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Thomas Rentmeister. Weissenseelen - Kunstverein Viernheim

thomas-rentmeister
Eingabedatum: 12.11.2010

bilder

In seinen Skulpturen und Installationen greift Thomas Rentmeister (geb. 1964) häufig auf Alltagsgegenstände oder Lebensmittel zurück, die er als Rohstoffe für seine Kunst nutzt. Die Ausstellung "Weissenseelen" zeigt Werke, die zwischen 2005 und 2006 entstanden sind.

Bereits in den 1980er Jahren experimentierte Rentmeister mit skulpturalen Formen, die er aus alltäglichen, vorgefundenen Objekten zusammenfügte. In den 90er Jahren arbeitete er vorwiegend mit Polyester und entwarf hochpolierte Skulpturen, die präzise modelliert wurden. In jüngerer Zeit wählt Rentmeister wieder vermehrt Alltagsgegenstände als Ausgangspunkt seiner künstlerischen Auseinandersetzungen. Seit 1999 experimentiert er unter anderem mit Nusscreme und anderen Materialien, die seinen Skulpturen eine eigentümliche ästhetische Erscheinung verleihen. Seine sogenannten "Kühlschrankarbeiten" versuchen auf ironische Weise Kunst und Leben miteinander zu verbinden.

Die Ausstellung im Viernheimer Kunstverein zeigt Arbeiten, die Thomas Rentmeister zwischen 2005 und 2006, während eines Lehrauftrags an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, entwickelt hat.

Abbildung: Thomas Rentmeister,"Taschentücher", Copyright Thomas Rentmeister

Ausstellungsdauer: 19.11.-18.12.10

Öffnungszeiten: Do,Fr 15-18 Uhr
So 10-13 Uhr

Kunstverein Viernheim (Gewölbekeller)
Hügelstraße 24
68519 Viernheim

kunstverein-viernheim.de


Verena Straub






Daten zu Thomas Rentmeister:

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- Daimler Art Collection

- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015

- Ngorongoro II ArtistWeekend Berlin 2018

- Sammlung MMK, Frankfurt

Weiteres zum Thema: Thomas Rentmeister



Ausstellungsbesprechung: "SCHWEIGEN" (27.3.03)


Die von Ulrike Jagla-Blankenburg und Kathrin Luz kuratierte Ausstellung zeigt 17 künstlerische Positionen im Spannungsfeld verbaler und non- verbaler Kommunikation.
Das Phänomen Kommunikation beinhaltet Schweigen und Sprechen, Verweigerung und Geschwätz, Konzentration und Expression sowie Stille und Lärm. Die Ausstellung thematisiert die verschiedenen Erscheinungsformen von Kommunikation und besonders die des Schweigens, das Facetten wie Schweigeminuten, Schweigemärsche oder auch die weltabgewandte schweigende Annäherung an Gott beinhaltet.
Die beteiligten Künstler entstammen mehr oder weniger dem Umfeld Kölns und behandeln das Thema Schweigen auf sehr verschiedene Weise.

So spielt Gregor Schneiders Sarg auf den Tod als das endgültige Schweigen an. Wie andere Arbeiten Schneiders bewegt sich auch diese in einem Zustand der Nicht- bzw. der Rand-Existenz. Man denke hierbei z.B. an sein Ausschlachten und Ausnehmen des "Haus ur".

Die in sich gekehrten Mädchen-Gestalten Leiko Ikemuras existieren ganz ohne Sprache und scheinen in einem geheimen, schweigenden Dialog miteinander zu stehen. Ikemuras Werke verbinden Themenkomplexe wie Schöpfung und Verfall sowie Prozesse des Wachsens und Entwachsens. Ihre Figuren vereinen in metaphorischen Prozessen Flora, Fauna und menschliches Leben. Immer wieder finden sich auch nahezu gesichtslose Büsten und Figuren, die ihre eigenen Gliedmaße in den Mund zurückzudrängen suchen.

Die Videoreihe "In der Kiste" von Anna Anders zeigt Menschen, von der Kamera beobachtet, in eine kleine Kiste gesperrt. Der Monitor fungiert einerseits als Guckloch für den voyeuristischen Blick, andererseits erinnert er an verzweifelte Sprachlosigkeit, Gefangen- und Verborgensein.

Die Lichtgestalten Gerd Bonferts verkörpern eine in sich gekehrte Gedankenwelt jenseits von Zeit und Raum. Wie bei seinen anderen Arbeiten ist eine dunkle Stille kennzeichnend. Die luziden Formen werden durch die extrem lange Belichtungszeit und die Lichtführung seiner Hand zeichnerisch modelliert.

Rosemarie Trockel ehrt mit einer Zeichnungsinstallation das couragierte Handeln von Beate Klarsfeld, die 1968 dem ehemaligen Bundeskanzler Kiesinger für das Verschweigen seiner Nazivergangenheit eine Ohrfeige verpasste. Indem Beate Klarsfeld ehemalige Nazis aufspürte und verfolgte, hat sie das Schweigen des Mannes, das häufig als Machtinstrument eingesetzt wird, nicht durch das Schweigen der Frau gestützt, sondern hat entschieden und nicht-sprachlich gehandelt.

