Maria Lassnig und Regina Götz. ICH und ICH - KunstHaus Potsdam

maria-lassnig
Eingabedatum: 22.10.2010

bilder

Mit der Ausstellung "ICH und ICH" zeigt das Kunsthaus Potsdam das malerische Werk Maria Lassnigs und ihrer Schülerin Regina Götz. Was beide Künstlerinnen vereint, ist die Frage nach dem eigenen Sein und die Beschäftigung mit dem Thema Selbstportrait.

Spätestens seit den 80er Jahren ist Maria Lassnig (geb. 1919) bekannt für ihre expressiven "body-awareness paintings". In ihnen erforscht die österreichische Künstlerin sowohl Wahrnehmung als auch Darstellung von inneren Körperempfindungen: "Ich nannte meine body-awareness-painting zuerst introspektive Erlebnisse, später nannte ich sie überhaupt nicht mehr, als ich meine Knödel und Farbhaufen als Selbstportraits behauptend nur Hohn erntete." (Maria Lassnig, 1981)

In der Ausstellung werden ihre Werke den Gemälden von Regina Götz gegenübergestellt. Die ebenfalls in Österreich geborene Künstlerin studierte von 1986 bis 1994 an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien bei Maria Lassnig. Im Werk beider Künstlerinnen spielt die Frage nach dem Selbst eine bedeutende Rolle. Während Lassnigs Bilder jedoch von einer Drastik geprägt sind, die teilweise an Sarkasmus grenzt, nähert sich Götz dem Thema mit einer weitaus realistischeren Malweise.

Abbildung: Maria Lassnig, Herzselbstporträt im grünen Zimmer 1968, Öl auf Lw, 127 x 92 cm

Ausstellungsdauer: 24.10.-5.12.10

Öffnungszeiten:
Mi 11-18 Uhr
Do,Fr 15-18 Uhr
So,So 12-17 Uhr

Kunstverein KunstHaus Potsdam e.V.
Ulanenweg 9
14469 Potsdam

kunsthaus-potsdam.de



Verena Straub








Daten zu Maria Lassnig:

- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art cologne 2015

- Biennale Venedig 2013

- daad Stipendiat

- documenta 10, 1997

- documenta 7, 1982

- Istanbul Biennial, 1995

- Manifesta 10, 2014

- MoMA Collection

- Preisträger 2002, Kunstpreis der Roswitha Haftmann-Stiftung

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung F.C. Flick

Weiteres zum Thema: Maria Lassnig



Lassnig (Jan. 2002)


Maria Lassnig erhielt den Kunstpreis der Norddeutschen Landesbank, der traditionell mit einer Ausstellung in der Kestner Gesellschaft verbunden ist. Die Ausstellung gewährt einen Überblick über ihre Malerei der letzten zehn Jahre. Es werden ca. 50 Bilder gezeigt. Maria Lassnig wurde 1919 in Österreich geboren. Ihre Malerei zeichnet sich durch stark körperbezogene, figurative Aspekte aus. Sie nahm wiederholt an Biennalen in Venedig und Kassel teil. Der Kunstpreis der Norddeutschen Landesbank wurde zuvor bereits an Georg Baselitz, Louise Bourgeois, Janis Kounellis, Per Kirkeby, Dieter Roth und Gerhard Richter verliehen. Maria Lassnig Bilder 1989-2001 Kestner Gesellschaft

Arnulf Rainer in der Kunsthalle Jesuitenkirche / Aschaffenburg (31.1.-18.4.04)


Seit dem 1.1. 2004 heißt die ehemalige „Städtische Galerie“ in Aschaffenburg Kunsthalle Jesuitenkirche. Zum 75.Geburtstag Arnulf Rainers wird jetzt eine Retrospektive seiner Werke - u. a. bisher noch nie ausgestellte Arbeiten - gezeigt.

"„Kunst ist nicht das Leben, Kunst ist eine Komprimierung des Lebens“ -
so der am 8. Dezember 1929 in Baden, einer Kleinstadt in der Nähe von Wien, geborene und international bekannte Künstler Arnulf Rainer, dem am 25. Juni 2004 die Ehrendoktorwürde der Katholischen Fakultät, Münster, verliehen wird.
Dem vielfach ausgezeichneten Künstler wurde erst im November 2003 der mit 50.000,- € dotierte Rhenus-Kunstpreis im Städtischen Museum Abteiberg in Mönchengladbach überreicht. Damit ist Rainer neben Baselitz und Polke der dritte Künstler, der mit diesem Preis ausgezeichnet wurde.
. . .
Für Aschaffenburg hat Arnulf Rainer zudem eine besondere Bedeutung: 1960 stellte Arnulf Rainer in der bedeutenden Avantgarde-Galerie, der Galerie 59, zusammen mit Maria Lassnig, Josef Mikl und Markus Prachensky aus. Aus diesem Grunde wurde eine Ausstellungsreihe ins Leben gerufen, die „Rückkehr“ betitelt ist. Arnulf Rainer ist nun der letzte aus dieser damaligen Künstlergruppe, der - zudem im Jahr seines 75. Geburtstages - in der Kunsthalle Jesuitenkirche als krönender Abschluss dieser Reihe präsentiert wird.

1948 wendet er sich zunächst dem Surrealismus zu. Die Begegnung mit dem Künstler Jean-Paul Riopelle wird Rainer erstmalig mit der in Amerika geprägten Kunstrichtung des Informel vertraut machen. Die reine Linienführung als alleiniges künstlerisches Ausdrucksmittel ohne gegenständliche Bindung wird in Folge bei Rainer zu einer Darstellung führen, die er Atomisation nennt. In der surrealisti-schen Tradition der écriture automatique experimentiert Rainer mit der Technik des automatischen Zeichnens unter Ausschaltung jeder bewussten Kontrolle und gestaltet in den frühen 50er Jahren Mikrostrukturen, Optische Dezentralisationen, Zentralisationen und Blindzeichnungen. Rainer arbeitet nun bereits in Serien; 1953/54 entstehen die ersten Photoposen, während zeitgleich die bekannteste Werkgruppe (1953-1965) ihren Anfang nimmt: die Übermalungen. Ab 1970 widmet sich Arnulf Rainer zahlreichen Photo-Serien (den Face Farces, den Body Language…).
Mitte der 70er Jahre beginnt er seine Kunst auf Kunst-Serien, indem er Photo-graphien von Werken von Doré, Zanetti, Leonardo, Messerschmidt, Van Gogh, Rembrandt und Goya überarbeitet. Die Ausstellung umfasst zudem aktuelle Arbeiten, wie die Serie der Geologica und die Schleierbilder." (Quelle: Kunsthalle Jesuitenkirche / Presse)

Foto: Kunsthalle Jesuitenkirche: Arnulf Rainer: Kimonokreuz, 1988/89, Öl auf Holz, 186,5 x 164 cm © Arnulf Rainer

Öffnungszeiten: Di: 14 – 19 Uhr, Mi – So: 10 – 17 Uhr, Montag geschlossen

Ausstellungsdauer: 31.1.-18.4.04

Kunsthalle Jesuitenkirche | Pfaffengasse 26 | 63739 Aschaffenburg | Telefon: +49 (0) 6021 / 21 86 98
galerie-aschaffenburg.de/jesuitenkirche/index.htm


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