Christine Hill - Assets

18.02. - 15.04.2017 | Kunstraum Innsbruck
Eingabedatum: 17.02.2017

bilder

Die seit 1991 in Berlin lebende US-amerikanische Künstlerin Christine Hill arbeitet seit Beginn der 1990er-Jahre an dem Projekt "Volksboutique", die erstmals 1997 auf der documenta X in Kassel der internationalen Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Heute ist Volksboutique eine Marke, und darüber hinaus eine Werkstatt, unter der verschiedenste Projekte von Christine Hill zusammengefasst, vertrieben oder als Organisationsform erprobt werden. Volksboutique befasst sich mit Wertkonzepten in unserer Kultur und lädt überkommene Gegenstände wieder mit Bedeutung und Nutzen auf. Als eine Art Hobbyarchivarin und -bibliothekarin erstellt Christine Hill damit Inventare bestimmter Alltagsphänomene.

1995 gründete Christine Hill die mittlerweile legendäre Volksboutique, die an verschiedenen Orten in Europa und USA temporär eingerichtet wurde und heute ihren Platz in New York und Berlin hat. Mit diesem Projekt wurde Hill im internationalen Kunstbetrieb zu einer festen Größe. Von einem Secondhandshop in Berlin, in dem man sich mithilfe der Beratung der Künstlerin einkleiden konnte, entwickelte sich die Volksboutique seit Mitte der neunziger Jahre von einem Treffpunkt und sozialem Raum zu einem Label, das von einem konkreten Ortsbezug abgekoppelt ist. Heute ist Volksboutique eine Marke, und darüber hinaus die Bezeichnung für eine Werkstatt, unter der verschiedenste Projekte von Christine Hill zusammengefasst, vertrieben oder als Organisationsform erprobt werden. Volksboutique befasst sich mit Wertkonzepten in unserer Kultur und füllt überkommene Gegenstände wieder mit Bedeutung und Nutzen. Als eine Art Hobbyarchivarin und -bibliothekarin erstellt Christine Hill auf diese Weise Inventare bestimmter Alltagsphänomene. Christine Hill lebt und arbeitet in Berlin, New York und Weimar.

Christine Hill, Professorin an der Bauhaus-Universität Weimar, gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern. Ihr Arbeitsgebiet ist im Besonderen die konzeptuelle Entwicklung kommunikativer Situationen und die Reflektion von Themen wie „Lifestyle“ oder „Strategien von Marken“. Hill ist auf vielen Ausstellungen weltweit vertreten; ihre letzte große Installation präsentierte sie auf der 52. Biennale in Venedig 2007 auf Einladung von Robert Storr, von 1990 bis 2002 Kurator am Museum of Modern Art, New York.



KUNSTRAUM INNSBRUCK
Maria-Theresien-Straße 34 / Arkadenhof
kunstraum-innsbruck.at

Presse








Daten zu Christine Hill:

