Anzeige
me



art@science

24. 10. - 11. 12. 2014 | Marburger Kunstverein
Eingabedatum: 28.10.2014

vorher: art@science

In der Ausstellung des Marburger Kunstvereins trifft Wissenschaft auf Kunst: Ulysses Belz, Ingrid Hermentin und Norbert Pümpel präsentieren unter dem Motto „art@science“ ab dem 24. Oktober drei Positionen der Wissenschaftsästhetik. Die Künstler setzen sich auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise mit aktuellen Methoden und Erkenntnissen verschiedener Forschungszweige auseinander. Kurator der Ausstellung ist der Kunstwissenschaftler Dr. Harald Kimpel (Kassel).

Ulysses Belz (1958 in Mainz geboren) widmet sich der „metakognitiven Malerei“ und dem Problem der Visualisierbarkeit mentaler Prozesse. Er beschäftigt sich in dieser Malerei mit inneren und äußeren Bedingungen von Wahrnehmung und Bewusstsein. Die Bewusstseins-Forscherin Joëlle Proust schreibt, Belz‘ Bilder zielen auf die subpersonalen Mechanismen, welche die Dinge "passieren" lassen. Entgegen der traditionellen Selbstdarstellung von Künstlern als bewussten Autoren ihrer Werke wolle Belz die Bewusstheit seiner Suche und seines Vorgehens mit dem Betrachter seiner Bilder teilen.
Ulysses Belz hat zunächst eine Ausbildung zum Buchrestaurator absolviert, dann an der „Ecole des Beaux-Arts“ in Paris studiert und in Paris, Athen, Madrid und Riga gelebt, bevor er sich 2010 in Deutschland (Bad Arolsen) niederließ.

Ingrid Hermentin (geboren 1951 in Baden-Württemberg) zeigt am Computer generierte Bilder. Diese „Synthetischen Bilder“ (Inkjet-Prints hinter Acryl) nehmen Bezug auf den Forschungszweig der synthetischen Biologie, in dem biologische Systeme erzeugt werden, die in der Natur nicht vorkommen. „Transkriptionen_BioBricks“ lautet der Titel ihres aktuellen Projekts, aus dem neun je neunteilige Module zu sehen sein werden: Transkriptionen, die die Problemfelder der synthetischen Biologie kommentieren. Kurator Dr. Harald Kimpel sagt, Hermentin entwerfe Bildsysteme, „in deren Licht wissenschaftliche Sachverhalte im ethischen Kontext zur Diskussion gestellt werden“.
Ingrid Hermentin lebt seit 1981 in Marburg. Seit 1990 liegt der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit auf Computer-Grafik. Im Marburger Kunstverein war sie bereits 2012 in der Gemeinschafts-Ausstellung „Kunst in Marburg“ zu sehen.

Norbert Pümpel (geboren 1956 in Innsbruck) gründet seine neuesten Arbeiten auf Überlegungen zum „Bose-Einstein-Kondensat“. Dabei zeigt Materie in einem ultrakalten Zustand uns völlig neue Erscheinungsformen und Eigenschaften: Die räumlichen Strukturen zeichnen ein wellenähnliches Bild der Welt. Außerdem werden in Marburg „Fleeting Memorials“ zu sehen sein: Arbeiten auf chinesischem Reispapier, die meist mehrere dünne Farbschichten, verschiedene Öle und Lösungen tragen und die im Laufe der Zeit gewollt sichtbaren, aber nicht exakt kalkulierbaren Veränderungen unterworfen sind.
Norbert Pümpel begann in den 1970er Jahren im Bereich der Concept Art. Seit 1982 ist er als freischaffender Künstler tätig, seit 2008 lebt er in Götzis (Vorarlberg).

Die Ausstellung beginnt am Freitag, den 24. Oktober und endet am 11. Dezember 2014. Wir freuen uns, wenn Sie darüber berichten möchten und laden Sie herzlich zur Vernissage am Freitag, den 24. Oktober 2014 um 18 Uhr ein. Zur Eröffnung spricht der Kurator Dr. Harald Kimpel. Unser Pressegespräch vorab findet am Mittwoch vor der Vernissage, also am 22. Oktober 2014, um 11 Uhr in den Räumen des Kunstvereins statt.

Mit der Bitte um Beachtung: Am 7. November findet zudem um 18 Uhr ein wissenschaftlicher Vortragsabend statt. Professor Dr. Mackillo Kira (Fachbereich Physik der Philipps-Universität) wird zur „Kunst der Quantenphysik“ referieren, Professor Dr. Michael Bölker („LOEWE“-Zentrum für Synthetische Mikrobiologie und Fachbereich Biologie der Philipps-Universität) zum „synthetischen Leben zwischen Natur und Kunst“. Dr. Frieder Schwarzinger vom Kunstverein moderiert den Abend.

marburger kunstverein e.V.

Gerhard-Jahn-Platz 5 (Biegenstraße 1)
35037 Marburg

marburger-kunstverein.de

Presse




Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
vonovia award-teilnahme


Anzeige
Responsive image

Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


Card image cap

UNPREDICTABLE Peter Sandbichler

Gleitende Eröffnung 6. Mai 2021, 16 bis 20 Uhr | Kunstraum Dornbirn

Card image cap

Language for Sale

07. 05. - 07. 06. 2021 | Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg

Card image cap

CLAES OLDENBURG Soft Inverted Q

Städtisches Museum Abteiberg