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Jamel Shabazz. New York Moves and Black Communities

11.07. - 13.09.2026 | Museum für Photographie Braunschweig

Eingabedatum: 11.07.2026

Werkabbildung
Abb.: Jamel Shabazz, The Righteous Brothers, New York City, 1981 © Jamel Shabazz, Courtesy Galerie Bene Taschen, Köln
Die Ausstellung New York Moves and Black Communities zeigt erstmals in Deutschland als Museumsausstellung zentrale Werkgruppen von Jamel Shabazz (*1960). Zu sehen sind Schwarzweiß- und Farbfotografien aus den frühen 1980er-Jahren, frühe Fotoalben sowie Publikationen des in Brooklyn, New York, lebenden Fotografen.

In Brooklyn geboren und aufgewachsen, begann Jamel Shabazz in den späten 1970er Jahren, Menschen zu fotografieren, denen er auf den Straßen New Yorks begegnete. Seine Porträts entstehen seither weitgehend im öffentlichen Raum und fügen sich ein in die Tradition des Genres der Street Photography. Seit fast fünf Jahrzehnten fokussiert sich Jamel Shabazz dabei auf Menschen der Black und Latinx Communities und ihre Lebensmomente in New York. Seine Porträts lassen stets Empathie und Nähe erkennen, stellen kompositorisch besondere Bildmomente im Stadtraum dar, der für viele der in seinen Porträts vorgestellten Personen zum Lebensraum der sozialen Interaktion und Bühne zur Entwicklung der eigenen Identität wird. Das Leben auf der Straße, Begegnungen in Metros und in Wohngebieten, individuelle Modestile und prägnante Posen werden zu besonderen und authentischen Bildmomenten. Immer wieder sind es – auch davon zeugen die Bilder – die Black Communities, die wichtige Impulse für später weltweite Stilentwicklungen geben. In Verbindung mit Jugend- und Musikbewegungen wie Hip-Hop, Tanzformen wie Breakdance sowie modischen Ausdrucksformen in der Streetwear- und Graffitiszene haben sie nachhaltige kulturelle Kontexte geschaffen und entscheidend geprägt. Die Fotografien von Jamel Shabazz schaffen es, die positiven Lebensenergien und Lebensmomente von Minderheiten und oftmals durch ihre Hautfarbe sozial benachteiligten Personen trotz deren oftmals sozialkritischer Lebensumstände zu erkennen.

11.07. - 13.09.2026
Museum für Photographie Braunschweig, Braunschweig

Helmstedter Straße 1, 38102 Braunschweig

https://www.photomuseum.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Jamel Shabazz verortet sich mit seinem Werk tief in der Tradition der amerikanischen *Street Photography*, erweitert das Genre jedoch entscheidend um eine empathische, partizipative Insider-Perspektive. Anstatt als distanzierter Beobachter den flüchtigen Moment zu suchen, nutzt er die Kamera im urbanen Raum New Yorks als Werkzeug der sozialen Interaktion und des *Empowerments*. Kunsthistorisch und soziologisch markieren seine Schwarz-Weiß- und Farbfotografien der 1980er-Jahre ein essenzielles visuelles Archiv, das die Genese späterer globaler Popkulturen wie Hip-Hop und Streetwear dokumentiert. Shabazz erhebt die Straße zur Bühne der Identitätsfindung für die marginalisierten Black und Latinx Communities, wobei das bewusste, oft stolze Posieren seiner Protagonisten der rassistischen und sozialen Benachteiligung eine positive Lebensenergie entgegensetzt. Die Präsentation früher Fotoalben rückt sein Werk zudem in die Nähe der *Vernacular Photography* (Alltagsfotografie) – eine Praxis, durch die sich Minderheiten abseits des dominierenden, oft weißen bürgerlichen Blicks eine selbstbestimmte Repräsentation und ein eigenes kulturelles Gedächtnis erschaffen.
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