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Cameron Jamie: Bodies, Faces, Heads

21.10.-10.12.2017 | Kölnischer Kunstverein
Eingabedatum: 24.10.2017

bilder

Mit Bodies, Faces, Heads präsentiert der Kölnische Kunstverein die erste institutionelle Einzelausstellung von Cameron Jamie in Deutschland. Das Werk des 1969 in Los Angeles geborenen und heute in Paris lebenden Künstlers, umfasst Holzskulpturen, Keramiken,Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Filme sowie Künstlerbücher und kann damit zu den vielfältigsten Beiträgen zur aktuellen Kunst- und Kulturproduktion gezählt werden.

Zentraler Gegenstand der Arbeit von Jamie ist das soziale sowie kulturelle Leben in Amerika und Europa, so dass sich mit seiner Praxis anthropologische, ethnologische wie auchpsychologische Gesichtspunkte verbinden. Dabei haben seine facettenreichenHervorbringungen nie den Charakter von wissenschaftlichen Studien; seine Werke verhalten sich vielmehr wie Annäherungen an individuelle oder gesellschaftliche Daseinsformen, denen ein großes metaphorisches Potential innewohnt.

Im Rahmen der Präsentation wird anhand älterer und neuerer Skulpturen und Monotypien ein weitreichender Einblick in die Praxis des international gefeierten Künstlers gewährt.

Kölnischer Kunstverein
Hahnenstraße 6
50667 Köln
Telefon +49 (0) 221 217021 (Büro und Ausstellungskasse)
koelnischerkunstverein.de

Presse






Daten zu Cameron Jamie:

- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art cologne 2015

- Berlin Biennale 2010

- Biennale de Lyon 2015

- Buchholz - Gallery

- MoMA Collection

- Whitney Biennale 2006

Weiteres zum Thema: Cameron Jamie



Traum & Trauma - Kunsthalle Wien / MUMOK (29.06.-04.10.07)


Alles, was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe. Elias Canetti

Traum & Trauma. Werke aus der Sammlung Dakis Joannou, Athen - ein Kooperationsprojekt von Kunsthalle Wien und MUMOK - nähert sich mit über vierzig zeitgenössischen künstlerischen Positionen den beiden aus dem Unbewussten schöpfenden Phänomenen, dem Traum ebenso wie der seelischen Verwundung - dem Trauma.

Traum und Trauma sind zwei menschliche Erfahrungsräume, die auf unterschiedliche Weise imaginäre Vorstellungswelten und phantastische Szenarien hervorbringen. Der Traum als Begleiter des Schlafes gehört zum Alltag und verbindet verschiedene Aggregatzustände des Seins: "Sterben - schlafen - schlafen! Vielleicht auch träumen!" lässt Shakespeare Hamlet sagen und umreißt damit wesentliche Horizonte des Erlebens.
Im Trauma hingegen manifestiert sich die Realität als psychische Deformation und als symbolische Wunde. Es ist ein Nicht-Ort, eine Zone des Formlosen und Bruchstückhaften, wo sich Verdrängtes und aus dem Bewusstsein Verschwundenes sammelt. Sigmund Freud bestimmte das Trauma als "ein Erlebnis, welches dem Seelenleben innerhalb kurzer Zeit einen so starken Reizzuwachs bringt, dass die Erledigung oder Aufarbeitung desselben in normal-gewohnter Weise missglückt."

Arbeiten in der Ausstellung wie jene von Nigel Cooke, Olafur Eliasson, Kiki Smith und Christopher Wool markieren diesen prekären Status des Existentiellen und zeugen gerade in der phantasievollen Ausfaltung düsterer Zwielichtwelten von der eigentlichen Nicht der Symbolisierung verweigert. Eine Ästhetik des Traumas veranschaulicht wie bei William Kentridge oder Cindy Sherman Formen des Schmerzes, der Angst und der Verletzung, die sich häufig dem Körper einschreiben, so auch bei den Arbeiten von Paul McCarthy oder Kiki Smith. Sie zeigt die Verwundung des Existenziellen, stellt innere Befindlichkeiten, verwendet sich dem Abjekten zu, visualisiert Verdrängtes, Ekelerregendes und Verworfenes (Gregory Crewdson, Urs Fischer, Tim Noble/Sue Webster, Cindy Sherman) und legt damit Wünsche, Begehren und quälende Träume frei. Zeichnungen einer jungen Künstlergeneration, der Tauba Auerbach, Paul Chan, Brian DeGraw, Marcel Dzama, Adam Helms, Cameron Jamie, Dorota Jurczak, Dimitris Protopapas, Georgia Sagri, Christiana Soulou, Aurel Schmidt, Ralf Ziervogel angehören, vermitteln Eindrücke des Unbewussten in häufig expressiven und furchtverzerrten Porträts; sie zeigen in arabesken, an den Jugendstil erinnernden, netzartigen und zerebralen Strukturen traumähnlich verworrene Gespinste. Es scheint, als würden diese Künstler wie die Surrealisten die Aussagekraft des Unbewussten jener des Bewussten vorziehen und André Breton in seinem Ausspruch folgen: "Wo Ich war, soll Es werden."

