Bonner Kunstverein: Eran Schaerf (27.11.02-26.01.03)

eran-schaerf
Eingabedatum: 27.11.2002



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"some time later" ist der Titel der Ausstellung des 1962 in Israel geborenen Künstlers Eran Schaerf, die ab heute (27.11.02-26.01.03) in Bonn zu sehen ist. Spätestens seit seiner Teilnahme an der Documenta IX ist Schaerf mit seinen umgreifenden Zeichensystemen und der häufig thematisierten Aufhebung von vermeintlich logischen Zwängen zwischen Wort-Ding-Bild einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Sein Werk, in dem er sich wiederholt mit Begriffen wie Gleichheit, Ähnlichkeit und Verschiedenheit auseinandersetzt, umfaßt Objekte, Zeichnungen, Installationen, Texte, Hörspiele und Filme (mit Eva Meyer).

Presseerklärung / Auszug: "some time later nutzt die flexible Architektur des Kunstvereins als Auslöser für eine nicht-lineare Folge ineinanderfließender Räume. Aufgehoben ist die Trennung zwischen Werk und Raum, Werk und Betrachter zugunsten einer Aufführung von Werkfragmenten in einer temporären Architektur. Auf dem Parcours durch die Raum- und Werk-Montage, auf dem Sehen, Hören, Lesen konstant mit intuitiven Wahrnehmungsformen ‘konkurrieren’, erfährt sich der Betrachter selbst als aktiven Performer in Aufführungen möglicher Wirklichkeiten. Um ein raumgreifendes, Europa von weitem betiteltes Podest inszeniert Schaerf einen für seine künstlerische Konzeption charakteristischen, subtilen Balanceakt zwischen Fragmentierung und Montage bereits existierender Arbeiten zu einem neuen, temporären Werk. ... Vorher und nachher, innen und außen, nah und fern überblenden sich im Parcours durch die räumliche Montage von Wahrnehmungsfragmenten aus Geschichte und Gegenwart, Dokumentation und Fiktion."

Ausstellungsdauer: 27. November 2002 - 26. Januar 2003

Öffnungszeiten:
Dienstags - Sonntags 11-17 Uhr
Donnerstags 11-19 Uhr und freier Eintritt!
Montags geschlossen

BONNER KUNSTVEREIN
August-Macke-Platz / Hochstadenring 22 / 53119 Bonn
bonner-kunstverein.de

ch








Daten zu Eran Schaerf:

- ars viva Preistraeger

- Biennale Venedig 2011 Pav

- Daimler Art Collection

- documenta 9, 1992

- Manifesta 2, 1998

- Preisträger 2013, Käthe-Kollwitz-Preis

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

Weiteres zum Thema: Eran Schaerf



The music in me


"The music in me" mit dem Untertitel "Chapter II: regarding dance" ist bereits der zweite Teil einer Ausstellungsreihe in der GAK, die sich mit Musik und deren Bezüge in der zeitgenössischen Kunst auseinandersetzt. Während der erste Teil "The Music in Me, Chapter 1: Concerting an Exhibition" die musikalische Praxis der zeitgenössischen Kunst behandelte, zeigt Chapter 2: Regarding Dance verschiedene Blicke auf den Tanz. Teilnehmende Künstler sind u.a. Knut Asdam, Sven Augustijnen, Marco Berrettini, Tracey Emin, Manfred Kirschner, Eva Meyer/Eran Schaerf. Ein kleiner historischer Exkurs berücksichtigt dabei auch Man Ray, Maya Deren oder Andy Warhol.

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 11 - 18 Uhr
Gesellschaft für Aktuelle Kunst / Teerhof 21/ 28199 Bremen
Tel. 0421/ 50 08 97

gak-bremen.de

Verschluckt* und geschützt - 1500 Jahre Sonderschutz für 50 Kunstwerke


Eine Kunstaktion zum 50. Jahrestag der Haager Konvention reflektiert den Umgang mit dem kulturellen Erbe "Visueller Rezeptionsentzug" - so nennt Adalbert Hoesle, der Künstler des Projekts "Subduktive Maßnahmen ZBO SdM 052004*", seine Aktion und meint damit nichts anderes, als dass von Künstlern geschaffene Werke für sehr lange Zeit von niemandem visuell wahrgenommen werden können - kein Publikum, keine Kritiker - und doch werden sie eine hohe Präsenz bekommen. Unmittelbar nach ihrer Herstellung bzw. Auswahl für diese Kunstaktion verschwinden die Werke einzeln in fünfzig Edelstahlbehältern, um dann für die Zeit von 1500 Jahren im Barbarastollen im badischen Oberried, dem Zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland für schützenswertes Kunst- und Kulturgut nach der Haager Konvention, eingelagert zu werden und damit per Definition zum UNESCO Kulturerbe erklärt werden. (Siehe Haager Konvention, Kapitel II, Artikel 8 ff.)

