Rundgänge

Ausstellungen, offene Ateliers, Abschlussarbeiten

Universitäten und Kunsthochschulen öffnen ihre Türen
(Eingabedatum: 09.07.2013)

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Zum Semesterende bricht die Zeit der Kunsthochschulrundgänge wieder an. Wer also Neues entdecken will oder wissen möchte, womit sich die nachfolgende Generation junger KünstlerInnen beschäftigt, hat in den kommenden Tage die Gelegenheit.

zum Beispiel in Berlin:

Sie sind eine feste Größe im Berliner Kultursommer: die Rundgänge an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und an der Universität der Künste Berlin.

Kunsthochschule Berlin Weißensee
13. / 14. Juli 2013, 12 – 20 Uhr
Bühringstraße 20, 13086 Berlin
kh-berlin.de

Universität der Künste Berlin
12. bis 14. Juli 2013
Hardenbergstr. 33
D-10587 Berlin
udk-berlin.de

oder in Halle an der Saale:

Auch die Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle kann wie geplant stattfinden, obwohl das Hochwasser am Campus Design schwere Schäden angerichtet hat.

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
University of Art and Design
20. und 21. Juli 2013
Neuwerk 7 | D-06108 Halle (Saale)
burg-halle.de

oder in Kassel:

In Kassel wird die alljährliche Jahresausstellung der Kunsthochschule Kassel am 17.Juli 2013 / 19 Uhr eröffnet. Während des Kunstfestes präsentieren die Studierenden der Studiengänge Bildende Kunst, Visuelle Kommunikation, Produktdesign, Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft ihre – oftmals interdisziplinären – Arbeiten der Öffentlichkeit.

Kunsthochschule Kassel
18. bis 21. Juli 2013 / Do–Sa 12 bis 21 Uhr / So 12–18 Uhr
Menzelstraße 13–15
34121 Kassel
kunsthochschule-kassel.de

oder in Köln:

Auf dem Rundgang der Kunsthochschule für Medien werden u.a. junge Positionen und aktuelle künstlerische Prozesse, darunter auch zahlreiche Diplomprojekte aus der Bildenden Kunst, Medienkunst, Film und Video, Sound, Performance oder Szenografie gezeigt.

Kunsthochschule für Medien Köln (KHM)
18. bis 21. Juli / Öffnungszeiten: 14 bis 20 Uhr
Filzengraben 2
50676 Köln
www.khm.de

oder in Stuttgart:

Der Rundgang der Kunstakademie Stuttgart wird am 12.07., 18.30 Uhr durch die Rektorin der Kunstakademie, Petra von Olschowski
eröffnet.

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
12.07.-15.07.2013
Akademie-Campus
Am Weißenhof 1
70191 Stuttgart
abk-stuttgart.de

oder in München:

In über 20 Ateliers, in verschiedenen Studienwerkstätten, in den Gängen, Foyers sowie im Außenraum präsentieren Studierende der Klassen für Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie, Schmuck und Gerät, Keramik, Glas, Medienkunst sowie Bühnenbild und -kostüm eigene künstlerische Werke oder Klassenprojekte auf der Jahresausstellung 2013 der Akademie der Bildenden Künste München

Akademie der Bildenden Künste München
Eröffnung FR 19.07.13 | 16:00 Uhr | Foyer im Altbau | Öffnungszeiten MO - FR 14:00 - 21:00 Uhr | SA/SO 11:00 - 21:00 Uhr
Akademiestrasse 2-4
80799 München
mhn.de

chk




Weiteres zum Thema: Rundgang



Dieter Roth Foundation (5.5.02)


Mitten in Hamburg und doch ganz im Verborgenen

errichtete der Schweizer Prozess-Künstler Dieter Roth zwischen noblen Stadtvillen sein Schokoladen-Zucker-Museum. Bis jetzt hatten nur wenige Menschen die Möglichkeit, Roths Schimmelmuseum zu sehen, da es eine ziemlich geheime Existenz als Privatvergnügen seines Besitzers führt.