Die Ausstellung Traum & Trauma gliedert sich in zwei Teile: In der Halle 2 der Kunsthalle Wien dominieren raumgreifende Arbeiten, Zeichnungen und Fotografien von Gregory Crewdson, Anna Gaskell und Cindy Sherman. Künstlerische Schwerpunkte werden mit Paul Chan, Urs Fischer, Robert Gober und Kiki Smith gesetzt. Ganz nach dem Motto "Der Umweg führt zum Ziel", sind in den Durchgangsbereichen Objekte von Urs Fischer, Jeff Koons, Poka-Yio und Nari Ward in einer Weise platziert, dass sie dem Besucher den Weg verstellen. Die kuratorische Beto nung der Schwelle ist einerseits Akzentuierung der Grenze zwischen Bewusstem und Unbewusstem und andererseits Markierung der Unzugänglichkeit der ins Unbewusste verdrängten psychischen Inhalte. In den abgedunkelten Räumen der Hofstallung des MUMOK ist eine Inszenierung jener Werke zu sehen, die vor allem die dunkle Seite der menschlichen Existenz visualisieren. Es ist ein metaphorischer Gedächtnisraum, dessen Zentrum zwei installative Arbeiten bilden, Amazing Grace von Nari Ward, eine Akkumulation von 280 alten Kinderwagen und platt gedrückten Feuerwehrschläuchen, sowie Your Strange Certainty Still Kept, ein beleuchteter Wasservorhang von Olafur Eliasson.

Dakis Joannou zählt zu den weltweit bedeutendsten Sammlern zeitgenössischer Kunst. Seit dreißig Jahren verlässt sich der griechische Geschäftsmann auf sein unbeirrbares Gespür für die Künstler von morgen. Dakis Joannou ist der Gründer der Deste Foundation For Contemporary Art, Athen; die wohl größte Ausstellung seiner Sammlung der letzten Jahre mit dem Titel Monument to Now wurde dort gezeigt. 2005 präsentierte Dakis Joannou einen Teil seiner Sammlung mit dem Fokus Translation im Palais de Tokyo in Paris, die erste Präsentation seiner Werke außerhalb Griechenlands. Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien und im MUMOK steht wieder unter einem inhaltlichen Schwerpunkt: Traum & Trauma. (Presse / Kunsthalle Wien)

KünstlerInnen: Pawel Althamer, Tauba Auerbach, Hisham Bharoocha, Maurizio Cattelan, Paul Chan, Nigel Cooke, Gregory Crewdson, Gerald Davis, Brian DeGraw, Nathalie Djurberg, Marcel Dzama, Olafur Eliasson, Urs Fischer, Naomi Fisher, Saul Fletcher, Barnaby Furnas, Anna Gaskell, Robert Gober, Matt Greene, Oliver Halsman Rosenberg, Adam Helms, Cameron Jamie, Dorota Jurczak, William Kentridge, Jeff Koons, Friedrich Kunath, Matt Leines, Ashley Macomber, Paul McCarthy, Tim Noble/Sue Webster, Chris Ofili, Poka Schmidt, Cindy Sherman , Dasha Shishkin, Kiki Smith, Nedko Solakov, Christiana Soulou, Alex Stein, Nari Ward, Christopher Wool, Ralf Ziervogel

KuratorInnen: Edelbert Köb (MUMOK), Gerald Matt und Angela Stief (Kunsthalle Wien)

Abbildung: Kiki Smith, Untitled (Hanging Woman), 1992, Courtesy The Dakis Joannou Collection, Athens

Kunsthalle Wien, halle 2
und
MUMOK, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Hofstallung
In Kooperation mit der Deste Foundation for Contemporary Art, