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B3 Biennale

Simon Starling - Heidelberger Kunstverein (25.11.06 - 21.01.07)

simon-starling
Eingabedatum: 16.11.2006

bilder

Es ist dem Heidelberger Kunstverein gelungen, den weltweit bekannten Turner-Prize-Träger Simon Starling für eine Ausstellung zu gewinnen. Der britische Künstler schafft Werke, indem er zwischen Objekten und Geschichten, die vordergründig in keinem logischen Verhältnis zueinander stehen, neue Verbindungen entstehen lässt. In der Halle des Heidelberger Kunstvereins werden zwei solcher vordergründig "unlogischen" Konstellationen zu sehen sein.

"Autoxylopyrocycloboros" ist eine großformatige Diaserie von einer Reise, die im Nichts endet. Am Loch Long in Schottland hat Starling den Kessel eines kleinen Dampfschiffes so lange mit dessen Holz gefüttert, bis das voraussagbare Ende eingetroffen ist. Der Rest des Bootes versinkt in den Tiefen des schottischen Meeresarmes. Historisch gesehen war diese Gegend die erste, in der dieser besondere Typ des schottischen Dampfschiffes, der "Steam Launch", getestet und genutzt wurde. Heute kreuzen dort mit Nuklearwaffen ausgestattete U-Boote eines nahegelegenen umstrittenen britischen Militärstützpunktes. Mit seiner Arbeit verbindet Starling mehrere ortspezifische Geschichten miteinander zu einer slapstickartigen Erzählung über Energieverbrauch und Untergang.

In der zweiten Arbeit mit dem Titel "Los Angeles, 3rd - 5th March // To Indefinite Expansion" wurde nicht ein Boot, sondern ein Bild in seine Einzelteile zerlegt. Mit Hilfe von Offsetdrucktechnik, deren Verbreitung in der Welt mit Heidelberg eng verbunden ist, hat Starling eine Fotografie mehrmals nacheinander gedruckt, wieder eingescannt und vergrößert, bis nur noch das Druckraster sichtbar war. Dieses Raster wurde anschließend nochmals vergrößert. So bedeckt das aufgelöste Bild als eine bedruckte Tapete mit einer Größe von 6 x 27,5 m eine ganze Wand des Kunstvereins. Das Ursprungsbild zeigt den Ort, an dem der Konzeptkünstler Robert Barry im März 1969 in Los Angeles eine Performance durchführte. Fasziniert vom Gedanken, dass sich Gase im Luftraum ohne visuelle Spuren ausbreiten, ließ Barry literweise Xenon, Neon und andere Gasarten entweichen und schuf dadurch ein sich selbst auflösendes Kunstwerk. Starling führt diesen Prozess fort, indem er seine Fotografie von eben diesem Ort mit Hilfe des Druckrasters einer Offsetdruckmaschine auflöst. (Presse / Heidelberger KV)

Abbildung: Copyright Simon Starling, "Autoxylopyrocycloboros"

Öffnungszeiten: Di - Fr 12 - 19 Uhr, Sa, So 11 - 19 Uhr, Mo geschlossen

Heidelberger Kunstverein
Hauptstraße 97
69117 Heidelberg
T. 06221 - 184086
hdkv@hdkv.de
hdkv.de

ch








Daten zu Simon Starling:

- abc 2015

- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- Biennale Venedig 2009

- Casey Kaplan Gallery

- Galleria Franco Noero

- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015

- Göteborg Biennale 2015

- Preistraeger 2005, Turner Prize

- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel

- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007

- Solomon R. Guggenheim Collection

- The Modern Institute - Gallery

- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien

- Yokohama Triennale, 2014

Weiteres zum Thema: Simon Starling



Simon Starling im Frankfurter Portikus


Noch bis zum 20.10.02 verwandelt Simon Starling unter dem Titel "Kakteenhaus" den Ausstellungsraum des Portikus in ein Gewächshaus.
Ausgangspunkt seiner Ausstellung im Portikus ist die andalusische Tabernas Wüste und ihr Ökosystem. Im Ausstellungsraum sind durch die Beheizung mit einem Volvo, der inklusive energiespendenden Motor hinter dem Portikus steht, die idealen Bedingungen für die vorübergehende Beherbergung eines großen Kaktusses geschaffen. Der Kaktus ist vor Ausstellungsbeginn in eben diesem roten Volvo von Südspanien nach Frankfurt gereist.

