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Großstadt pflanzen - Città del Cavolo

Gemeinschaftsgärten

12. September um 15.30 Uhr | Kino der Filmwerkstatt Düsseldorf
Eingabedatum: 04.09.2015

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Città del Cavolo, so lautet der Titel der deutsch-italienischen Dokumentarfilmproduktion über Gemeinschaftsgärten in Mailand und Berlin. Wörtlich übersetzt heißt das „Stadt des Kohls“, umgangssprachlich steht der Begriff auch für eine Stadt, über die man sich ärgert und die man gerne anders hätte.

Die Mailänder Filmemacher Paola Longo und Salvatore Laforgia haben für ihr Filmprojekt gemeinsam mit der Journalistin Inge Pett (Berlin) und Guido Larcher (Treviso) Gemeinschaftsgärten mit der Kamera besucht – und dabei in Berlin wie auch in Mailand Bemerkenswertes entdeckt.
Hier wie dort sind sie auf engagierte Bürger und Politiker gestoßen, die sich nicht nur ärgern, sondern etwas unternehmen möchten. Sie haben auf ihre Weise einen Kontrapunkt zum Bauboom und seinen Folgen gesetzt. Es sind Menschen, die das Grau durch Grün beleben und Brachen für die Stadtgesellschaft zurückgewinnen wollen. Dort, wo vor betonierten Skylines Kohl, Tomaten und Radieschen gedeihen, wächst noch mehr. Hier wächst Gemeinschaft. Die Gärten fungieren als ein „soziales Labor“, funktionieren nach dem ebenso simplen wie überzeugenden Prinzip „Do it youself – do it together“.

In Berlin hat das Team den Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld besucht, die Prinzessinnengärten, den Bürgergarten Moabit sowie den Interkulturellen Garten Rosenduft, wo Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien durch Gärtnern therapiert werden.
Ein Pendant dazu bildet der Mailänder Giardino degli Aromi auf dem Gelände eines ehemaligen Krankenhauses, wo psychisch Kranke neben Bewohnern der Umgebung einen Nutzgarten betreiben. Weitere Stationen des Films sind die Isola Pepe Verde, eine „grüne Insel" inmitten der Wolkenkratzer von Mailand, und der städtische Garten Cascina Albana, der von einem Kollektiv kultiviert wird.

Als „Musik einer ganz eigenen grünen Symphonie“ bezeichnet der Gartenarchitekt Andreas Kipar diese Initiativen, „eingebettet in das Konzert der öffentlichen Hand.“ Kipar lieferte die Grundlage für einen Masterplan, der besagt, dass die Stadt Mailand durch strahlenförmige Grünzüge (raggi verdi) vernetzt werden soll. Fuß- und Radwege schaffen neue Verbindungen, die es dem Bürger ermöglichen, sich die Stadt wieder neu anzueignen.

Neben zahlreichen Gärtnern aus beiden Ländern kommen Soziologen, Psychologen, Architekten und Politiker zu Wort: von Thomas Emmenegger, Gründer der sozio-kulturellen Einrichtung Olinda in Mailand, die sich um die Regeneration von Mensch und Stadt sorgt, über Hans Panhoff, Stadtrat für Planen, Bauen und Umwelt in Friedrichshain-Kreuzberg bis hin zu Stefano Boeri, Architekt der bekannten Bosco Verticale-Turmhäuser in Mailand.

Podiumsgespräch
Im Anschluss findet ein Gespräch mit Eva Mira Bröckelmann (Düsselgrün) und Inge Pett (MiBe Projekt, Berlin) statt, moderiert von dem Journalisten Andreas Vollmert. Inwiefern bieten die Gemeinschaftsgärten auch für Düsseldorf eine Chance auf mehr Lebensqualität? Lassen sich aus den Modellen aus Mailand und Berlin Erkenntnisse für Düsseldorf ableiten? Und inwiefern kann man diese Modelle adaptieren?

Kino der Filmwerkstatt Düsseldorf,
Birkenstraße 47, Im Hof,
40233 Düsseldorf
filmwerkstatt-duesseldorf.de

Presse




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