Robert Sieg erhält den Meisterschülerpreis der G2 Kunsthalle 2017

Kunsthochschulnachrichten:

Oktober 2017, HGB Leipzig
Eingabedatum: 11.10.2017

Werkabbildung

Stills aus Robert Sieg: Der unsichtbare Teich, Dokumentarfilm/Essay, 75 min., 2017, © Robert Siegbilder

Im Rahmen der heutigen Eröffnung der Meisterschüler-Ausstellung der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) 2017 hat Steffen Hildebrand (G2 Kunsthalle) den Meisterschülerpreis der G2 Kunsthalle an Robert Sieg für seinen filmischen Essay „Der unsichtbare Teich“ verliehen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobt und ist mit 10.000 Euro dotiert. Außerdem wird dem Preisträger ein Atelier für den Zeitraum von 12 Monaten kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Robert Sieg, 1984 in Berlin geboren, wuchs in Berlin und London auf. Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Philosophie in Berlin begann 2006 sein Studium an der HGB. Hier absolvierte er sein Diplom 2014 in der Klasse für Bildende Kunst bei Prof. Astrid Klein, bei der er auch das Meisterschülerstudium abschloss. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.

In der Jurybegründung heißt es: „Robert Sieg erzählt von einer Gesellschaft, in der das Individuelle oberste Priorität hat und in der Konsequenz permanente Selbstbehauptung und Selbstoptimierung in Konkurrenz zu anderen Individuen einfordert. Das Streben nach persönlicher Perfektion endet letztlich in der Entpersonalisierung. ‚Warum die Zukunft aufgehört hat zu existieren‘ – dieser Satz steht leitmotivisch vor dem Essay, der zwar aktives Hören und Sehen fordert, dessen Sogwirkung man sich jedoch kaum entziehen kann.“

Mitglieder der Fachjury waren Johanna Adam (Referentin der Intendanz der Bundeskunsthalle in Bonn), Steffen Hildebrand (Sammler und Geschäftsführer der G2 Kunsthalle), Thomas Locher (Rektor der HGB), Anka Ziefer (Leiterin der G2 Kunsthalle) und Harriet Zilch (Kuratorin für zeitgenössische Kunst an der Kunsthalle Nürnberg). Sie hatten aus 23 eingereichten Arbeiten auszuwählen. Voraussetzung für die Bewerbung war der erfolgreiche Abschluss der Meisterschülerprüfung an der HGB im Jahr 2017. Eingereicht wurden Arbeiten aus allen Meisterschülerklassen der Bereiche Malerei/Grafik, Buchkunst/Grafikdesign, Fotografie und Medienkunst.

Mit der Stiftung des medien- und klassenübergreifenden Meisterschülerpreises fördert die G2 Kunsthalle gezielt und direkt junge Künstlerinnen und Künstler, die am Beginn ihrer Laufbahn stehen. Ziel ist die Unterstützung der Entwicklung zeitgenössischer Kunstproduktion vor Ort. Ausgelobt wird der Preis zukünftig einmal jährlich unter allen Meisterschülerklassen der HGB.

Ausstellung der Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) 2017
Ausstellung: 11. Oktober – 4. November 2017
Öffnungszeiten: Di.–Fr. 14:00–18:00 Uhr, Sa. 12:00–16:00 Uhr
Ort: Galerie und Festsaal der HGB, Wächterstraße 11, 04107 Leipzig

hgb-leipzig.de

Hochschule für Grafik und Buchkunst
Academy of Fine Arts Leipzig
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wächterstraße 11
D-04107 Leipzig

Presse








Weiteres zum Thema: Robert Sieg



Ausstellung der Meisterschülerinnen/Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig


Die Ausstellung versammelt traditionell zum Beginn des Akademischen Jahrs Arbeiten der Meisterschüler*innen, die im Winter- und Sommersemester ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben. Erstmals wird in diesem Jahr der Meisterschülerpreis verliehen. Der Förderpreis für Absolvent*innen des HGB-Meisterschülerstudiums wurde von der G2 Kunsthalle gestiftet. Er ist mit 10.000 € und einem kostenfreien Atelierplatz für 12 Monate dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 10. Oktober im Festsaal der HGB statt.

Das Meisterschülerstudium vertieft und erweitert die künstlerisch-praktischen und künstlerisch-wissenschaftlichen Fähigkeiten und Kenntnisse und dient der Förderung künstlerischer Entwicklungsvorhaben. Studienziel ist der Erwerb des Titels "Meisterschüler", der höchste künstlerische Titel der HGB. Das Studium erfolgt in einer der Meisterklassen. Inhalt und Umfang der Lehrveranstaltungen werden in einem individuellen Studienprogramm von dem/der betreuenden Professor*in (Mentor*in) festgelegt. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester.

