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Julian Charrière, Andreas Greiner und Julius von Bismarck

Neue Projekte

11.4.-8.6.2014 | Kunstverein Arnsberg
Eingabedatum: 16.04.2014

bilder

Die Künstler Julian Charrière (*1987), Andreas Greiner (*1979) und Julius von Bismarck (*1983) produzieren neue Arbeiten vor Ort, die im Kunstverein Arnsberg, im Lichthaus Arnsberg, sowie auf dem Neumarkt zu sehen sind. Die Verkettung der Positionen basiert auf gemeinsamen Interessen für Natur, Physik und Technik, die sie zu diversen prozessorientierten Werken und Experimenten anregen. Durch die zeitgleiche Präsentation der drei Künstler wird eine künstlerische Gattung sichtbar, die auf der Auseinandersetzung von Mensch und Natur beruht. Daraus entstehen Aktionen, Performances, Skulpturen und Erfindungen jeder Art, die mit Ideen und Humor ungewöhnliche Szenarien aufstellen.

"Die Welt ist mittelgroß" behauptet Julian Charrière in seiner Einzelausstellung im Kunstverein Arnsberg, wo sich u.a. Teile aus 195 Ländern der Welt zusammenfinden. Die Ausstellung bringt uns zu fernen Orten und sehnsuchtsvollen Landschaften mit aktuellen Arbeiten aus den Alpen und Arnsberg bis Addis Abeba. Charrières poetischer Blick sucht die Freiheit und die Weite in oft epischen Dimensionen, die an Land Art und Romantik anknüpft und den Künstler in sureale Situationen versetzt. Für den jungen Schweizer Künstler sind "Werke auch als Prozesse zu begreifen, die von ihrer Umgebung stets neu erzeugt werden. Erst wenn die gewohnten Bezugspunkte fehlen, verschwimmen die Verhältnisse" (Charrière).

Julius von Bismarck stellt auf dem Neumarkt seine neue Arbeit "History Apparatus" (2014) vor. Wir finden im Zentrum des Platzes den großen Baumstumpf einer hunderte Jahre alten Eiche. Als Symbol der Dauerhaftigkeit und Erhabenheit, als historischer Angelpunkt für Stadt und Gemeinde, sowie als Schutz- und Zufluchtsort ist dieser alte Baum jetzt weg. Der gefällte Baum wird noch in der Vorstellung des Betrachters erkennbar, da der Stumpf von einem stattlichen Baum zeugt. Ist die Stadt um diesen Baum herum gewachsen und hat ihn nun verloren? Der Künstler interessiert sich für die Beziehung zwischen Realitätskonstruktion und Naturwahrnehmung. Der Baumstumpf von Bismarck wird als Hinterbliebener einer fiktiven Wirklichkeit posthum in die Geschichte von Arnsberg hinein geschrieben.

"Spring forward fall back" ist ein Ausdruck und Wortspiel aus dem Englischen, auf das sich der Künstler Andreas Greiner im Lichthaus Arnsberg bezieht. Zum blühenden Frühling entwickelt er ein Projekt gemeinsam mit den Pflanzen und Insekten rund um das Lichthaus. Frühlingsgefühle und Fortpflanzung sind nur einige der Aspekte der Ausstellung im Lichthaus, das Greiner für eine Woche bewohnen wird. Sein Bett kann das bislang von Menschen unbewohnte Lichthaus zwar nicht beleben, da es bereits von zahlreichen Insektenarten bewohnt wird. Vielmehr möchte er damit den Ureinwohnern die Bühne überlassen. Die Ausstellung im Lichthaus wird vom Kulturbüro der Stadt Arnsberg in Kooperation mit dem Kunstverein Arnsberg organisiert.

Greiner, Bismarck und Charrière sind Absolventen des Instituts für Raumexperimente an der Universität der Künste in Berlin. In Arnsberg kennen wir die Künstler aus der Ausstellungsreihe "Public Abstraction Private Construction" und von den Projekten "Entladung (Arnsberg)" von Andreas Greiner und Fabian Knecht (2013), "Some Pigeons are more equal than others" von Julian Charrière und Julius von Bismark (2013) und "Dominions (Arnsberg/Neheim/Hüsten)" von Julian Charrière und Andres Greiner (2012).

