BMW Photo Award: Viktoria Binschtok, Harald Kirschner, Jay Ritchie
11.06. - 13.09.2026 | Museum der bildenden Künste Leipzig
Eingabedatum: 10.06.2026

Seit 2024 werden mit dem BMW Photo Award Leipzig alle zwei Jahre Künstler*innen gefördert, die entweder einen biografischen Bezug zu Leipzig und der Region haben oder sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit der Stadt und ihrer Umgebung auseinandersetzen. Voraussetzung ist die Arbeit im Medium Fotografie oder verwandten Bildmedien. Die jeweils drei Preisträger*innen ermittelt eine wechselnde, international besetzte Vorschlagsjury, bestehend aus Künstler*innen, Kurator*innen, Kunsthochschulprofessor*innen und anderen Fachleuten. Der Preis ist mit 5.000 € je Künstler*in dotiert und mit einer gemeinsamen Ausstellung inklusive Katalog im MdbK verbunden.
Mit Viktoria Binschtok, Harald Kirschner und Jay Ritchie erhalten drei ganz unterschiedliche Künstler*innen den BMW Photo Award Leipzig 2026. Sie gehören nicht nur verschiedenen Generationen an, sondern bedienen sich auch grundverschiedener fotografischer Arbeitsweisen, wobei jeder dieser Ansätze eine wichtige Tradition der jüngeren Leipziger Fotogeschichte repräsentiert.
Mit Viktoria Binschtok, Harald Kirschner und Jay Ritchie erhalten drei ganz unterschiedliche Künstler*innen den BMW Photo Award Leipzig 2026. Sie gehören nicht nur verschiedenen Generationen an, sondern bedienen sich auch grundverschiedener fotografischer Arbeitsweisen, wobei jeder dieser Ansätze eine wichtige Tradition der jüngeren Leipziger Fotogeschichte repräsentiert.
11.06. - 13.09.2026
Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig
Presse
Kontext
Einordnung:Die Auszeichnung von Viktoria Binschtok, Harald Kirschner und Jay Ritchie veranschaulicht paradigmatisch die historische und methodische Heterogenität der Leipziger Schule der Fotografie. Dieser intergenerationelle Querschnitt markiert einen präzisen Brückenschlag von der klassischen, dem sozialdokumentarischen Realismus verpflichteten Autorenfotografie eines Harald Kirschner hin zu zeitgenössischen, konzeptionellen Bildstrategien. Während die ältere Generation die humanistisch geprägte, dokumentarische Tradition Ostdeutschlands repräsentiert, steht eine Position wie die von Binschtok für die medienreflexive Befragung der Fotografie im postdigitalen Zeitalter von Algorithmen und globaler Bildökonomie. Im Zusammenspiel mit Ritchie entfaltet sich so ein Diskurs, der die regionale Verortung transzendiert und den allgemeinen kunsthistorischen Paradigmenwechsel des Mediums spiegelt: von der analogen Zeugenschaft des urbanen Raums hin zur Erforschung des fotografischen Bildes als erweitertes, vernetztes Medium.









