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Paul Wunderlich - Provokation durch Erotik


Eingabedatum: 08.02.2013



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Insbesondere durch die Darstellung von Erotik, Tod und Verfall wurde Paul Wunderlich berühmt. Dem Lithografen, Maler, Zeichner, Bildhauer und Grafiker gelang als einzigen deutschen Künstler die Aufnahme in die französische Académie des Beaux Arts.

Auf dem Weg zum Künstler

Am 10. März 1927 in Eberswalde geboren, war Paul Wunderlich zunächst als Flakhelfer im Einsatz. Nach der Kriegsgefangenschaft folgte er seiner Mutter nach Eutin, wo er Abitur machte und sich durch den Besuch der Schlosskunstschule erstmals ernsthaft mit Kunst beschäftige. Von 1947 an war er an der Kunstschule in Hamburg eingeschrieben, die er 1951 abschloss und im Anschluss einen Lehrauftrag an der dortigen Hochschule für Bildende Künste erhielt. Es folgten erste Drucke (Radierung und Lithographien) für Emil Nolde und Oskar Kokoschka.

Kunst und Kommerz

Um 1959 entwickelte er seinen typischen Stil, der als neusurrealistisch beschrieben wird. In erster Linie tat er sich durch Lithografien hervor, darunter der berühmte erotische Zyklus "qui s'explique", der 1960 beschlagnahmt und später vom New Yorker Museum of Modern Art gekauft wurde. Zudem schuf er Plastiken und Objekte, malte, zeichnete und entwarf Alltagsgegenstände wie Geschirr und Möbel. Verschiedene Kunstrichtungen wie Jugendstil und Art Déco flossen in sein Schaffen ein und mehrere Arbeiten Dürers verfremdete er. Seine Werke stellte er weltweit aus und erhielt Auszeichnungen dafür. Hauptthema seines Schaffens ist die Erotik, häufig mit Anklängen an die Mythologie. In der Darstellung verstümmelter und disproportionierter Körper zeigt er den Menschen als geschundene Kreatur, die von der Sexualität bedroht wird.

Und sonst?

1971 heiratete er die Fotografin Karin Székessy, mit der er eine Tochter hatte und gemeinsame Kunstprojekte verwirklichte. Bis zu seinem Tod nach kurzer, schwerer Krankheit am 6. Juni 2010 in der Provence, blieben die beiden verheiratet. In Eberswalde wurde 2007 sein Engagement für seine Geburtsstadt mit der Eröffnung des Paul-Wunderlich-Hauses gewürdigt, das eine Dauerausstellung seiner Werke beherbergt.

Wunderlichs Werke wirken bis heute und werden stets in entsprechenden Ausstellungen (2012 in der Hamburger Kunsthalle) wieder aufgegriffen. Einige Plastiken wurden sogar als Vorlage zur Herstellung einmaliger Bronzeskulpturen (wie von der Edition Strassacker) verwendet.



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