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SYNCH 03: An Imaginary Audience.

Eine kleine Geschichte der Performancekunst

02. Dezember 2022 – 23. April 2023 | Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Eingabedatum: 30.11.2022

SYNCH 03: An Imaginary Audience.

Jürgen Klauke, Bedingter Reflex, 1990/1992 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Courtesy of the artist, Gallery Hans Mayer, Private Collection.bilder


Die Archivausstellung An Imaginary Audience. Eine kleine Geschichte der Performancekunst an der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden ist Teil der Serie SYNCH und folgt einer Recherche zur Ausstellungsgeschichte der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, betrachtet durch die hier stattgefundenen Performances.

Im Zentrum stehen dabei Performativität als künstlerisches Mittel und der Wandel des Publikums von Rezipient*innen zu Teilnehmer*innen, zu Performer*innen und Nutzer*innen im digitalen Zeitalter. Beobachtungen des Alltagslebens in Baden-Baden, die sozialen Beziehungen, Rituale und Zeremonien der Stadt lassen uns danach fragen, wie sich eine öffentliche Institution und deren Öffentlichkeiten in einer so ausgeprägt "theatralen" Stadt wie Baden-Baden an Performancekunst und Performativität erinnern.

Die in An Imaginary Audience präsentierten Werke der Ausstellungsgeschichte der Kunsthalle fragen nach dem, was bleibt, wenn die physischen Ausstellungen abgebaut wurden und wie sie in unseren Erinnerungen weiterleben. Auf der Grundlage einer Datenanalyse der Ausstellungsgeschichte der Kunsthalle Baden-Baden aus spezifisch geschlechtersensibler Perspektive heraus wird der kritische Versuch unternommen, die Geschichte der Institution von einer "history" in eine "herstory" umzuschreiben.

Dafür werden ausgewählte Arbeiten von Tracey Emin, Rebecca Horn und Eva Koťátková aufgegriffen und in den Mittelpunkt der Werkpräsentation gestellt. Mit Blick auf diesen generationenübergreifenden Dialog erinnert uns Rebecca Horns 90-minütiger Farbfilm La Ferdinanda - Sonate für eine Medici-Villa (1981) an seine bis heute gültigen kontextuellen Bezüge.

Begleitet wird Horns Arbeit durch Emins und Koťátkovás Kunstwerke mit einem starken Fokus auf weibliche Ontologien und die Veränderung körperbezogener Ideologien: Emins Videoarbeit Sometimes the Dress is Worth More Money Than the Money (2000) hat ein starkes Potenzial, in Baden-Baden, der Stadt des “good-good life”, eine neue Bedeutung zu erlangen. Die Videoarbeit wurde noch nie in der Kunsthalle gezeigt, obwohl die Künstlerin hier bereits mehrmals ausgestellt hat. Koťátkovás Skulptur Ear No. 4 (2014) dient außerdem als Beleg für die Tradition einer Verbindung von Sehen und Hören.

Die lebenden Dokumente von Oleg Kulik, Stephan von Huene mit Yasuhiro Sakamoto, Jürgen Klauke, und Emeka Ogboh laden die Besucher*innen dazu ein, verschiedene Zeitspiralen und deren Überlagerung in der Kunsthalle zu erleben. Ein nicht umgesetzter Entwurf der Künstlerin Yael Bartana, die mit den jetzigen Direktor*innen seit Beginn von deren Tätigkeit zusammenarbeitet, kehrt als Erinnerung an den Wandel der konzeptionellen und politischen Ausrichtung des Programms zurück.

An Imaginary Audience verbindet vier Formen der Erinnerung, die zueinander in Beziehung gesetzt werden: Ausstellungsgeschichte, Publikationen, Archivalien und Live-Momente ermöglichen ein mehrdimensionales Nachdenken über Geschichte, Performance und Formen des Archivs. Besucher*innen sind sowohl dazu eingeladen, ihre eigenen Erinnerungen in der Kunsthalle zu hinterlassen, als sie auch online zu teilen. Ein eigens angelegtes digitales Archiv soll die Ausstellung erweitern und sie über ihren Verlauf hin verändern. Eine Verzahnung analoger und digitaler Ebenen ermöglicht es so, institutionelle und gesellschaftliche Formen der Erinnerung zu synchronisieren.

Publikationen dienen in An Imaginary Audience als Gesprächsstoff, um neue Verbindungen zu schaffen und bestehende Kanäle innerhalb unserer Gemeinschaft wieder zu öffnen. So werden Ausstellungsmaterialien, Ephemera, Editionen, frühere Logos und institutionelle Identitäten zusammengebracht, um Körper, Materialien und auch Formen der Dauerhaftigkeit, der Zirkulation, des Austauschs und dessen, was unsere Erinnerungen bewahrt, zu untersuchen.

SYNCH ist eine Ausstellungsreihe der Kunsthalle Baden-Baden, die Gespräche zwischen verschiedenen kreativen Ideen, spezifischen Sammlungen und Formen von Kollektiven vermitteln soll. Ziel ist es, verborgene Verbindungen unter Werken aus unterschiedlichen Kontexten aufzudecken und deren Synchronisierung zu erreichen, indem über gemeinsame Referenzen und gemeinsame historische Erzählungen nachgedacht wird.

Diese Ausgabe von SYNCH wird von Misal Adnan Yıldız zusammen mit dem Designkollektiv Matter of, Johanna Sentef und Dominik Busch konzipiert. Die Beiträge reichen von Forschungselementen, über Konzeption und Rezeption bis hin zu Design und Ausstellung. An Imaginary Audience ein prozessbasiertes Projekt, das sich im Laufe der Zeit in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten, verschiedenen Publikumsgruppen und einer noch zu definierenden Online-Community verändern wird.

Durch den Rückgriff auf die Kunstgeschichte und die Geschichte der Performance ist diese Ausgabe von SYNCH konzeptionell an Jimmy Roberts Einzelausstellung All dressed up and nowhere to go angebunden, die noch bis zum 15. Januar 2023 zu sehen ist.

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8a
Baden-Baden 76530
kunsthalle-baden-baden.de

Presse





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