, Inge Mahn, Henry Moore, A. R. Penck, Pablo Picasso, Sigmar Polke, Judit Reigl, Gerhard Richter, Rosemarie Trockel, Paloma Varga Weisz, Andy Warhol u. a.
Kuratiert von Verena Hein, Anja Heitzer und Oliver Kase
18.05. - 18.10.2026
Schloss Herrenchiemsee
Schloss Herrenchiemsee, 83209 Herrenchiemsee
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung verortet sich an der Schnittstelle von politischer Ikonografie und ortsspezifischer Raumaneignung, indem sie die rohen Backsteinräume des monarchischen Schlosses Herrenchiemsee als symbolischen Resonanzraum für demokratische Diskurse aktiviert. Der kuratorische Bogen spannt sich von der Klassischen Moderne (Picasso, Beckmann, Kirchner), die historische Brüche und die Bedrohung der Freiheit reflektiert, über die gesellschaftskritischen Nachkriegspositionen von Beuys, Richter oder Warhol, bis hin zu zeitgenössischen, körper- und materialbezogenen Diskursen bei Lassnig, Trockel und Varga Weisz. Gattungsübergreifend treten Malerei, Pop-Art, Neo-Expressionismus und poetische Skulptur in einen bewussten Kontrast zur Repräsentationsarchitektur des 19. Jahrhunderts. Durch die Verknüpfung von Joseph Beuys' „erweitertem Kunstbegriff“ mit dem historischen Ort des Verfassungskonvents von 1948 formuliert die Schau eine eindringliche These: Kunstgeschichte wird hier nicht als abgeschlossener Kanon verstanden, sondern fungiert als kontinuierliches, partizipatives Instrument zur kritischen Selbstvergewisserung einer resilienten Gesellschaft.








