REAPER. RICHARD HAMILTON UND SIGFRIED GIEDION

3. Mai – 25. Juni 2017 | Graphische Sammlung ETH Zürich
(Eingabedatum: 04.05.2017)

bilder

Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist die Graphik-Serie «Reaper» (dt. Getreidemäher, 1949) des berühmten englischen Pop-Art-Künstlers Richard Hamilton. Sie entstand als Reaktion auf Sigfried Giedions Buch «Mechanization Takes Command» von 1948, in dem der Schweizer Architekturhistoriker die Mechanisierung des Lebensalltags beschreibt. Zum ersten Mal wird die vollständige «Reaper»-Serie Hamiltons ausgewählten Bildvorlagen Giedions gegenübergestellt. Es ist bekannt, dass der Architekturhistoriker die Illustrationen seines Buches sorgfältig gewählt und platziert hat, sodass man ganz eigentlich von spezifischen Bildstrategien sprechen kann. Interessant an dieser Gegenüberstellung ist der Prozess von Giedions wissenschaftlicher Recherche zu Hamiltons künstlerischer Herangehensweise, die in der Ausstellung herausgearbeitet und anschaulich gemacht wird. Dabei kann auch auf das ausserordentliche Archivmaterial des gta Archivs zurückgegriffen werden, in dem sich Giedions Nachlass befindet.

In dieser Ausstellung an der Schnittstelle von Kunst und Architektur wird darüber hinaus die Ausstellungsarchitektur thematisiert. So sind für die «Reaper»-Präsentation eigens neue Wände und Vitrinen gestaltet worden, wofür der renommierte ETH-Professor und Architekt Adam Caruso gewonnen werden konnte.

Das Doppeljubiläum 150 Jahre Graphische Sammlung und 50 Jahre Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich gibt Anlass zu dieser Kooperation mit gta Ausstellungen und gta Archiv.

ETH Zürich
Graphische Sammlung
Rämistrasse 101, HG E 52
8092 Zürich
Schweiz
https://gs.ethz.ch/

Presse




Weiteres zum Thema: Richard Hamilton



Richard Hamilton - Introspektive - im Museum Ludwig, Köln (12.7.-9.11.03)


Mittlerweile sind 10 Jahre seit der letzten Retrospektive vergangen und Hamilton selbst kündigt die retrospektiv angelegte und von ihm mitgestaltete Werkschau als sein letzte große Ausstellung an.

Die Gründe dafür, dass die Ausstellung im Museum Ludwig stattfindet, sind vielfältig. Zum einen hat das Museum Ludwig nach der Tate Modern in London den zweitgrößten Hamiltonwerkbestand, und zum anderen verbindet Peter Ludwig und Richard Hamilton mehr als nur die Zugehörigkeit einer Generation.

Gezeigt werden 180 Werke, die eine Schaffensperiode von mehr als 55 Jahren umfassen und sich in diverse Themenkomplexe gliedern. Es wird aber auch die legendäre Ausstellung "This is Tomorrow" von 1956 rekonstruiert. Die Ausstellung ist so vielfältig, dass es im Rahmen dieser Besprechung nicht möglich ist, alle Bereiche anzusprechen.

Denn Hamilton hat sich weder einem Stil untergeordnet, noch hat sein Werk einen stringenten Verlauf – ganz im Gegenteil, es ist sehr komplex. Sein Name wird in einem Atemzug mit den amerikanischen Größen der Pop Art genannt, er hat sich aber auch mit dem Werk Duchamps auseinander gesetzt sowie mit den verschiedensten Medien. Er ist Maler, Fotograf und Produzent (Multiples).
Hier sei lediglich auf zwei Aspekte verwiesen, die sein Werk charakterisieren: auf seine Vorliebe der Manipulation der Fotografie und die Doppeldeutigkeit von Innerem und Äußerem.
Beim "Stillleben" hat er das Wort "Braun" lediglich zu "Brown" anglisiert. Damit wird das Stillleben zum vergrößerten Readymade, doch stellt Hamilton das Prinzip Duchamps, eine ästhetische Neigung auf den Kopf und wählt ein Objekt, dessen Form und Design er hoch achtet.
Mit Hilfe des Computers realisierte Hamilton Mitte der 80er Jahre endlich, was er lange nicht umsetzen konnte: eine zweidimensionale Simulation eines Interieurs innerhalb eines dreidimensionalen Raums. In der Installation "Lobby" präsentiert er sein nach einer Postkarte angefertigtes Ölgemälde des Foyers (des Berliner Hotel Eden) in einer nachgebildeten Kulisse dieses Raumes.

Eine Ausstellung, die jeder unbedingt selbst besucht haben sollte. Das must-have dieses Sommers.

