Ausstellung der Meisterschülerinnen/Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Kunsthochschulnachrichten

11. 10. - 4. 11. 2017 | Galerie und Festsaal der HGB, Leipzig
Eingabedatum: 12.10.2017

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Die Ausstellung versammelt traditionell zum Beginn des Akademischen Jahrs Arbeiten der Meisterschüler*innen, die im Winter- und Sommersemester ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben. Erstmals wird in diesem Jahr der Meisterschülerpreis verliehen. Der Förderpreis für Absolvent*innen des HGB-Meisterschülerstudiums wurde von der G2 Kunsthalle gestiftet. Er ist mit 10.000 € und einem kostenfreien Atelierplatz für 12 Monate dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 10. Oktober im Festsaal der HGB statt.

Das Meisterschülerstudium vertieft und erweitert die künstlerisch-praktischen und künstlerisch-wissenschaftlichen Fähigkeiten und Kenntnisse und dient der Förderung künstlerischer Entwicklungsvorhaben. Studienziel ist der Erwerb des Titels "Meisterschüler", der höchste künstlerische Titel der HGB. Das Studium erfolgt in einer der Meisterklassen. Inhalt und Umfang der Lehrveranstaltungen werden in einem individuellen Studienprogramm von dem/der betreuenden Professor*in (Mentor*in) festgelegt. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester.

In der Ausstellung sind Arbeiten zu sehen von:

Malerei/Grafik: Leif Borges (Prof. Annette Schröter), Paul Bowler und Georg Weißbach als Kollektiv ART´N´More (Prof. Astrid Klein), Johannes Daniel (Prof. Heribert C. Ottersbach), Siegfried Füreder (Prof. Ingo Meller), Carsten Goering (Prof. Ingo Meller), Maximilian Kirmse (Prof. Astrid Klein), Annika Kleist (Prof. Astrid Klein), Anna Neroslavsky (Prof. Heribert C. Ottersbach), Norbert Reissig (Prof. Heribert C. Ottersbach), Karoline Schneider (Prof. Ingo Meller), Robert Sieg (Prof. Astrid Klein), Anna Vovan (Prof. Ingo Meller)

Buchkunst/Grafikdesign: Jens Klein (Prof. Günter Karl Bose), Paula Partzsch (Prof. Thomas M. Müller)

Fotografie: Daniele Ansidei (Prof. Joachim Brohm), Timo Hinze (Prof. Peter Piller), Daniel Poller (Prof. Joachim Brohm), Andrzej Steinbach (Prof. Heidi Specker)

Medienkunst: Paul Altmann (Prof. Helmut Mark), Joana Brunkow (Prof. Joachim Blank), Zaida Guerrero Casado (Prof. Joachim Blank), Mark Fridvalszki (Prof. Helmut Mark), Ming Chu Lai (Prof. Joachim Blank), Linda Perthen (Prof. Alba D´Urbano), Chloé Piot (Prof. Alba D´Urbano), Grazyna Roguski (Prof. Joachim Blank), Marike Schreiber (Prof. Helmut Mark), Thomas Taube (Prof. Clemens von Wedemeyer), Susan Winter (Prof. Helmut Mark)

Presse








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Pro oder Kontra


Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden gesellschaftlichen Kontroversen um Flüchtlings-, Umwelt- und Klimapolitik, um Verteilungsszenarien und das richtige Krisenmanagement untersucht die Ausstellung in der Burg Galerie im Volkspark, wie sich junge Künstlerinnen und Künstler mit aktuellen Zeitfragen auseinandersetzen. Nehmen sie eine Haltung pro oder kontra ein? Und wenn ja, wie wird sie künstlerisch formuliert? Die Ausstellung Pro oder Kontra präsentiert vom 1. Dezember 2016 bis zum 12. Januar 2017 hierzu 17 künstlerische Positionen von Studierenden aus sieben deutschen Kunsthochschulen, die nach einem Open Call ausgewählt wurden. Die jungen Künstlerinnen und Künstler überschreiten mit ihren Arbeiten dabei oft Gattungsgrenzen und verbinden mehrere Medien wie Skulptur und Sound oder digitale und analoge Bildproduktion. Thematisch drehen sich die Arbeiten dabei unter anderem um die Frage, was zu tun sei, wenn rassistische Tendenzen zum Mainstream zu werden drohen (Klasse Prof. Ulrike Grossarth) oder wie es um den Zusammenhang von deutscher Politik und Rüstungsindustrie steht (Paul Altmann). Genauso im Fokus stehen Fragen nach Identität und Bildpolitik, werden Grenzen dekonstruiert oder die unbegrenzten Möglichkeiten und Zwänge des technischen Fortschritts thematisiert.
Fünf Gastbeiträge der international tätigen Künstlerinnen und Künstler Šejla Kamerić, Folke Köbberling, Thomas Kilpper, Nástio Mosquito sowie Wolfgang Tillmanns flankieren die Werke der Kunststudierenden und erweitern so das künstlerische Spannungsfeld, in dem sich die studentischen Arbeiten auf unterschiedliche Weise positionieren.