Julian Charrière
Die Welt ist mittelgroß
11. April - 8. Juni 2014
Kunstverein Arnsberg

Andreas Greiner
spring forward fall back
11. April - 8. Juni 2014
Lichthaus Arnsberg

Julius von Bismarck
History Apparatus
ab dem 11. April 2014
Neumarkt

Kunstverein Arnsberg
Königstr. 24, D-59821 Arnsberg
kunstverein-arnsberg.de

Lichthaus Arnsberg
Klosterstraße 11, D-59821 Arnsberg
lichthaus-arnsberg.de

Pressemitteilung








Daten zu Julius von Bismarck:

- abc 2013

- Art Basel 2016

- art berlin 2017

- Kunstverein Braunschweig 2015

- Kunstverein Göttingen 2015

- Kunstverein Wiesbaden 2016

- Made in Germany 3

- MOMENTUM 8

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Julius von Bismarck gewinnt ersten Prix Ars Electronica Collide@CERN


2008, Julius von Bismarck´s (DE) "Image Fulgurator" got a Golden Nica in the Interacitve category. credit: rubra

Der allererste Prix Ars Electronica Collide@CERN geht an Julius von Bismarck (DE). Der 28-jährige Medienkünstler wird für seine Ideen bzw. Arbeiten rund um spielerisch-kreative Kollisionen von Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet und erhält damit die Möglichkeit im Rahmen eines dreimonatigen Artist-in-Residence-Programms am CERN sowie dem Ars Electronica Futurelab zu arbeiten. Julius von Bismarcks künstlerische Arbeit hinterfragt und manipuliert unsere alltägliche Wahrnehmung der Realität und ist geprägt von seiner Faszination für philosophische und wissenschaftliche Fragestellung. ...

Der Preisträger: Julius von Bismarck
Julius von Bismarck lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte hier gemeinsam mit dem DänischIsländischen Künstler Olafur Eliasson am Institut für Raumexperimente, davor absolvierte er das MFA-Programm am Hunter College in New York. Für seinen „Image Fulgarator“ gewann Julius von Bismarck 2008 die Goldene Nica des Prix Ars Electronica.

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weitere Informationen: aec.at

Julius von Bismarck – Egocentric System


Die Arbeiten von Julius von Bismarck umfassen die Felder von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Mit seinen Erfindungen und Installationen untersucht er den menschlichen Wahrnehmungsapparat und nutzt dabei Gesetze der Physik, um unsere perzeptiven Gewohnheiten herauszufordern. Für die Ausstellung in Göttingen wird er eine neue Installation produzieren, die aus einem rotierenden Paraboloid bzw. einer tassenartigen Form mit einem Durchmesser von ca. 5 Meter besteht. Diese Größe bewirkt, dass die Innenseite der Installation begehbar und sogar bewohnbar ist. Ein wesentliches Element dieser Arbeit ist die Erfahrung, die sie vermittelt. Die Kombination aus Zentrifugal- und Gravitationskraft des sich drehenden Objektes erlaubt es dem Betreter des Objektes, aufrecht und senkrecht zur leicht gekurvten Bodenfläche zu stehen und sich zu bewegen, ohne dass er das Gefühl hat, auf einer sich neigenden Fläche zu stehen.

Im Wesentlichen dient das "Egocentric System” als metaphorisches Modell und als eine Versuchsanordnung, um eine radikale Verschiebung der subjektiven Wahrnehmung zu erforschen und diese aber auch am eigenen Leib nachvollziehen zu können.

Parallel ist im Kunstverein Göttingen die Ausstellung "25 Jahre Artothek des Kunstvereins Göttingen" zu sehen. (IM KÜNSTLERHAUS / Gotmarstraße 1 / 37073 Göttingen)

Ausstellungsort:
Junges Theater Göttingen
Hospitalstrasse 6
37073 Göttingen
kunstvereingoettingen.de


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