Die Geschichte beginnt Mitte der 60er Jahre, als sich der renommierte Wirtschaftsanwalt Dr. Phillip Buse mit dem Künstler anfreundete. Buse begann, Roth regelmäßig Arbeiten abzukaufen. Über die Jahre wurde er Roths Mäzen und die beiden beschlossen, ein eigenes Museum für die Sammlung zu errichten. Es sollte ein Ort geschaffen werden, an dem ein repräsentativer Querschnitt durch das Gesamtwerk Roths geboten wird. Da die Kollektion auf Vollständigkeit der einzelnen Werkgruppen angelegt sein sollte – was auch gewährleistet worden ist, hat Roth dafür auch Arbeiten in zweiter Auflage neu angefertigt.
Für dieses Vorhaben erwarb der Sammler ein Grundstück, auf dem ein bereits leer stehendes, ehemaliges Kutscherhäuschen stand. Der feuchte Bau mit seinen schimmeligen Wänden sollte dem geplanten Museum weichen. Als Roth jedoch die alte Remise sah, beschloss er, das alte Gebäude zum Museum zu machen, da der marode Zustand eine ideale Ergänzung zu seinen Kunstwerken war und so ein einmaliges Gesamtkunstwerk entstehen ließ. Aufgrund dessen hat sich eine räumliche Zweiteilung der Sammlung ergeben. Heute befindet sich das eigentliche Dieter-Roth-Museum im Wohn- und Kanzleigebäude von Dr. Buse. Im Gemäuer, das ursprünglich das Museum werden sollte, hat Roth das Schimmelmuseum eingerichtet.

Im ehemaligen Wohnhaus ist die chronologische Hängung der Sammlung von Roth selbst vorgenommen. In den 50ern mit den Frühwerken der Op-Art beginnend, über unterschiedlichste Objekte der 60er, als er begann mit Lebensmitteln zu experimentieren. So entstand auch das erste Auflagenobjekt: «Die Literaturwurst». Hierzu häckselt er Romane und Zeitschriften, die er nicht mochte, und vermischte sie nach einem originalen Wurstrezept mit Gewürzen, Wasser und Fett zu einem Brei, den er dann in einen Wurstdarm presste. Der zuvor ausgeschnittene Titel wurde als Etikett auf die Literaturwurst geklebt, um den Inhalt zu erklären.

Im Schimmelmuseum hat Roth beinahe acht Jahre (1991-98) gekocht und kleine Kunstwerke aus Schokolade und Zucker gegossen und geformt. Dadurch ist eine einzigartige Atmosphäre entstanden, die auch ihren eigenen Geruch entwickelt hat. Die einzelnen Kunstwerke sind teilweise zu großen Installationen zusammengesetzt, wie dem «Selbstturm», der aus in verschiedenen Schokoladensorten gegossenen und aufeinander gestapelten Selbstporträts besteht. Die Schokoladenköpfe sind nach einem Prototypen entstanden, den Roth im Alter von 38 Jahren von sich selbst gemacht hat. Der Selbstturm ist zur größten Installation angewachsen und reicht durch einen Durchbruch in der Decke bis ins obere Stockwerk. Nach dem gleichen Prinzip ist auch noch ein «Löwenturm» aus Schoko-Löwen und einen «Zuckerturm», in dem die Grundformen Löwe und die Selbstporträtbüste aus gefärbtem Zucker kombiniert sind, entstanden.
An dieser Arbeit reizte ihn zum einen das nicht kalkulierbare Verhalten dieser Materialien, zum anderen stellt er damit radikal den klassischen Anspruch des Überzeitlichen an das Kunstwerk in Frage. Roth machte damit den organischen Verfallsprozess zum eigentlichen Kunstwerk.
Der Zerfallsprozess, sozusagen ein «work in progress», ist auch an anderen Werken zu beobachten, wie an den hinter Glas gerahmten Wand- und Bodenpartien oder der süßen Katastrophe «Vom Rhein», einer Landschaft aus gefärbtem Zucker und Spielzeug.
Nach dem überraschenden Tod des Künstlers 1998 kam das Museum zum Stillstand, obwohl dies eigentlich eine falsche Bezeichnung ist, da die Kunstwerke aufgrund der kleinen Tierchen, die seine Kunst unweigerlich anzieht, wortwörtlich weiterlebt. Roth hat es also so eingerichtet, dass es sich selbst weiter entwickeln kann. Eine endgültige Form schließt sein Werkbegriff kategorisch aus. Zeit soll sichtbar werden, bzw. sein. Seit seinem Tod hat die Zerfalls-Komponente allerdings Oberhand gewonnen.