Begleitend zur Ausstellung Pro oder Kontra wird ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm angeboten. Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern sowie geladenen Gästen wird dabei die Rolle zeitgenössischer künstlerischer Praxis und die Motivation ihrer Akteure zwischen vermeintlichem Relevanzdiktat und Autonomieanspruch diskutiert.
So verbindet die transdisziplinäre Veranstaltung Ist das Medium die Massage? am 1. Dezember 2016 von 14 bis 20 Uhr unterschiedliche Formen der Auseinandersetzung und des Austauschs wie Vortrag, Panel, Diskussion und Performance: Impulsreferate aus den Geisteswissenschaften sind ebenso Teil des Programms wie Artist Talks und zwei Diskussionspanels mit beteiligten Künstlerinnen, Künstlern und Gästen. Außerdem kommt die Hörspielfassung Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 von Helgard Haug und Daniel Wetzel / Rimini Protokoll zur Aufführung und Martin Haufe hält eine Performance-Lecture.


Frauke Zabel, Zeitgenossen, 2016, Videostill, © Beowulf Tomek

In der Ausstellung Pro oder Kontra sind Werke von Paul Altmann (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Franziska Beilfuß (Universität der Künste Berlin), Claudia Bieberstein (Hochschule für Bildende Künste Dresden), Tanja Hamester (Akademie der Bildenden Künste München), Martin Haufe (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Valentin Hessler (Hochschule für Bildende Künste Dresden), Klasse Prof. Ulrike Grossarth der Hochschule für Bildende Künste Dresden (Franziska Goralski, Sophie Lindner, Anne Reiter, Yannick Roller, Christoph Rodde, Theresa Schnell, Jakoba Schönbrodt-Rühl, Ronja Sommer, Martin Wiesinger und Lea Zepf), Sophie Kindermann (Akademie der Bildenden Künste München), Lisa Kottkamp (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Philine Kuhn (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Jaqueline Lisboa Silva (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig), Jana Luck (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Nora Manthei (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Bruno Siegrist (Universität der Künste Berlin), Soma Sohrabi (Universität der Künste Berlin), Anne Weyler (Kunsthochschule für Medien Köln) und Frauke Zabel (Akademie der Bildenden Künste München) sowie die fünf Gastbeiträge zu sehen.

Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Bundesverband der Hochschulgalerien entstanden, über den ein Open Call an alle 14 im Verband organisierten Kunsthochschulen und Ausstellungsräume ausgerufen wurde. Der Verband gründete sich Anfang 2016 mit dem Ziel, junge Kunst in der Übergangsphase vom Studienabschluss zur beruflichen Etablierung zu fördern. Gleichzeitig versteht sich der Verband als Netzwerk für theoretischen und praktischen Austausch.

Pro oder Kontra wird gefördert von „Burg gestaltet!“ – einem Projekt des gemeinsamen Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.


Paul Altmann, Genehmigt (62 Leopard 2, Katar 2013), 2014, 62-teilige C-Print-Serie, © Paul Altmann

Pro oder Kontra
Ausstellungsdauer: 1. Dezember 2016 bis 12. Januar 2017
Eröffnung: Mittwoch, 30. November 2016, 18 Uhr

Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8 a, 06114 Halle
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 14 bis 19 Uhr.
Vom 24.12.2016 bis 1.1.2017 ist die Burg Galerie im Volkspark geschlossen.
Eintritt: Der Eintritt ist kostenfrei.
Weitere Informationen: burg-halle.de/galerie

Kuratorinnen: Julia Kurz (Lehrkraft für Ausstellen und Vermitteln, Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre) und Dr. Jule Reuter (Kuratorin, Burg Galerie am Volkspark)

Begleitprogramm:
Symposium Ist das Medium die Massage?
Donnerstag, 1. Dezember 2016
14 bis 20 Uhr im Kleinen Saal des Volksparks, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Zur Veranstaltung werden Impulsreferate aus den Geisteswissenschaften gehalten und Artist Talks in der Ausstellung angeboten. Zudem findet eine Performance Lecture von Martin Haufe statt und das Hörspiel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 von Helgard Haug und Daniel Wetzel / Rimini Protokoll (WDR Hörspiel Produktion) wird aufgeführt. Zudem finden zwei Diskussionspanels mit den beteiligten Künstlerinnen, Künstlern und Gästen statt.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Kuratorinnenführung: Mittwoch, 7. Dezember 2016, 17 Uhr mit Kuratorin Julia Kurz. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Filmprogramm: Mittwoch, 14. Dezember 2016, 17 Uhr. Filmvorführung Episode III: Enjoy Poverty (2008) von Renzo Martens mit anschließender Diskussion, moderiert von Prof. Andrea Zaumseil (Professorin für Plastik/Bildhauerei Metall, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle). Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Künstlerinnengespräch: Mittwoch, 11. Januar 2017, 17 Uhr. Künstlerinnengespräch mit Philine Kuhn, Jana Luck und Nora Manthei, moderiert von Dr. Jule Reuter. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Führungen durch die Ausstellung: Jeden Sonntag um 15 Uhr führen Studierende der kunstpädagogischen Studiengänge durch die Ausstellung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Social Media: Die BURG kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #ProKontra und #BurgHalle.

Gefördert durch: „Burg gestaltet!“ – ein Projekt des gemeinsamen Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.




Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:






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