- art cologne 2015

- Berlin Biennale 1998

- Biennale Venedig 2007

- documenta 10, 1997

- Galerie Eigen + Art

- Liverpool Biennale 2002

- Liverpool Biennale 2012

- Manifesta 1, 1996

- MoMA Collection

Weiteres zum Thema: Christine Hill



Crossing Media - Der Kunst die Bühne


Der Kunst die Bühne! Crossing Media macht den Merkelpark zum Kunstpark. Crossing Media – Der Kunst die Bühne sprengt mit den gezeigten Positionen des Crossovers das Feld einer Ausstellung im klassischen Sinne und lädt mit sehr zahlreichen, vielfältigen, thematisch spannenden und unterhaltenden Sonderveranstaltungen ein, zu flanieren, Orte zu entdecken, Bezüge zwischen den Gattungen herzustellen und Brücken zu schlagen. In der Ausstellung selbst kommen etwa kleine und große Dramen des täglichen Lebens auf die Bühne wie falsch verstandene Liebe (Birgit Brenner), ein kurioser Pas de deux (Kurt Caviezel), eine humorvolle Negation pathetischer Repräsentationsformen (Julien Berthier) oder, dass Schönheit und Schmerz eine dialektische Einheit bilden (Banks Violette). Und nun? Vorhang auf!
Die Ausstellung in der Villa Merkel, dem Bahnwärterhaus und im Merkelpark widmet sich Positionen der Gegenwartskunst, die sich im Sinne eines Crossovers der Gattungen und Disziplinen insbesondere als bühnenhafte Installationen oder nachgerade als Auftritte ausformen. Die international bestückte Ausstellung hält als Nachfolgeprojekt Anschluss an die Internationale Foto-Triennale und thematisiert auch Aspekte des Fotografischen. Sei es in interaktiver Form, wenn eine Installation die Besucher zum Rollenwechsel einlädt und dazu, diesen im fotografischen Bild zu dokumentieren. Die Kamera steht gegenüber einer betretbaren Bühne zur Aufnahme bereit (Christine Hill). Oder etwa dann, wenn eigentümliche Protagonisten von weltweit kursierenden Webcam-Bildern wie zum Beispiel Insekten, die auf den Kameralinsen krabbeln, als Billboard-Helden den Park bevölkern (Kurt Caviezel). Und bisweilen dienen die fotografischen Optionen sogar dazu, die Welt geradezu auf den Kopf zu stellen (Philippe Ramette). Der Kunst die Bühne – das meint in erster Linie Auftritt und Interaktion. Das meint auch ein Stück weit aktives Eingreifen. Und bewegte Bilder, theatralische Szenen, Sprache und Musik – nicht zuletzt dafür stehen tanzende Füße, die auf einer Videowand den Merkelpark bereichert (Nevin Aladag/Beate Engl), Modellautos, die uns förmlich um die Ohren fliegen (Paul Harrison/John Wood).
Crossing Media – Der Kunst die Bühne zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich die bildende Kunst heutiger Prägung als Positionen des Crossovers der Gattungen etabliert und gerade darin ihr Potenzial zur Innovation beweist.
Sicherlich, es ist nicht neu, dass künstlerische Haltungen sich im Crossover entwickeln und profilieren. Erinnert sei an die Dada-Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. „Mouvement Dada! Als individuelle Veranlagung waren für Dada Sprungbereitschaft und Beweglichkeit gefragt. ‚Man muss Kautschukmann sein! ...eventuell den Kopf zwischen die Beine stecken oder durchs Fass springen – und spiralig in die Luft schnellen! ... nicht bloß im Dichter-Sessel dösen/oder vor der Staffelei schön getönte Bildchen pinseln.’ Mit grenzensprengenden Aktionen weisen die Akteure dem supranationalen Dada die Wege in alle Welt.“ Oder später, in den 1960er Jahren, Fluxus, eine durch Crossover geprägte Kunstrichtung, die vor allem als Aktionskunst eine Attacke auf den Werkbegriff im herkömmlichen Sine reitet und den produktiven Prozess ins Zentrum einer Argumentation rückt, die auf alternative Lebensentwürfe zielt. Aber: Gewicht und Dichte des künstlerischen Crossovers waren wohl kaum je zuvor so breit und kaum je das System der Kunst so offen angelegt wie heute – und gerade deshalb kann es im Untertitel heißen: Der Kunst die Bühne.
Ein Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Vor allem an den Wochenenden lädt es Interessierte ein, den Merkelpark zu ungewöhnlichen Zeiten, auch spätabends, zu besuchen. Geboten werden zum Beispiel Moonshine-Picknicks, ein Hörspiel-Abend, eine DJ-Nacht im Merkelpark (mit acht DJ-Stationen), ein Gastauftritt des Stuttgarter Filmwinters, Vorträge, Workshops und Führungen, aber auch Video-Abende (Summer Nights of Moving Images) und Performances sowie eine interaktive Bar und vieles, vieles mehr.


Teilnehmende Künstler:
Nevin Aladag (TR/D), Julien Berthier (F), Birgit Brenner (D), Daniele Buetti (CH), Kurt Caviezel (CH), Beate Engl (D), Rainer Ganahl (AT/US), Johan Grimonprez (B), Paul Harrison/John Wood (GB), Christine Hill (US), Eva Kotatkova (CZ), Jung Lee (KR), Atelier van Lieshout (NL), Alexandra Leykauf (D), Andres Lutz/Anders Guggisberg (CH), Philippe Ramette (F), Banks Violette (US)

VILLA MERKEL
Galerien der Stadt Esslingen am Neckar
Pulverwiesen 25, D-73728 Esslingen
villa-merkel.de

Duett mit Künstler_in


Welche Orientierungspunkte für gesellschaftliches und soziales Handeln gibt es heute in einer Gesellschaft, die immer mehr ihren Zusammenhalt verliert?
Welche Formen des Miteinanders werden praktiziert, wenn das gesamte Leben ökonomischen Kriterien folgt?
Worin liegen die Möglichkeiten des Einzelnen und auch die Möglichkeiten von Gruppen gesellschaftliche Prozesse zu hinterfragen, Alternativen zu denken und Handlungen anzustoßen?