Entzug des visuellen Erlebnisses

Vom 14. Mai - 17. Mai 2004 werden die rund sechzig cm hohen versiegelten zylindrischen Behälter mit ihren Inhalten in der Bonner Bundeskunsthalle unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiss zu sehen sein. Kunst, die zwar präsent, aber nicht zu sehen ist. Mit dieser Maxime will der Künstlers Adalbert Hoesle auf die seit vielen Jahrzehnten praktizierte Einlagerung hochrangigen Kulturguts in den Oberrieder Barbarastollen hinweisen und schafft Raum für kulturphilosophische Reflexionen. * = siehe Glossar

Symposium und "Verschluckung*"

Die teilnehmenden KünstlerInnen sind im Sinne einer Kernbohrung* als repräsentativer Querschnitt der deutschen Gegenwartkunst wahrzunehmen. (siehe Künstlerliste) Die einzelnen Arbeiten wurden im Rahmen einer Künstlervisitation* seit Anfang April von A. Hoesle abgeholt und unter notarieller Aufsicht in einzelne Behälter eingelagert. Die Visitation* wurde als Film dokumentarisch festgehalten. Im Anschluss an die Ausstellung in Bonn erfolgt in München die Versiegelung und Klimatisierung der Behälter. Bevor die Objekte am 21. Juli im Barbarastollen eingelagert werden, findet vom 16. bis 18. Juli auf Schloss Kronburg in Kronburg / Memmingen ein Symposium zum Thema "Verschluckung* im Barbarastollen" statt. Eingeladen sind u.a. die Erinnerungswissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann, der Semantiker Prof. Roland Posner sowie die Künstler Johan Lorbeer, Tynne C. Pollmann, Boris Nieslony.

Anlass für die Aktion ist der 50. Jahrestag der Haager Konvention am 14. Mai 2004. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat das zukünftige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) (bisher Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für Zivilschutz) mit der Durchführung einer Jubiläumsveranstaltung beauftragt. Im Rahmen dieser Jubiläumsveranstaltung findet das Projekt "Subduktive Maßnahmen ZBO SdM 052004*" statt. Projektträger ist das BBK.

Glossar:

Retrogradist = einer der zurückbildet lat.retrogradus = rückbildend, rückgehend
Retrogradist wird als Neologismus einer Berufsbezeichnung von A. Hoesle verwendet und wurde 2003 vom Deutschen Patent- und Markenamt als Marke eingetragen: Technologische Dienstleistungen und Forschungsarbeiten im Bereich von Kunst und Kultur im Rahmen von Rückbildungs- und Rückbaumaßnahmen

Rückbau
Von lat. retro culturare = zurück bauen, bearbeiten, veredeln "Erziehung zur Kenntnis freier Künste zum geselligen Leben"

Subduktion
lat. subducere = hinabziehen, abziehen
in der Geologie: das Hinabziehen und Verschlucken von Erdkrusten in den Erdmantel,
Die bei einer Verschluckung mit in die Tiefe gerissenen Sedimentkomplexe unterliegen der Metamorphose

Verschluckung
Ethymologisch abgeleitet von Schluck und dem Verb schlucken; Nomen agentis: Schlucker

Kernbohrung
aus der Glaciologie entwendet
der Bohrkern = eine säulenförmige Materialprobe aus tiefen Eisschichten gewonnen die darstellbaren und interpretierbaren verschiedenen Schichten geben Informationen längst vergangener Zeiträume frei. Sie sind gleichsam ein Porträt jener Zeiten

Visitation
Besuch der einzelnen Künstler durch Adalbert Hoesle, um gemeinsam das jeweilige Kunstwerk in einen der Edelstahlbehälter einzubringen.

Subduktive Massnahmen ZBO SdM 052004:
Titel der künstlerischen Aktion.

Eingeladene KünstlerInnen : ABR / René Straub, Harry Walter; Bettina Allamoda; Ella Ziegler; Annette Begerow; Christine Berndt ; Joachim Blank/Karl Heinz Jeron; Antje Dorn; (e.) Twin Gabriel; Ricoh Gerbl; Katharina Grosse; Beate Gütschow; Andreas Gursky; Georg Herold; Rudolf Herz; Stephan Huber; Jörg Immendorff; Christoph Inderwiesen; Das Institut-INFuG, Friedolin Kleuderlein, Bernhard Kümmelmann, Hubert Sowa; Christian Jankowski; Frau K ; Via Lewandowsky, Christine de La Garenne, Durs Grünbein; Rupert Maier; Elke Marhöfer ; Jonathan Meese; Olaf Metzel; Rune Mields ; Wilhelm Mundt ; Frank Neubauer ; Boris Nieslony / ASA-European; Marcel Odenbach; Nana Petzet; Peter Piller; Tyyne Claudia Pollmann; Alexander Roob; Ulrike Rosenbach; Thomas Ruff; Karin Sander; Eran Schaerf/Eva Meyer; schleuser net., Farida Heuck, Ralf Homann, Manuela Unverdorben; Christoph Schlingensief; Andreas Slominski ; Cornelia Sollfrank ; TRansnational republic ; Franz Erhard Walther; Christine Weber; Frank H. Weimer ; Simone Westerwinter; Georg Winter


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:






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