Dirk Dobke, der an seiner Dissertation «Melancholischer Nippes» über die Werkphase von 1960 bis 1975 schrieb, wurde Kurator der Stiftung, die Anfang der 90er von Roth und Buse gegründet wurde. Heute umfasst die Sammlung ca. 500 Originale, 1500 Graphiken, Skizzen und Roths gesamtes literarisches Werk sowie das Schimmelmuseum und ist damit die größte Roth-Sammlung weltweit.


Dieter Roth Foundation
Ansprechpartner: Dirk Dobke
info@dieter-roth-foundation.de
Link: zum virtuellen Rundgang durch die Sammlung
dieter-roth-foundation.com

Lehmbruck Museum (06 / 02)


Der internationale Ruf des Lehmbruck Museums gründet sich im wesentlichen auf drei Faktoren: Der von Manfred Lehmbruck errichteten und von ihm und Klaus Hänsch erweiterten Museumsarchitektur, der Sammlung zur internationalen Plastik und Objektkunst des 20.Jhs, sowie das Zusammenwirken von Architektur und Kunst im Lehmbruck-Trakt.

Geschichte
Den Grundstein für die Sammlung legten weder fürstliche noch kirchliche Institutionen, es waren einzelne Bürger, die 1902 den Museumsverein gründeten, der mit seiner Ankaufs- und Ausstellungspolitik durchaus museale Funktion erfüllte. Wichtige Impulse bekam die Sammlung durch Dr. August Hoff, der u.a. auch den Nachlass Wilhelm Lehmbrucks ins Haus holte, allerdings unter fadenscheinigen Gründen 1933 entlassen wurde. Im Zuge dieser Zeit und ihrer Ereignisse – Entartete Kunst – musste auch das Werk Lehmbrucks aus dem Museum weichen und die Leihgaben der Familie Lehmbruck zurückgegeben werden. Museumsleiter Dr. Ernst D’ham und Dr. Gerhard Händler bauten die Sammlung in den Nachkriegsjahren wieder auf und führten es innerhalb kürzester Zeit zu internationalem Ruhm. Dabei konzentrierten sie sich auf zwei Schwerpunkte: den Aufbau einer internationalen Skulpturensammlung und einer Sammlung deutscher Malerei, die mit Lehmbruck und seinen Zeitgenossen einsetzt und bis in die 70er Jahre reicht – da die Ankaufsmittel reduziert wurden, reichte der Etat nur für einzelne Käufe.

Architektur
1964 eröffnete der Museumsneubau, der vom Manfred Lehmbruck unter dem Namen Wilhelm Lehmbruck Museum im Kant-Park errichtet wurde. Dem künstlerischen Vermächtnis Lehmbrucks hat sein Sohn ein eigenes Gebäude errichtet und dafür eine den Kunstwerken korrespondierende Architektur entworfen, die sich in zwei Gebäudeteile gliedert. Auf der einen Seite die auf die Sammlung zugeschnittene Beton-Glas-Architektur mit dem schwebenden Dach und dem zentralen Lichthof ; auf der anderen Seite die Stahl-Glas-Architektur der Großen Halle, mit ihrem flexiblen Stellwandsystem, die wegen der fast kompletten Rundumverglasung natürliches Licht erhält – im Gegensatz zu den Museumsbauten der 90er, die auf indirektes Licht setzen. Kaum fertiggestellt geriet das Gebäude aufgrund seiner antipodischen Lösung im Rahmen der Suche nach der idealen Museumsarchitektur in die internationale Diskussion. Mitte der 80er wurde der Bau dann nach den Plänen von Manfred Lehmbruck und Klaus Hänsch durch einen Erweiterungsbau räumlich verdoppelt. Erstmals kann die Sammlung moderner Skulptur adäquat präsentiert werden.

Die Sammlungen
Die Sammlung kennzeichnet das Lebenswerk von Wilhelm Lehmbruck, der in Duisburg geboren wurde. Auf verschiedenen räumlichen Ebenen lässt sich der künstlerische Werdegang direkt nachvollziehen. Dieser beginnt auf der oberen Galerie mit den Frühwerken der Düsseldorfer Akademiezeit und führt zu den Meisterwerken der Pariser Epoche mit der 1910 geformten Stehenden weiblichen Figur, die den Weltruhm des Künstlers begründete. Der Weg führt die Treppe hinunter zu den expressiven Hauptwerken, wie etwa dem Emporsteigenden Jüngling. Aber auch Werke internationaler Bildhauer sind dort ausgestellt. Der Rundgang durch die Vielfalt der modernen Plastik beginnt in den Kabinetten unterhalb der Haupthalle mit Barlach und Kollwitz. Der Weg führt weiter die Treppe hinauf in die Fenstergalerie, wo Arbeiten des Kubismus und Konstruktivismus das Ambiente beherrschen. Archipenko, Villon, Lipchitz, und viele andere prägten dieser Kunstrichtung, in deren Zentrum Brancusi steht.