Dies ist nur eine Auswahl der interessanten künstlerischen Positionen, die sich auf alle Etagen des Oberlandesgerichts verteilen. Der Ort ist inhaltlich bedeutsam gewählt, ist er doch sowohl ein Ort der sprachlichen Verständigung und Urteilskraft, als auch einer des betretenen Schweigens. Die imposanten Räumlichkeiten mit ihrer preußisch- repräsentativen Bauweise bieten ein kontrastives Terrain zur Präsentation der Werke. Der Besucher ist eingeladen, in verschiedenen Nischen, Gängen und auf verschiedenen Ebenen die Auseinandersetzungen mit dem Thema Schweigen zu suchen und – im besten Falle für sich – zu entdecken.
Die fast versteckte Anwesenheit der Kunstwerke lässt einen das Schweigen körperlich wahrnehmen.

Beteiligte Künstler:
Anna Anders, Siegfried Anzinger, Gerd Bonfert, Leiko Ikemura, Boaz Kaizman, Clemens Kaletsch, Marie Luise Lebschik, Horts Münch, Marcel Odenbach, Thomas Rentmeister, Volker Saul, Gregor Schneider, Christian Schwarzwald, Stephanie Stein, Rosemarie Trockel, Johannes Wohnseifer, Peter Zimmermann (sowie ein historischer Exkurs mit Marcel Broodthaers).

Ausstellungsdauer: noch bis 25.4.03

Adresse:
Oberlandesgericht Köln – Reichenspergerplatz 1 – 50670 Köln
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 10 – 15 Uhr | Samstag den 5.April 11 – 15 Uhr

Foto: Copyrigth,Leiko Ikemura

825.000 Euro für zeitgenössische bildende Kunst


Am 8.2.07 hat die Stiftung Kunstfonds 55 Stipendien und Projektzuschüsse aus fast 1.700 Bewerbungen ausgewählt und insgesamt 825.000 Euro bewilligt. Außerdem wurde der mit 25.000 EUR dotierte HAP-Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst an Gert & Uwe Tobias vergeben.

Mitglieder der Vergabejury waren Yilmaz Dziewior, Klaus Gerrit Friese, Klaus von Gaffron, Werner Haypeter, Barbara Henning, Rosa Loy, Bjørn Melhus, Carina Plath, Thomas Rentmeister, Karin Sander, Aurel Scheibler, Anna Tretter, Dagmar Varady, Anna Werkmeister, Georg Winter, Andrea Zaumseil.

Die Stiftung Kunstfonds ist eine unabhängige, bundesweit agierende Fördereinrichtung, deren Gremien mehrheitlich aus bildenden Künstlern/innen bestehen. Ihre finanziellen Mittel im Jahr 2007 erhält die Stiftung mit 1 Million Euro von der Kulturstiftung des Bundes; weitere rund 200.000 Euro kommen von der VG Bild-Kunst.


Programm A für EinzelkünstlerInnen und Künstlernachlässe


ARBEITSSTIPENDIEN (je 16.000 Euro)
1.429 Anträge, 42 Förderungen

Marijanca Ambos, Tjorg Douglas Beer, Shannon Bool, Andreas Bunte, Stefan Burger, Natalie Czech, Katja Davar, Michaela Eichwald, Robert Elfgen, Stephan Fritsch, Anett Frontzek, Ute Fründt, Dani Gal, Paule Hammer, Betram Haude, Frank Hesse, Folke Köbberling & Martin Kaltwasser, Svenja Kreh, Claudia Kugler, Skafte Kuhn, Ulrike Kuschel, Alexander Lieck, Tea Mäkipää, Philip Metz, Karolin Meunier, Daniel Müller-Friedrichsen, Heinz Pfahler, Inken Reinert, Reinigungsgesellschaft, Michael Reisch, Ritchie Riediger, Les Schliesser, Eske Schlüters, ‚Jochen Schmith’, Dirk Stewen, Mathilde ter Heijne, Till Velten, Ina Weber, Christoph Wedding, Annette Wehrmann, Tobias Zielony, Andreas Zybach


PROJEKTZUSCHüSSE
209 Anträge, 8 Förderungen

Sonja Alhäuser (12.000 Euro)
Eva & Adele (16.000 Euro)
Nina Fischer / Maroan El Sani (9.000 Euro)
Jana Gunstheimer (12.000 Euro)
Stefan Löffelhardt (9.000 Euro)
Michael Sailstorfer (12.000 Euro)
Kai Schiemenz (12.000 Euro)
Clemens von Wedemeyer (20.000 Euro)

KONSERVIERUNGSMASSNAHMEN FüR MEDIENARBEITEN
7 Anträge, 3 Förderungen

Helga Fanderl (10.000 Euro)
Ulrich Gutmair / convex tv. (10.000 Euro)
Antonia Lerch (4.500 Euro)

ERARBEITUNG VON WERKVERZEICHNISSEN
32 Anträge, 2 Förderungen

Katharina Behling: Heinz Behling (12.000 Euro)
Anna Bohrmann: Karl Bohrmann (15.000 Euro)

weitere Infos: kunstfonds.de






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