Künstlerische Ambitionen für den Nachwuchs

Eingabedatum: 05.03.2020




In einer Zeit, in der Technologie und digitale Medien mehr und mehr dominieren, wird es immer wichtiger, den Kindern zu zeigen, wie viel Freude ihnen das Handwerk bieten kann. Wie es ist, in den eigenen Händen einen Stift oder Pinsel zu halten und etwas selbst zu erschaffen, anstatt die Finger nur zum Tippen und Swipen zu benutzen. Dabei muss man nicht immer mit unvergleichlichem Talent zur Welt kommen, um sich für Kunst begeistern zu können. Denn auch das kann man lernen.

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unsplash@bruce mars

Talent ist nicht alles

Einige Kinder werden schon mit einer gewissen künstlerischen Begabung geboren. Aber auch ohne geerbtes Talent bringt eine gewisse Leidenschaft schon die erforderliche Motivation mit, sich auf einem bestimmten Gebiet verbessern zu wollen. Aber wie soll man die künstlerische Ader bei Kindern und Jugendlichen fördern, wenn die Mittel für die schulische Ausbildung an dieser Stelle zuerst gestrichen werden? Eine Möglichkeit, dem Nachwuchs die Kunst näher bringen zu können, ist z.B. mit einem Privatlehrer malen zu lernen. Die Privatlehrer fördern Schüler deutschlandweit ganz individuell je nach ihren Interessen, und helfen ihnen dabei, selbst künstlerisch aktiv zu werden. Neben Grundkenntnissen zum Zeichnen und Malen, können sie den Schülern auch bestimmte Spezialisierungen näherbringen, wie z.B. abstrakte Malerei, Bildhauerei, Ölmalerei, und vieles mehr.

Niemand sollte entmutigt werden, wenn er oder sie nicht so gut malen oder zeichnen kann wie der talentierte beste Freund. Sowieso sollte nicht das Talent im Vordergrund stehen – schließlich kann jeder Malen und Zeichnen lernen. Vielmehr sollte jedem die Möglichkeit gegeben werden, sich künstlerisch auszudrücken. Jeder findet seine Nische, seinen eigenen Stil und seine eigenen Vorlieben. Die einen malen lieber Gemälde, wollen die Techniken der ganz Großen lernen, andere sich mit kräftigen Farben und expressionistischen Motiven Ausdruck verleihen. Manche sind begeistert von Mangas und Comics und wollen ihre eigenen Geschichten in Bildern erzählen, oder mit klassischen Techniken die Architektur ihrer Stadt festhalten.

Oftmals stehen im Kunstunterricht nicht der künstlerische Ausdruck, sondern die fachliche Umsetzung im Vordergrund. Wenn dann auch noch nur bestimmte, eingeschränkte Themen und Techniken gelehrt und abverlangt werden und die Mühe mit einer schlechten Note bewertet wird, ist das frustrierend und entmutigend. Besonders dann ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass sie sich künstlerisch ausdrücken können – egal, was das Zeugnis sagt. Doch wie soll man seine Freude am Gestalten entdecken, wenn man außerhalb der Schule keine Berührungspunkte mit Kunst hat und sich auch niemand im Bekanntenkreis damit auseinandersetzt?

Kunst für das Selbstbewusstsein

Selbst zum Pinsel oder Bleistift zu greifen heißt, selbst etwas zu erschaffen. Zu sehen, was es für Früchte trägt, sich viel Zeit für ein Projekt zu nehmen, schult nicht nur Geduld und Durchhaltevermögen. Es fördert auch das Selbstbewusstsein, am Ende sein eigenes, vollendetes Werk in den Händen zu halten, auf dem Schulflur oder in selbst organisierten Ausstellungen zu bestaunen, präsentiert in einem Rahmen oder auf einem Podest. All die Mühe zahlt sich schließlich aus und die intrinsische Motivation, an seinen Fähigkeiten zu feilen und sie zu erweitern, wächst ganz von allein.

Wenn das Interesse von vorneherein noch gar nicht besteht, gibt es in fast jeder Stadt Museen und Ausstellungen, in denen sich immer mehr darum bemüht wird, die Begeisterung auch bei den jüngeren Generationen zu fesseln. An manchen Schulen finden Exkursionen in Museen statt, oder ein schöner Tag wird für den Aufbau der Staffelei und Leinwand im Freien genutzt. In vielen Städten gibt es zudem bestimmte Tage in der Woche, in denen der Eintritt – vor allem für Schüler – gänzlich entfällt. Aktionen wie diese bringen dem Nachwuchs die Kunst näher – sie müssen nur von ihren Möglichkeiten erfahren.

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unsplash@Tanaphong Toochinda

Bildende Kunst

Um Kinder in Berührung mit Kunst zu bringen, ist es nie zu früh. Schon wenn sie ganz klein und die motorischen Fähigkeiten noch nicht ausgebildet sind, haben sie Spaß an Farben und am Klecksen, Schmieren und Kneten. Nicht umsonst muss man als Elternteil stets in der Nähe bleiben, um bekritzelte Wände zu vermeiden. Abgesehen von dieser Sauerei sind dies aber bereits die ersten Schritte, ihnen künstlerische Gestaltung etwas näher zu bringen.

Dabei tut Kunst noch so viel mehr für die Bildung unserer Kinder als ihnen eine Ausdrucksmöglichkeit zu bieten. Oftmals entstehen Gemälde, Zeichnungen und Fotografien im Geiste ihrer Zeit, unterrichten uns über die Geschichte und Kultur des Entstehungslandes und des Künstlers, machen uns auf Probleme aufmerksam oder regen zum Denken an. Kunst öffnet jedem Beschauer und Gestalter unendliche Türen, und auch wenn Kinder und Jugendliche vielleicht noch nicht alles verstehen können, sollten sie davon doch nicht ausgeschlossen werden.

In einer immer schneller werdenden Welt müssen wir unserem Nachwuchs vermitteln, dass es auch in Ordnung ist, mal zu entschleunigen. Dass es auch produktiv sein kann, sich Zeit zu nehmen und dass jeder dazu fähig ist, mit eigenen Händen etwas Wertvolles zu schaffen. Die Augen auch mal vom Bildschirm nehmen, die Welt mit anderen Augen sehen – eine Welt, die durch Kunst so viel bunter und detailreicher wird.

Phillip




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