Die Ausstellung Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip stellt Fragen nach der Teilhabe des Publikums am kreativen Prozess sowie nach der Rolle der Institution Museum innerhalb der Stadtgesellschaft. Sie umfasst 38 internationale, künstlerische Positionen und schließt auch einen historisch-dokumentarischen Teil mit ein, in dem exemplarisch partizipative Ansätze aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt werden. In der Ausstellung werden mit verschiedenen Medien wie Skulptur, Fotografie, Installation, Video und Performance differenzierte Möglichkeiten der Teilhabe des Besuchers geschaffen.

Das Publikum wird hierbei zum Akteur. Indem es gedankliche Vorstellungen entwickelt, künstlerischen Anweisungen folgt oder performative Handlungen auslöst, indem es Teil des Kunstwerkes wird oder gemeinsam mit anderen Aktionen durchführt, kollaboriert, interagiert und spielt, schafft es im Museum einen sozialen und kommunikativen Raum, der über die Institution hinaus in den städtischen Raum hineinwirkt.
Der Kunst kommt somit die Rolle eines Ideengebers für gesellschaftliche Prozesse und eines Impulsgebers für die Sensibilisierung der Wahrnehmung zu. Schöpferische Aktionen und kritische Reflexion entstehen über die Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk. So entwickelt sich das Museum zu einem Ort der Begegnungen und wird konstruktiver Teil von lokalen, gesellschaftlichen und urbanen Strukturen.

Das Museum ist mehr als ein Container für Kunstwerke! Mit der Einladung „alle“ am künstlerischen Prozess teilhaben zu lassen, ist es der Ort, der engagiertes Handeln und kritisches Denken provoziert, fördert und möglich macht.

Das Museum Morsbroich folgt mit der Ausstellung Duett mit Künstler_in seiner Gründungshistorie, in der zeitgenössische, internationale künstlerische Positionen mit der Stadtgesellschaft zusammengeführt wurden. In der Wechselwirkung zwischen diesen beiden Polen, zwischen kritischen, reflektierenden und handelnden Akteuren beiderseits, sah man die Idee einer demokratisch fundierten Kulturpolitik verwirklicht. Einige Arbeiten sind daher auch in Kollaboration mit städtischen Partnern oder Leverkusener Bürgern oder für den Ort entstanden. So verschränkt beispielsweise leverkusen_transfer von Mischa Kuball ganz bewusst den Raum des Museums mit dem städtischen Raum und dem privaten Raum, die der Künstler als untrennbar miteinander verbunden sieht.

Die Ausstellung wird von einer Publikation begleitet, die von Mischa Kuball konzipiert und in Zusammenarbeit mit der Gestalterin Petra Hollenbach entwickelt wurde. Sie erscheint im Verlag für moderne Kunst und enthält wissenschaftliche Essays von Raimar Stange und Friederike Wappler, ein Vorwort von Markus Heinzelmann und Stella Rollig, eine Einführung in die Ausstellung von Stefanie Kreuzer und Kurztexte zu den Kunstwerken von Fritz Emslander, Feodora Heupel und Stefanie Kreuzer.

mit Arbeiten von
Vito Acconci, Davide Balula, Robert Barry, Joseph Beuys, Angela Bulloch, John Cage, Christian Falsnaes, Claus Föttinger, //////////fur//// art entertainment interfaces, Florian Graf, Rodney Graham, Hans Haacke, Jeppe Hein, Christine Hill, David Horvitz, Pierre Huyghe, Christian Jankowski, Yves Klein, Tomas Kleiner, Mischa Kuball, Dieter Meier, Bruce Nauman, Yoko Ono, OPAVIVARÁ!, Marjetica Potrč und Wapke Feenstra, Antje Schiffers - Myvillages, Tino Sehgal, Gabriel Sierra, David Shrigley, Juergen Staack, Rirkrit Tiravanija, Mary Vieira, Wolf Vostell, Franz Erhard Walther, Gillian Wearing, Franz West, Erwin Wurm, Haegue Yang, Zentrum für Politische Schönheit

Museum Morsbroich

Gustav Heinemann Straße 80
51377 Leverkusen



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    Im Werk der Fotokünstlerin Natalie Czech geht es auf charakteristische Weise um das Verhältnis von Bild weiter


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    In den 1960er-Jahren bildete das Rheinland ein wichtiges Zentrum für ein revolutionäres Kunstgeschehen: Eine neue, international vernetzte Generation von KünstlerInnen widersetzte sich der traditionellen Kunst weiter


    Castell Art Weekend 2017: Between Circles and Time

    Neues über Kunst erfahren, spannende Künstler persönlich kennen lernen, anregende Gespräche führen und ein im Bau befndliches Museum besuchen... Dieses Jahr mit dabei sind Judith Albert (CH), Simon Starling (UK), Dr. Katharina Ammann und Fritz Hauser (CH)
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    Jérôme Zonder. The Dancing Room

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