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Zeit(lose) Zeichen

Gegenwartskunst in Referenz zu Otto Neurath

13. Dezember 2012 bis 17. Februar 2013 | Künstlerhaus k/haus, Wien
Eingabedatum: 18.12.2012

bilder

Vieles, was heute zum (Medien)Alltag gehört, hat seinen Ursprung in Otto Neuraths Visualisierungssystem ISOTYPE (International System of Typographic Picture Education).

Das Künstlerhaus, das 1861 gegründet wurde und die älteste bestehende Vereinigung österreichischer Kunstschaffender ist, widmet seine aktuelle Ausstellung dem österreichischen Sozialökonomen und Philosophen Otto Neurath (1882-1945) und dessen deutschen Grafiker Gerd Arntz (1900–1988).

Otto Neurath: „Der gewöhnliche Bürger sollte in der Lage sein, uneingeschränkt Informationen über alle Gegenstände zu erhalten, die ihn interessieren."

In den frühen 20er Jahren des letzten Jahrhunderts beginnt Otte Neurath, die „Wiener Methode der Bildstatistik” in
verschiedenen Auftragsarbeiten zu entwickeln. Hier haben aktuellen Piktogramme oder Visualisierungen ihre historischen Wurzeln. Analoge und digitale Bildzeichen bestimmen die Kommunikation, visuelle Leitsysteme prägen den öffentlichen Raum, komplizierteste Sachverhalte und statistische Werte werden in bewegten grafischen Visualisierungen intuitiv erfahrbar gemacht – ja sogar die jüngsten politischen Revolutionen werden von universell verständlichen Piktogrammen getragen.
Sieben Ideenräume bestimmen das Ausstellungskonzept: Zeichen Bild / Sprach Rohr / Zahlen Feld / Stadt Gebiet / Welt Macht / Körper Nähe / Markt Platz. Dieses wurde von der Kunsthistorikerin Maria Christine Holter und der Künstlerin Barbara Höller entwickelt und soll veranschaulichen, welche die Aktualität Neuraths Gedanken für die gegenwärtige Kunstproduktionen und die global genutzten Kommunikationswege haben. Dabei geht es um die die Vielfältigkeit der Strategien, für die Bildzeichen und -statistiken selbstverständlich eingesetzt werden: für eine prägnante Verbildlichung einer politischen, sozialen, globalen oder auch rein individuellen Agenda.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Michael Bielicky & Kamilla B. Richter, Anthony Burrill, Bernhard Cella, Ilse Chlan, Erdal Duman, Hazem El Mestikawy, Harun Farocki, Nikolaus Gansterer, Wilfried Gerstel, Christoph Hinterhuber, Christian Hutzinger, Martin Kaltenbrunner & Günter Geiger & Marcos Alonso & Sergi Jordà, Karl-Heinz Klopf, Matthias Klos, Lena Knilli, Clemens Kogler & Karo Szmit, Richard Kriesche, Alexander Lehmann, Gert Linke, Stano Masár, Kollektiv migrantas, open3.at, Bernd Oppl, Olaf Osten, Hermann J. Painitz, Waltraud Palme & Richtex, Rodolfo Peraza, Philippe Rekacewicz, Andrea Ressi, Christian Rupp, Sito Schwarzenberger, Société Réaliste, Roman Týc, Niko Wahl, Michael Wegerer, Peter Weibel, Jun Yang

A TRIBUTE TO OTTO NEURATH
Interdisziplinäres Symposion am 24./25. Jänner 2013 in Kooperation mit dem Institut Wiener Kreis (IVC)
mit aktuellen Beiträgen zu Isotype, Open Data, Signaletik, Kunst, Kartografie und Infografik
VORTRAGENDE: Peter Weibel, Christopher Burke, Elisabeth Nemeth, Günther Sandner, Richard Kriesche, Kollektiv migrantas, Erwin K. Bauer, Sophie Hochhäusl, Philippe Rekacewicz, Carl-Markus Piswanger & Robert Harm (open3.at)

KURATORINNEN:
Maria Christine Holter und Barbara Höller

Künstlerhaus k/haus
Karlsplatz 5
1010 Wien
Tel. 01 / 587 96 63
k-haus.at
zeitlose-zeichen.at

chk



Daten zu Otto Neurath:


- Ural Industrial Biennial 2017


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