In der Ausstellung sind Arbeiten zu sehen von:

Malerei/Grafik: Leif Borges (Prof. Annette Schröter), Paul Bowler und Georg Weißbach als Kollektiv ART´N´More (Prof. Astrid Klein), Johannes Daniel (Prof. Heribert C. Ottersbach), Siegfried Füreder (Prof. Ingo Meller), Carsten Goering (Prof. Ingo Meller), Maximilian Kirmse (Prof. Astrid Klein), Annika Kleist (Prof. Astrid Klein), Anna Neroslavsky (Prof. Heribert C. Ottersbach), Norbert Reissig (Prof. Heribert C. Ottersbach), Karoline Schneider (Prof. Ingo Meller), Robert Sieg (Prof. Astrid Klein), Anna Vovan (Prof. Ingo Meller)

Buchkunst/Grafikdesign: Jens Klein (Prof. Günter Karl Bose), Paula Partzsch (Prof. Thomas M. Müller)

Fotografie: Daniele Ansidei (Prof. Joachim Brohm), Timo Hinze (Prof. Peter Piller), Daniel Poller (Prof. Joachim Brohm), Andrzej Steinbach (Prof. Heidi Specker)

Medienkunst: Paul Altmann (Prof. Helmut Mark), Joana Brunkow (Prof. Joachim Blank), Zaida Guerrero Casado (Prof. Joachim Blank), Mark Fridvalszki (Prof. Helmut Mark), Ming Chu Lai (Prof. Joachim Blank), Linda Perthen (Prof. Alba D´Urbano), Chloé Piot (Prof. Alba D´Urbano), Grazyna Roguski (Prof. Joachim Blank), Marike Schreiber (Prof. Helmut Mark), Thomas Taube (Prof. Clemens von Wedemeyer), Susan Winter (Prof. Helmut Mark)


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:






    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    berlin


    Alexander Kluge. Gärten der Kooperation

    Die beiden zentralen inhaltlichen Bezugspunkte der Ausstellung kreisen um die Metapher des Gartens und die Idee des Gemeinsamen. weiter


    Saâdane Afif. Ici. / Là-bas.

    In Düren und Montpellier wird die Arbeit „Ici. / Là-bas.“ von dem französischen Künstler Saâdane Afif zeitgleich gezeigt. weiter


    Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont

    Die Ausstellung spiegelt den Blick der zeitgenössischen Kunst auf alternative Zukunftsentwürfe – mögliche Horizonte hinter dem jetzt sichtbaren Horizont. weiter


    MORE than ROME. Christoph Brech

    Ungewöhnlich, manchmal irritierend, oft verblüffend sind die Arbeiten des Münchner Bild- und Videokünstlers Christoph Brech. Seine Werke konzentrieren sich auf Phänomene der Zeit, der Übergänge, der Erinnerung. weiter

    graduiert ≈ präsentiert

    Vom 11. Oktober bis 12. November 2017 zeigt die Burg Galerie im Volkspark unter Arbeiten von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt aus den Jahren 2016 und 2017. weiter

    Ausstellung der Meisterschülerinnen/Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

    Die Ausstellung versammelt traditionell zum Beginn des Akademischen Jahrs Arbeiten der Meisterschüler*innen, die im Winter- und Sommersemester ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben weiter


    Martin Parr: Souvenir - A Photographic Journey

    In seinen Arbeiten zeigt Martin Parr die gesellschaftliche Realität: Phänomene wie Konsum, Tourismus oder nationale Identitäten beleuchtet er aus einer unterhaltsamen Perspektive, die das Banale, Extreme und manchmal auch Abgründige im Alltäglichen sichtbar macht. weiter

    Roter Oktober. Kommunismus als Fiktion und Befehl

    Die russische Revolution kann als Beginn des proletarischen Zeitalters und der Etablierung international sehr unterschiedlicher Kommunismen gelten. Mittels zeitgenössischer Kunstwerke der verschiedensten Gattungen und Medien sowie einer Auswahl historischer Referenzwerke versucht die Ausstellung ... weiter

    Robert Sieg erhält den Meisterschülerpreis der G2 Kunsthalle 2017

    Im Rahmen der heutigen Eröffnung der Meisterschüler-Ausstellung der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) 2017 hat Steffen Hildebrand (G2 Kunsthalle) den Meisterschülerpreis der G2 Kunsthalle an Robert Sieg für seinen filmischen Essay „Der unsichtbare Teich“ verliehen. weiter


    Hendrick Goltzius und Pia Fries: Proteus und Polymorphia

    Mehr als vierhundert Jahre trennen das künstlerische Œuvre des Manieristen aus dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert, Hendrick Goltzius, und der zeitgenössischen Malerin Pia Fries, die sich seit sieben Jahren künstlerisch mit dem Werk von Goltzius auseinandersetzt. weiter


    Folklore. Eine Kontroverse mit Werken aus den Sammlungen

    Die kontroverse Rolle von Folklore in der bildenden Kunst seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart steht im Mittelpunkt der neuen Sammlungsausstellung in Partnerschaft mit der Generali Foundation weiter

    Hiscox Kunstpreis 2017

    Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung erhält Daniel Hopp. Über das Aufenthaltsstipendium im Rahmen von »sommer.frische.kunst“ kann sich der Malerei-Student Simon Modersohn freuen. weiter


    DIORAMA. ERFIN­DUNG EINER ILLU­SION

    Vom 6. Okto­ber 2017 bis 21. Januar 2018 widmet sich die Schirn Kunst­halle Frank­furt in einer großen Ausstel­lung einer Kultur­ge­schichte des Sehens. weiter


    Heike Kati Barath - Mal

    Die Berliner Künstlerin Heike Kati Barath wird 2017 mit dem Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen ausgezeichnet. weiter

    Andreas Mühe Eine Quadratur

    Der Fotograf Andreas Mühe, geboren 1979 in Karl-Marx-Stadt, lebt und arbeitet in Berlin. Sehen wir in seinen Fotografien was wir sehen wollen? weiter