Ulrich Wüst
Biografische Notizen: Ulrich Wüst
*1949 in Magdeburg Studium an der Hochschule für Architektur und Bauwesen, Weimar, Diplom als Stadtplaner
Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt, Halle an der Saale
Medium:
Fotografie
Ulrich Wüst wurde mit Stadt- und Architekturaufnahmen bekannt. Er fotografierte Magdeburg und andere Orte der DDR, auch das wiedervereinigte Berlin, und ebenso die ländliche Uckermark. Ihn interessiert zum Beispiel die Repräsentation von Macht im öffentlichen Raum. Indem er Details monumentaler Architektur und Sklulpturen abbildet und eine eindeutige Zuordnung verweigert, bricht er unsere Distanz zur Ästhetik der Macht. Ulrich Wüst gilt als einer der wichtigsten Vertreter der ostdeutschen Fotografie. Seine fotografische Sichtweise auf Details von monumentaler Architektur oder Skulpturen als Repräsentation von Macht im öffentlichen Raum entfremdet diese ihrem ursprünglichen Kontext. Seine Aufnahmen entwickeln eine eigene Ästhetik, die sich der Inszenierung von Macht in ihrer Selbstbezogenheit entzieht.
Einzelausstellungen (eine Auswahl):
- Flachland , Schloss Kummerow - Fotografische Sammlung, Kummerow
- Ein Konvolut von Fotografien aus Magdeburg zwischen 1981 und 2000, Kunstmuseum Magdeburg
- Die Pracht der Macht, Kunsthaus Dahlem, Berlin
- In der Stadt, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
- Spätsommer, Lindenau-Museum, Altenburg
Gruppenausstellungen (eine Auswahl):
- Diversität der Moderne. 100 Jahre Groß-Berlin, Haus am Kleistpark, Berlin
- Von Ferne. Bilder zur DDR, Museum Villa Stuck, München
- Restless Bodies, Rencontres internationales de la photographie, Arles, FR
- 1989. The End of the 20th Century, Institut Valencia d´Art Modern, Valencia, E
- Busan Biennale 2018 / documenta 14, Athen und Kassel 2019 /
Sammlungen (eine Auswahl):
- Sammlung DZ Bank Frankfurt
- Sammlung zeitgenössische Kunst der BRD
- Photographische Sammlung, Berlinische Galerie
- Busch-Reisinger Museum, Cambridge, Massachusetts
- Chrysler Museum of Art, Norfolk, Virginia
Interview:
- Annette Schuhmann, Ich will einfach fotografieren und die Dinge nicht verstellen. Ein Interview mit dem Fotografen Ulrich Wüst, in: Visual History, 25.04.2016:
visual-history/wüst
Zitat:
Ich weiß sehr wohl, wie ambivalent die Fotografie ist. Und Fotos, die Dokumentation suggerieren, als dokumentarisch zu bezeichnen, halte ich für hochgradig gefährlich. ... Die Form der Dokumentation ist für mich lediglich eine Annäherung an ein Thema, ein Mittel. Ich will einfach fotografieren und die Dinge nicht verstellen. (Ulrich Wüst)
Künstlerwebsite: Ulrich Wüst
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