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›eser‹ Judith Raum

Ausstellungen vom 17. Mai 2014 bis zum 3. August 2014 im Heidelberger Kunstverein

17. 05. - 3. 08. 2014 | Heidelberger Kunstverein
Eingabedatum: 08.05.2014

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›eser‹ Judith Raum

„Eser“ ist türkisch und bedeutet „Werk“. Auf einer von Judith Raums Reisen entlang der Strecke der Bagdadbahn verwendete ein türkischer Gärtner das Wort „eser“, jedoch nicht, um das Werk der deutschen Ingenieure – die Badgdadbahn – damit zu beschreiben, sondern für das Wesen eines Baumes.
„eser“ zeigt verschiedene Kapitel von Judith Raums künstlerischer Forschung, die sie seit 2009 zum deutschen Wirtschaftskolonialismus im Osmanischen Reich entwickelt. Ausgehend von der Betrachtung der Situation der Hausweber in Oberfranken verfolgt die Künstlerin die Fäden früherer Handelsnetze und geostrategischer Interessen am Beispiel des Baus der Anatolischen Eisenbahn und der Bagdadbahn ab 1888. Das infrastrukturelle Großprojekt wurde von der Deutschen Bank finanziert und mit deutschem Know-How gebaut. Der Titel verweist auf die zwei Gleise des wirtschaftlichen Interesses, die mit dem Bahnbau verfolgt wurden und die Judith Raum in ihrer künstlerischen Recherche nachgeht: Durch den infrastrukturellen Anschluss Anatoliens sollten Märkte und Rohstoffe erschlossen und gleichzeitig die Landwirtschaft modernisiert werden.
Präparierte Stoffbahnen, die an die Arbeit der Hausweber in Oberfranken erinnern, Assemblage-Objekte, Fotos von ihren Reisen und originales Aktenmaterial aus dem Archiv der Deutschen Bank werden im Heidelberger Kunstverein in einer raumbezogenen Installation zu sehen sein. Hier verdichtet sich visuell ihre Forschung zu einer persönlichen Darstellung über die vielschichtige Berührung zweier Kulturen.
Ihre Reisen in die anatolische Hochebene und das Taurusgebirge unternahm Judith Raum gemeinsam mit der Künstlerin Iz Öztat. Der enge Austausch der beiden Künstlerinnen bedingt auch die gleichzeitige Präsentation ihrer Arbeiten im Heidelberger Kunstverein.

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›undo, redo and repeat‹
ein TANZFONDS ERBE Projekt von Christina Ciupke und Anna Till


Das Projekt „undo, redo and repeat“ betrachtet fünf Tanz-Positionen aus dem 20. Jahrhundert im Spiegel derjenigen, die sie vermitteln und auslegen, erinnern und verwalten, am Leben halten und verbreiten. Die Tänzerinnen und Choreografinnen Christina Ciupke und Anna Till gehen der Frage nach, wie das Wissen über vergangene Tänze zu uns gelangt und erkunden mit unterschiedlichen Zeitzeugen den Prozess einer Weitergabe des choreografischen Materials.
Für die Ausstellung im Heidelberger Kunstverein werden Gespräche, Fotografien, Archivmaterial, Aufführungen und eigene Interpretationen zugänglich und erlebbar gemacht.

Eine Produktion von Ciupke / Till GbR in Kooperation mit dem Heidelberger Kunstverein und SOPHIENSAELE, Berlin. Gefördert von TANZFONDS ERBE – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes sowie aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten.

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›VAZAHA - Junge Filmkunst aus Madagaskar‹
präsentiert von Rudolf Herz und Julia Wahren


Tanzende Lemuren, verrückte New Yorker Zootiere, Pfeffer und Vanille. Und die einzigartige Natur. Unbedingt sehenswert und massiv bedroht. Was wissen wir über Madagaskar? Meistens nicht mehr. Die große unbekannte Insel. Und vor ihren Ufern „die Pest an Bord”. Wer heute an Land geht, findet eine vielfältige Kultur, die trotz politischer Misere und größter Armut immer in Bewegung ist. So auch die madagassische Filmkunst. Einen Ausschnitt des aktuellen Schaffens fünf junger Filmemacher zeigt die Ausstellung VAZAHA, die von Rudolf Herz und Julia Wahren präsentiert werden.
Luck Razanajaona: „Le Zébu de Dadilahy“ (2012)
Mamihasina Raminosoa: „La Bulle“ (2008)
Sitraka Randriamahaly: „Hazalamabo“ (2011)
Harimalala Rason: „Traversées du Tunnel“ (2012)
Rado Andriamanisa / Colby Gottert: „Raspberry“ (2012)

Die Recherche-Reise für diese Ausstellung wurde gefördert im TURN Fonds der Kulturstiftung des Bundes.

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›Conducted in Depth and Projected at Lengtht‹
Iz Öztat und Zişane


„Conducted in Depth and Projected at Length“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Iz Öztat und Zişan. Beiden Künstlerinnen beschäftigen sich mit einer Insel: Welche Parallelen gibt es zwischen der fiktiven Flussinsel, die Zişan in ihrer Erzählung imaginiert und der Untersuchung von Iz Öztat zur Adakele, einer untergegangenen Insel in der Donau, im heutigen Rumänien? Die Insel Adakale war im Jahre 1915 eine osmanische Enklave im Balkan und stellte einen Ort imperialistischer Sehnsüchte dar. Zu dieser Zeit schrieb Zişan ihre Utopie CENNET / CINNET ISLAND (Insel Paradies / In Besitz genommen). Darin verhandelt sie allgemeine Relationen, die um Besitz und Aneignung kreisen: Kommunenleben, Geschlechterfragen, Ressourcen als Gemeingut und alternative Familienmodelle. Ist all das am Anfang des 20. Jahrhunderts möglich, ja denkbar oder nimmt die Zeit ihre Akteure zu sehr in Besitz um diese Fragen aufzuwerfen?
Iz Öztats Arbeit beschäftigt sich nicht mit dieser fiktiven, sondern heute inexistente Insel, die einst Ursprung von Zisans Erzählung war.
Die Ausstellung kontrastiert und verbindet diese beiden Positionen. Irgendwo zwischen der abwesenden Insel Adakale und Zisans CENNET / CINNET ISLAND bildet sie somit eine visuelle Manifestation des Dialoges zwischen Öztat und Zişan, den die Ausstellung in Form einer Publikation begleiten wird.

Heidelberger Kunstverein
Hauptstraße 97
69117 Heidelberg
hdkv.de

Pressemitteilung




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