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Hegenbarth-Stipendien 2017 an Winnie Seifert und David Morgenstern

Kunsthochschulnachrichten

Februar 2018 | Hochschule für Bildende Künste in Dresden
(Eingabedatum: 22.02.2018)

bilder

Zum zweiundzwanzigsten Mal vergibt die Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden am 22. Februar das Hegenbarth-Stipendium an zwei herausragende Nachwuchskünstler*innen der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, die im November 2017 von einer Jury aus 17 Bewerbungen ermittelt wurden. Der Jury gehörten Christian Macketanz (Professor der HfBK Dresden), Friderike Sigler (wissenschaftliche Mitarbeiterin der HfBK Dresden), Matthias Flügge (Rektor der HfBK Dresden), Stefanie Buck (Direktorin Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden), Carolin Quermann (Kustodin der Städtischen Galerie Dresden) und Petra von Crailsheim (Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden) an. Die Stipendien wurden auch in diesem Zyklus im Programm des Deutschlandstipendiums ausgelobt.

Durch die Zusammenarbeit der Städtischen Galerie, der Sparkassenstiftung und der HfBK Dresden erhalten die letztjährigen Stipendiat*innen die Gelegenheit, im Anschluss an die Förderzeit aktuelle künstlerische Ergebnisse zu präsentieren. Die Hegenbarth-Stipendien unterstützen damit nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern stellen die für die künstlerische Arbeit so wichtige Öffentlichkeit durch eine Ausstellung her.
Die Hegenbarth-Stipendiat*innen des Jahres 2016 sind Winnie Seifert und David Morgenstern. Sie zeigen zum Abschluss ihrer einjährigen Förderphase aktuelle Arbeiten in einer Präsentation mit dem Titel „Hegenbarth-Stipendiaten 2016: Winnie Seifert & David Morgenstern sagen Danke“ im Projektraum Neue Galerie der Städtischen Galerie Dresden.

Zur Ausstellung:

Die in Berlin geborene und an der HfBK Dresden bei Christian Sery und Ralf Kerbach ausgebildete Malerin Winnie Seifert arbeitet abstrakt. Ihre Bilder werden wesentlich von der Bewegung des Pinsels auf der Leinwand und damit der Bewegung der Künstlerin, also dem Malakt selbst bestimmt. Die daraus entstehenden Bildelemente wie Flecken, Schwünge und Farbschwaden, die sich überlagern, verdichten oder locker nebeneinander schweben, sind bewusste Setzungen, die auf kompositorischen Regeln wie der Verteilung der Massen, sowie der Wirkung von Farbkontrasten beruhen oder zufällige Ergebnisse des Malprozesses. Mit dieser Arbeitsweise setzt Winnie Seifert eine Tradition fort, die sich mit dem Begriff Informell fassen lässt.
In den jüngeren Arbeiten, die zum Teil während des Hegenbarth-Stipendiums entstanden sind, experimentiert sie mit Aquarell und stark verdünnten Ölfarben, die sie auf die liegende Leinwand tropft. Die flüssigen Farben vermengen sich, bilden Verläufe und jene für die Aquarelltechnik typischen Ränder, die beim Eintrocknen der Farbe auf dem Bildträger entstehen. Im Gegensatz zu den mit Pinseln ausgeführten Bildern, die durch die Organisation der einzelnen Bildelemente, der Flecken, Linien und Schraffuren räumliche Wirkungen erzeugen, bleiben die Aquarelle auf die Fläche bezogen. Selbst die von Farbe nicht bedeckte Leinwand erscheint als gleichberechtigter heller Fleck.
So changieren ihre Bilder zwischen Raum und Fläche, zwischen Zufall und Kalkül. Die Titel verbinden die abstrakten Formationen mit der Dingwelt und lassen den Bildraum zum Assoziationsraum werden.

David Morgenstern zeigt im Zuge des Hegenbarth-Stipendiums mit Bitumen und Alkydharzlack gemalte Bilder und eine Objektarbeit aus Holz. Die als Serie angelegten Gemälde (2017) kennzeichnet ein spannungsgeladenes Verhältnis zwischen Reduktion sowie Stilisierung des Bildsujets zu einer eigenen Symbolsprache und dessen Auflösung ins Abstrakt-Informelle.
In der seriellen Herangehensweise, aber auch in der Verwendung der vielfältigen künstlerischen Medien: Gemälde, Objekt, Installation baut David Morgenstern Narrationen auf, die über ein Einzelwerk hinausreichen. So steht die Objektarbeit (2017) im inhaltlichen Kontext zu den Gemälden und ergänzt diese mit seiner rauen naturgegebenen und gleichzeitig malerisch fein ausschraffierten Oberfläche dreidimensional im Raum. In diesem Zusammenhang erscheinen die Gemälde aufgrund ihrer Materialität selbst als Objekte. David Morgenstern setzt sich auf diesem künstlerischen Weg mit den Grenzen der Medien auseinander und erschafft ein umfassenderes Gedankenkonzept.

Ausstellung vom 23. Februar bis 15. April 2018
Städtische Galerie Dresden – Kunstsammlung
Besuchereingang Landhausstraße
Wilsdruffer Straße 2
01067 Dresden
http://hfbk-dresden.de


Presse






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