Public Abstraction - Private Construction IV+V

Fortsetzung der Ausstellungsreihe

28.7.-16.9.2012 | Kunstverein Arnsberg
Eingabedatum: 28.07.2012

bilder

Rainer Ganahl, Bicycling Damascus, 2004, video

Marco Bruzzone & Patrick Tuttofuoco, Julian Charriére & Andreas Greiner, Gino de Dominicis, Rainar Ganahl, Daniel Knorr, Heimo Lattner, Gabriel Lester, Ulrike Mohr, Johanna Reich, Karin Sander, Santiago Sierra, Mirjam Thomann, Timm Ulrichs

Die Geschichte der Kunst hat sich aus dem Abstraktionsvermögen Einzelner entwickelt. "Public Abstraction, Private Construction" untersucht das gedankliche Verfahren von Abstraktion am Beispiel von Projekten in öffentlich erfahrbaren Situationen. Durch Fortsetzung der Ausstellungen von 2011 und weitere Aktionen versuchen wir uns den Begriff der Abstraktion als Wahrnehmungsprozess anzunähern und ihn zu diskutieren.

Eine Ausstellung, egal wie schön und spannend sie sein mag, kann im Vergleich zum kreativen Entstehungsprozess selten mehr als eine physische, dokumentarische Ebene bilden. Deswegen ist dieses Ausstellungsprojekt nicht so sehr an formalistischen Entwicklungen oder an Abstraktion als bildnerischem Ergebnis interessiert, sondern viel mehr an dem Weg und Entstehungsprozess des Kunstwerks. Der Tatort dieser Ausstellung ist demnach nicht die Galerie oder der öffentliche Raum an sich, sondern der Kopf des Künstlers mit all seinen Ideen und Turbulenzen. Der lange Weg des Sehens, Analysierens und Erkennens ist im Kunstwerk als Produkt selten sichtbar, obwohl doch so wichtig und bestimmend für die künstlerische Entscheidung.

Wenn die Realität die künstlerische Position beeinflusst und durch das Kunstwerk reflektiert wird – wie kann eine künstlerische Position ihrerseits die Wahrnehmung der Realität verändern? Künstlerische Ansichten, Eingriffe und Konstruktionen verwischen die Grenzen zwischen öffentlich und privat, real und absurd, sinnlos und genial und konfrontieren uns mit unerwarteten Begegnungen, Wahrnehmunen und Erfahrungen. Oft fern üblicher Ausdrucksformen und Techniken, sind die Arbeiten der Ausstellung in der Auseinandersetzung mit Situationen und Ordnungssystemen des Alltags entstanden. Abstraktion erscheint so als Zustand, Eigenschaft und Voraussetzung des Sehens als gedanklicher Prozess, der neue Erlebnisse und Einblicke ermöglicht.

Öffnungszeiten: Mi-Fr 17:30-19 Uhr, So 11-15 Uhr und n.V.

Kunstverein Arnsberg
Königstr. 24
59821 Arnsberg
kunstverein-arnsberg.de

Medienmitteilung








Daten zu Rainer Ganahl:

- Biennale Venedig 2007

- Bucharest BIENNIAL 2, 2006

- Gwangju Biennale, 1997

- Istanbul Biennial, 2007

- Performa 13

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

Weiteres zum Thema: Rainer Ganahl



25 Jahre Gesellschaft für Aktuelle Kunst GAK, Bremen (20.11. - 4.12.2005)


Die Gesellschaft für Aktuelle Kunst wird 25! Grund genug nicht nur für ein Fest. Der Jahrestag ist für uns Anlass, die Künstlerinnen und Künstler, die dieses Vierteljahrhundert durch ihre Ausstellungen geprägt haben, zu Wort kommen zu lassen. Politik, Wirtschaft und Kunstbetrieb haben ihre eigenen Vorstellungen davon, wie die Zukunft gestaltet werden soll. Wie aber stellen sich KünstlerInnen die GAK in 25 Jahren vor? Wohin bewegen sich die Institutionen angesichts weiterer Haushaltskürzungen? Think big oder: Small is beautiful? Wie soll der ideale Ausstellungsort und Ausstellungsraum aussehen? Und: Warum tun wir das überhaupt? KünstlerInnen der verschiedenen Generationen kommentieren diese Fragen anhand von Zeichnungen, Konzepten, Malerei, Fotos, Objekten, Modellen oder Statements.

KünstlerInnen:
Hans Peter Adamski, Inger Andersson, Knut Asdam, Pidder Auberger, Achim Bertenburg, Achim Bitter, Nikola Blaskovic, Anna und Bernhard Blume, Susanne Bollenhagen, Lisa Busche, Abraham David Christian, Derk Claassen, Tony Cokes, Leo Copers, Alice Creischer, Irmgard Dahms, Brigitte Dannehl, Ulrich Dürrenfeld, Vera Frenkel, Rainer Ganahl, Karl-Heinrich Greune, Jean-François Guiton, Bert Haffke, Thomas Hartmann, Marikke Heinz-Hoek, Constantin Jaxy, Johannes Kahrs, Uwe Kirsch, Wulf Kirschner, Christina Kubisch, Attila Kovacs, Michael Lapuks, Axel Lieber, Eberhard Linke, Isolde Look, Rafael Mahdavi, Rupprecht Matthies, Alois Mosbacher, Horst Müller, Hartmut Neumann, Paul Panhuysen, Werner Reiterer, Eran Schaerf, Hinrich Sachs, Anne Schlöpke, Ross Sinclair, Norbert Schwontkowski, Bob & Roberta Smith, Isabel Valecka / Johann Büsen, Jörg Wagner, Silke Wagner, Jürgen Waller, Annette Weisser, Erwin Wurm, Wolfgang Zach, Remy Zaugg und andere.