Die graphische Sammlung des Museums konzentriert sich im wesentlichen auf die Zeichnung und Druckgraphik, seit einigen Jahren auch auf die Photographie von Bildhauern des 20. Jhs, die in der Skulpturensammlung vertreten sind.

Weitere Aktivitäten
Seit 1990 beteiligte sich das Museum im Rahmen der Industriekultur (Aufstellung von Großskulpturen aus Eigenbesitz im Stadtraum, an der Brunnenmeile Königstraße, U-Bahn-Kunst, der Rheinorange von Lutz Fritsch an der Rhein-Ruhr-Mündung und dem Garten von Dani Karavan am Innenhafen – einem Kunstprojekt im Landschaftspark Duisburg-Nord.

Adresse: Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Zentrum Internationaler Skulptur
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47049 Duisburg


Tel.: 0203-283 2630
Fax: 0203-283 3892
Internet: lehmbruckmuseum.de
e-mail: info@lehmbruckmuseum.de

  • Dieter Roth Foundation (5.5.02)

  • Kunstmuseum Wolfsburg

  • Art Cologne 2003 (29.10 – 02.11.2003)

  • Museum für die Sammlung Udo und Anette Brandhorst

  • Kunst in der DDR - Kunst-u.Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn (22.10.04-13.2.05)

  • Museum der bildenden Künste Leipzig - Neubau

  • geteilt | ungeteilt - Kunst in Deutschland 1945 bis 2010

  • Exzellenter Messestart mit guten Umsätzen

  • Galerien-Rundgang in Leipzig am 15./16.9.07

  • Kunstakademie Stuttgart lädt zum RUNDGANG 09 (24.7.-27.7.09)

  • Neubau Museum Folkwang in Essen ab 30. Januar der Öffentlichkeit zugänglich

  • Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv - Museum Ludwig, Köln

  • Tag der offenen Tür an den Kunsthochschulen

  • Spezial: Eva Biringer für art-in.de aus Bratislava über den Monat der Fotografie

  • Spezial: Eva Biringer für art-in.de aus Wien: William Kentridge: Fünf Themen - Albertina Wien

  • Coffee to stay

  • Das kleinste Museum für Moderne Kunst wieder geöffnet

  • Museum für Gegenwartskunst Siegen feiert zehnjähriges Jubiläum

  • Connect. Kunst zwischen Medien und Wirklichkeit

  • Anime! High Art - Pop Culture

  • Eyes on Paris

  • Rundgang 2012 - Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

  • Don´t Smile

  • NUR SKULPTUR!

  • Josef Dabernig. Panorama

  • Alessio Delli Castelli. BIOS VS ZOE

  • Rundgänge

  • Lachen auf hohem Niveau: "Slapstick! Alÿs, Bock, Chaplin, Hein, Laurel & Hardy, Keaton, Matta-Clark

  • Jubiläums-Rundgang an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

  • Frühjahrs-Rundgang 2014: SpinnereiGalerien in Leipzig

  • Tilo Schulz

  • Die diesjährigen Rundgänge an den Kunsthochschulen

  • Video: Die BURG verbindet – Jahresausstellung 2014

  • Kunst / Geschichten

  • Offen! Das neue LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster

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  • KÜNSTLERRÄUME 02 - 15 Räume | 15 künstlerische Welten

  • Hassan Khan

  • Rundgänge an den Hochschulen

  • GESICHTER – EIN MOTIV ZWISCHEN FIGUR, PORTRÄT UND MASKE

  • Meeting Point

  • Tag der offenen Tür und Jahresausstellungen an den Kunsthochschulen

  • Die 80er. Figurative Malerei in der BRD

  • DIALOG DER MEISTERWERKE

  • Mark Dion

  • Rundgang Armgartstraße – Ausstellung / Performance / Symposion

  • Rundgänge an den Kunsthochschulen

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