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Boris Lurie

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Barbara Anna Husar

Am Rumpf des Weltalls brĂĽten / Multimediale Installation

26.1. - 23.3.2014 | Kunstverein Ulm
Eingabedatum: 20.01.2014

Den Ausstellungszyklus des Jahres 2014 beginnt der Kunstverein Ulm am 25. Januar um 19 Uhr mit einer multimedialen Installation von Barbara Anna Husar. Die aus Vorarlberg stammende Künstlerin ist globale Aktivistin der besonderen Art. Sie vermittelt ihre Erfahrungsräume in einer künstlerischen Existenz zwischen zwei Polen: der Wiener Zuckerlfabrik, ihrem europäischen Atelier und dem Leben in der Wüste Sinai (Ägypten), wo Husar seit 18 Jahren immer wieder in das nomadische Leben eintaucht. Die Künstlerin besitzt fern von jeglicher Zivilisation ihre eigene Ziegenherde, die von Beduinenfrauen aus dem Stamm der Tarrabeen gehütet wird.

„Ich bin Teil, Zwischenteil, und Teilchenbeschleuniger“ – so beschreibt Barbara
Anna Husar ihre Aktivität im Informationsaustausch zwischen den Kulturen, Wissensgebieten und künstlerischen Medien. Der Informationsfluss und die Schnittstellen dienen der Weltengängerin zur Entwicklung ihres multimedialen Gewebes. Informationstechnologie und Nomadentum werden über das zentrale Sinnbild Nabelschnur reflektiert. Zeichnung, Fotografie, Trickfilm, Installation und Performance entwickeln sich dynamisch intuitiv. Das eine wird Stoff des anderen.

Mit einfachsten Dingen ( Frittiersiebe werden zu Meteoritenfallen ) gelingen Barbara Anna Husar Metaphern ursprünglichster Formgebung, welche zugleich die kosmische Verbundenheit der menschlichen Präsenz spiegeln. Archaik und Zeitgeist, Stoff und Zwischenraum, Alltägliches wie Absurdes werden in Barbara Anna Husars Werk zu einem individuellen Kosmos vereint.

Poetische Stempeltexte schildern den Zustand: „Stammzellen sitzen am Feuer und trinken Tee“, „Am Venushügel der Weltraumwiege“ oder „Ich wiege mich zwischen meinen Synapsen in einer Hängematte aus Nabelschnüren“. Diese „Hängematte aus Nabelschnüren“ ist zentralutopisches Symbol wie reales Projekt. Husar sammelt die Nabelschnüre ihrer neugeborenen Wüstenziegen und verknüpft diese in naher Zukunft zu einer Hängematte.

Dabei bezieht sich die Künstlerin auf „die Freiheit der Perspektive und des Horizonts “, oder anders ausgedrückt „ ich habe mich dem freien Erforschen der Wirkkräfte zugewandt “. Sie muss nicht auf Kausales, Funktionszusammenhänge oder wissenschaftliche Logik Rücksicht nehmen. Ihre Logik ist werkimmanent und konsequent.

Im Kunstverein kann man Barbara Anna Husar nicht nur in ihrem Werk begegnen, sondern auch als Person erleben. Am Sonntag, dem 26. Januar 2014 wird sie selbst um 11 Uhr durch ihre Ausstellung fĂĽhren.

Am Freitag, dem 7. März 2014 wird sie mit AIKO Kazuko Kurosaki für eine Performance wiederum in Ulm sein. Beginn um 19 Uhr. An diesem Abend ist der Kunstverein bis 22 Uhr geöffnet.

Am Donnerstag, dem 20. März heißt es dann „Geschlossene Gesellschaft“, Beginn pünktlich um 19 Uhr, mit einer Führung durch die Ausstellungsleiterin
Monika Machnicki und zusätzlichen Videofilmen aus dem Schaffen von Barbara Anna Husar.

Biografie
* 1975 Feldkirch / Ă–sterreich, lebt in Wien und Nuweiba/Ă„gypten
Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien / Gerrit Rietveld Academy, Amsterdam. Hubert Berchtold Preisträgerin, Österreichisches Staatsstipendium,
Artist in Residence u.a. Kopenhagen, Bilbao, Shanghai, Beijing, Berlin.

Courtesy Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz / Galerie Konzett, Wien

PM





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