"Simon Starling erzählt mit seinen Arbeiten Geschichten; immer wieder zeigt er weitgespannte Zusammenhänge zwischen Orten, Dingen, kulturellen und historischen Gegebenheiten auf. Starling selbst nimmt dabei die Rolle des literarischen Erzählers ein, der die Pointe nie direkt preisgibt, sondern meist den langen Weg sucht oder den Umweg geht, um anschließend in einer oft absurden Reduktion ein Netz von Bezügen darzustellen."

Portikus / Schöne Aussicht 2 / D-60311 Frankfurt am Main / 069 219 987-60, -59



Simon Starling im Museum für Gegenwartskunst, Basel (11.06.-07.08.05)


update: Videointerview mit Künstler und Kurator zur Ausstellung in der temporären Kunsthalle Berlin Simon Starling Under Lime

Der britische Künstler Simon Starling erzählt mit seinen Arbeiten Geschichten, die auf Vernetzungen zwischen Ideen, Orten, Dingen, kulturellen und historischen Gegebenheiten verweisen.

"Der international bekannte britische Künstler Simon Starling (geb. 1967 in Epsom/GB, lebt und arbeitet in Berlin) gehört zu einer jungen Generation konzeptuell arbeitender Künstler, die sich mit der erzählerischen Dimension von Kunst auseinandersetzt. Starling interessiert sich für modernistische Designobjekte, Materialien und Ideen, welche exemplarisch für die Produktionsbedingungen und die Ästhetik einer bestimmten Zeit stehen. In installativen Inszenierungen zerlegt Starling buchstäblich Objekte, visualisiert verborgene Kreisläufe und schafft atemberaubende und absurde Zusammenhänge quer durch Geographie, Kultur und Zeit.
"In gewissem Sinne", so Simon Starling, "denke ich mir Romane aus, wenn ich Kunst mache. Ob die Dinge, die ich erzähle, wahr sind oder nicht, habe ich es doch mit einer Tätigkeit zu tun, die derjenigen eines literarischen Erzählers ähnlich ist". So fährt der Künstler etwa mit einem Rad nach Les Baux in der Provence um Bauxit abzubauen, mit welchem er im Ausstellungsraum schliesslich Aluminium herstellt, um wiederum einen Fahrradrahmen oder aber in einer anderen Arbeit einen Eames-Stuhl zu giessen. Die Transformationen industriell gefertigter Produkte in skulpturale Einzelstücke verkehrt auf vertrackte Weise Marcel Duchamps Ready-Made, spricht von der Demokratisierung des Designs und lässt gleichzeitig unterschiedliche Systeme aufeinanderprallen.

Simon Starlings Ausstellung im Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst ist die erste umfassende Retrospektive des Künstlers und umfasst skulpturale und installative Arbeiten der letzten zehn Jahre, wie auch drei neue Projekte, die in langer Vorbereitungszeit für Basel entwickelt worden sind. In Shedboatshed (Mobile Architecture No. 2) beispielsweise hat Starling die aussergewöhnlich pittoreske Lage des Museums zu Nutze gemacht. Er fand rheinaufwärts in Schweizerhalle bei Basel ein Holzhaus, das er anschliessend in einen 'Weidling', ein lokaler Schiffstyp, transformierte, um auf dem Rhein bis zum Museum zu fahren und dieses im Ausstellungsraum erneut in ein Haus zurückzuverwandeln. Die Transformation ist in den Spuren des Holzes als Erinnerung lediglich erahnbar, wobei die Analogie von Schiff und Haus auf eine lange kunst- und architekturhistorische Geschichte zurückblicken kann. Die potentielle Verwandelbarkeit des Hauses oder des Schiffes ist gewissermassen Leitmotiv der ganzen Ausstellung: Nicht zufällig eröffnet das Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst mit Simon Starling nach umfassenden Sanierungsarbeiten den so genannten Neubau des Museums. Zyklische Strukturen, die ewige Wiederkehr des Selben und doch Andern ist zahlreichen Arbeiten Starlings eingeschrieben. Dies nicht jedoch um die Unabänderlichkeit der Welt empirisch belegen zu wollen, sondern um durch die Strategie des Umwegs ökonomische, politische und kulturelle Kreisläufe und damit verbunden deren utilitaristischen Implikationen in Frage zu stellen." (Presse / Kunstmuseum Basel)

Abbildung: Copyright: Simon Starling, Shed/ Boat/ Shed (Mobile Architecture 2), 2005

Öffnungszeiten: Di-So 11-17 h

Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst mit Emanuel Hoffmann-Stiftung
St. Alban-Rheinweg 60 | CH-4010 Basel| Tel.+41 (0) 61 206 62 62

www.kunstmuseumbasel.ch



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