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Ehrenhof Preis 2017 an Morgaine Schäfer

April 2017
Eingabedatum: 15.04.2017

bilder

In Kooperation mit dem Museum Kunstpalast (Kulturzentrum Ehrenhof) hat der Düsseldorfer Unternehmer Dr. Georg Landsberg im Jahr 2015 den Ehrenhof Preis ins Leben gerufen. Das Gesamtvolumen des Ehrenhof Preises beträgt € 20.000, bestehend aus € 10.000 Preisgeld, einer Einzelpräsentation im Museum Kunstpalast und einer Publikation.

Der Preis richtet sich an Absolventinnen und Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf, die zum jährlich stattfindenden Rundgang ihre Abschlussarbeiten präsentieren. 2016 wurde der Preis erstmals vergeben. Die Ausstellung der Preisträgerin 2016, Ulrike Schulze (*1985) ist noch bis zum 16. April im Museum Kunstpalast zu sehen.

Über die Vergabe des Ehrenhofpreises entscheidet nach Besuch des Rundgangs eine Fachjury, in diesem Jahr bestehend aus dem Preisstifter Dr. Georg Landsberg sowie Michelle Cotton, Direktorin des Bonner Kunstvereins, Franka Hönschemeyer, Professorin Kunstakademie Düsseldorf, Dr. Stefanie Kreuzer, Museum Morsbroich, Leverkusen, und Beat Wismer, Generaldirektor Museum Kunstpalast, Düsseldorf.


Zur Preisträgerin 2017

Zweite Trägerin des Ehrenhof Preises ist Morgaine Schäfer (*1989), die in der Klasse von Christopher Williams studiert hat. In ihrer Abschlusspräsentation zeigte sie unter dem Titel „Westen - wschód“ konzeptuelle Fotografie als integralen Bestandteil einer Rauminstallation. Das Schlagwort „Verortung“ trifft ihren Ansatz nicht nur in Bezug auf die räumliche Konzeption. Ausgangspunkt waren Dias von Aufnahmen, die ihr deutscher Vater von der Familie ihrer polnischstämmigen Mutter gemacht hatte. Mit den Dias in der Hand fotografierte sie sich selbst und vermittelt damit einen starken visuellen Eindruck von Nähe und Fremde, Intimität und Distanz. Dieser wird auch in den dazugehörigen Raumelementen transportiert, einem über Eck gestellten, großen Rahmen mit Jalousien, einer Ansammlung von Zimmerpflanzen sowie zwei raumhohen Vorhängen, unter denen dezent die Worte „Westen“ und „wschód“ (polnisch für „Osten“) hervorlugen. Innen- und Außenraum, privater und öffentlicher Raum, häuslicher und geographisch-politischer verfließen ineinander. Gleichzeitig wird in dem Bildraum dieser Installation der Blick auf komplexe Weise gelenkt oder auch verstellt. Mit ihrer inhaltlich und formal reflektierten multimedialen Arbeit, die mit kunsthistorisch verankerten Bildmitteln wie dem Bild-im-Bild arbeitet, aber zugleich eine sehr subjektive Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft darstellt, überzeugte Morgaine Schäfer die Jury.

Die Ausstellung im Museum Kunstpalast wird parallel zum Rundgang der Kunstakademie im Februar 2018 präsentiert. ...

Stiftung Museum Kunstpalast
Kulturzentrum Ehrenhof
Ehrenhof 4-5
D-40479 Düsseldorf

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