Öffnungszeiten: Di-Do 10-18 h, Fr. 11-18 h, jeden 1. Freitag im Monat 11-23 h
Sa/So 10-18 h, Montags geschlossen

Ausstellungsdauer: 12. Juli – 9. November 2003

Museum Ludwig
Am Dom/Hbf
Bischofgartenstr. 1
50667 Köln

Johannes Wohnseifer im Ulmer Kunstverein (14.9.03 - 26.10.03)


Der Titel der Ausstellung "HFG 53/03" enthält die Abkürzung für "Hochschule für Gestaltung", deren Gründungsjahr sich zum fünfzigsten Mal jährt. Der Künstler J.Wohnseifer iniziierte zu diesem Anlass ein Projekt, dass sich speziell auf die HFG bezieht und dem Einfluss der Schule nachspürt.

Pressemitteilung / Auszug: "U-L-M spells H.f.G., schrieb 1966 der Pop Art-Künstler Richard Hamilton.

Johannes Wohnseifer (geb. 1967 in Köln) setzt sich seit längerem in seinem unterschiedlichste Medien integrierendem Werk mit der Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG) auseinander; so ist z.B. sein Stadtstreichersarg eine Referenz an den legendären Schneewittchensarg von Gugelot/Rams (und zugleich an denjenigen von Martin Kippenberger), oder Museum (Projektraum Museum Ludwig, Köln 1999) orientierte sich am Erscheinungsbild der Münchner Olympiade 1972, das vom HfG-Gründer Otl Aicher entwickelt wurde.
. . .
HfG 53/03 hat mehrere Komponenten:

- Siebdruckarbeiten, verstanden als Komprimierung der Hochschule. Die Entscheidung für dieses Medium hängt auch mit dem hohen Rang der visuellen Kommunikation und speziell des Plakates an der HfG zusammen und der Tatsache, dass die HfG Unikate ablehnte und in den Kategorien der Massenproduktion dachte.
Deshalb verbindet sich mit den Siebdrucken ein Partizipationsangebot: Jeder hat die Möglichkeit, die Vorlagen zu erwerben und sie sich durch eine individuelle typografische Komponente anzueignen, so dass neben den Siebdrucken als de luxe-Version eine populärere Variante entsteht.
- eine Kollektion Ulmer Hocker, die auch die Frage nach der Urheberschaft in den Raum stellt
- das Projektbuch mit Fotos von Johannes Wohnseifer zum Ist-Zustand der HfG und einer Namensliste der Personen, die an der HfG wirkten (Studierende, Dozenten, Gastdozenten u.a.)

Johannes Wohnseifer hatte Einzelausstellungen u.a. 1999 im Museum Ludwig Köln und 2003 im Sprengel Museum Hannover, im Ludwig Forum Aachen und im Neuen Aachener Kunstverein."


Ausstellungsdauer: 14.9.03 - 26.10.03

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 18 Uhr / Samstag und Sonntag 11 - 17 Uhr

Kunstverein Ulm | Schuhhaussaal - Kramgasse 4 | 89073 Ulm | Tel. 0731/ 66258

  • Richard Hamilton - Introspektive - im Museum Ludwig, Köln (12.7.-9.11.03)

  • Edward Hopper - Museum Ludwig, Köln (9.10.04-9.1.05)

  • "Vinyl - Records and Covers by Artists" - Neues Museum Weserburg, Bremen (21.08.–27.11.05)

  • 50 Jahre / Years documenta 1955-2005 - Kunsthalle Fridericianum Kassel (1.9.-20.11.05)

  • George Brecht, Museum Ludwig, Köln (17.9.05-8.1.06)

  • Summer of Love - Psychedelische Kunst der 60er Jahre, Schirn Kunsthalle, Frankfurt (2.11.05 - 12.2.06)

  • Sound Zero. Kunst und Musik vom Pop zur Street Art - Kunst Meran (9.9.06-7.1.07)

  • Europop - Kunsthaus Zürich (15.2.08-12.5.08)

  • Richard Hamilton - Kunsthalle Bielefeld (25.5.-10.8.08)

  • 1968. Die Große Unschuld - Kunsthalle Bielefeld (15.3. - 2.8.09)

  • Emmett Williams - Weserburg, Bremen (bis 12.11.09)

  • Chronische Fluxitis. Sammlung Maria und Walter Schnepel - Weserburg, Bremen

  • Die Natur der Kunst - Kunstmuseum Winterthur

  • Geschmack - der gute, der schlechte und der wirklich teure

  • Die ersten Jahre – Kunst der Nachkriegszeit

  • Beuys Warhol Polke & Co

  • Ray Johnson. I like funny stories

  • Allen Jones - Die Retrospektive zum 75.

  • Malerei in Fotografie. Strategien der Aneignung

  • Glam! The Performance of Style | Tate

  • Schwitters in Britain | Tate

  • Matisse, Mondrian and Turner among the highlights of the exhibition programme for 2014 at Tate

  • Glam! The Performance of Style

  • Warhol bis Richter

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Das nackte Leben. Bacon, Freud, Hockney und andere. Malerei in London 1950–80

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  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Hanne Darboven - GEPACKTE ZEIT

  • REAPER. RICHARD HAMILTON UND SIGFRIED GIEDION

  • BEWEGUNG IM BILD – DIE INFORMELLE MALEREI TRIFFT AUF DIE GESTE IN DER FOTOGRAFIE

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