Öffnungszeiten: Di-So 11-18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr

Gesellschaft für Aktuelle Kunst GAK
Teerhof 21, 28199 Bremen
gak-bremen.de

Don´t Smile


Bethan Huws, Laughters, 2003, © 2012, ProLitteris, Zürich

"Humor ist einfach eine komische Art, ernst zu sein."
Sir Peter Ustinov

Die Ausstellung "Don´t Smile" spürt einem leisen, einem leichten, einem verschmitzten, einem trockenen als auch selbstreflexiven Humor der Kunst nach. Einem Humor, der Sprache, Logik, Gesellschaft, den Alltag und das System Kunst augenzwinkernd und ernsthaft zugleich betrachtet.

Was zeichnet Humor aus? Wie äussert er sich? Bei den gezeigten Kunstwerken bewirkt mitunter das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Welten und Wertesystemen, etwa Alltagsrealität und geistige Vorstellungswelt, die Komik. Oder es ist eine leise Verschiebung, die Dinge aus ihrem Bezugssystem in eine neue Bedeutung überführt und dabei zum Nachdenken und Schmunzeln anregt. Im Besonderen ist es auch die Überlagerung von sprachlicher und visueller Ebene, die einen offenen und humorvollen Blick hervorruft. Und bei allem Humor liegt den ausgestellten Werken eine grosse Ernsthaftigkeit zugrunde.

Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit den Künstlern Josef Dabernig, Rainer Ganahl, Bethan Huws, Anna Kolodziejska, Vaclav Pozarek, Kay Rosen und Eran Schaerf entstanden. Jeder Künstler kreiert speziell für "Don’t Smile" eine atmosphärisch dichte Erzählung. In der Gesamtwirkung erzeugt dies einen spannenden Bogen, der vielfältige und herausfordernde Betrachtungen zum untergründigen und feinfühligen, ja rätselhaften Humor anregt.

In den Rundgang eingewoben sind ausgewählte historische Kunstwerke, die einen Referenzrahmen setzen. Hier sind im Besonderen Marcel Duchamp, René Magritte und Kurt Schwitters zu nennen. Als wichtige Wegbereiter Anfang des 20. Jahrhunderts werfen sie die bis heute gültigen Fragen zur Kontextualisierung, zu bildbestimmenden Elementen, zur Sprache als künstlerisches Bildmittel, zum Wortspiel und zum Verwandlungsbild sowie zur Kunst des Denkens auf. Zudem finden sich auch beispielhafte Positionen des künstlerischen Aufbruchs der 1960er Jahre mit John Baldessari, Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, Robert Filliou und Anne Marie Jehle. «All artists make artworks» (Alle Künstler schaffen Kunstwerke) formuliert Bethan Huws in einer ihrer Wortvitrinen. Aber ist dem so?

Künstler: John Baldessari, Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, JOSEF DABERNIG, Marcel Duchamp, Robert Filliou, RAINER GANAHL, BETHAN HUWS, Anne Marie Jehle, ANNA KOLODZIEJSKA, René Magritte, VACLAV POZAREK, KAY ROSEN, ERAN SCHAERF, Kurt Schwitters

Die Ausstellung ist eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Christiane Meyer-Stoll.

Öffnungszeiten: Di-So 10:00-17:00, Do 10:00-20:00 Uhr

Kunstmuseum Liechtenstein
Städtle 32, 9490 Vaduz, Liechtenstein
Telefon: +423-235 03 00


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    »STRETCH« ist eine umfassende Werkschau der Künstlerin Alexandra Bircken, die sowohl frühe als auch neue ortsspezifische Arbeiten zeigt. weiter


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    Klaus Rinke zählt zu den Vorreitern der Prozesskunst, die Zeit und Raum als "Primärdemonstration" für den Betrachter erfahrbar macht. weiter


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    herman de vries

    herman de vries (1931) findet seine Materialien in der Natur: Blüten, Blätter, Samen, Moose weiter


    Katharina Sieverding

    „Kein Bild ist denkbar ohne die Gesamtheit aller Bilder, die in der Welt sind.“ Katharina Sieverding, 2015
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    Emy-Roeder-Preis 2017

    Ludwigshafen ist eine Stadt, die zeitgenössischer Kunst gegenüber offen ist und wo der Kunstverein Ludwigshafen eine Kultur der Auseinandersetzung mit künstlerischen Positionen pflegt weiter

    Paul Boesch Preis an Vaclav Pozarek

    Die Paul Boesch Stiftung verleiht den gleichnamigen Preis im Wert von CHF 50´000 an Vaclav Pozarek. Sie würdigt damit das konzeptuell und medial vielseitige Werk des in Bern lebenden Künstlers. weiter


    Karin Sander – Identities on Display

    Karin Sander lässt jeweils ein Haar auf ein weißes Blatt Papier fallen und fixiert es. Die so entstehenden „Haarzeichnungen“ (1998) folgen den Gesetzmäßigkeiten des natürlich Gewachsenen. weiter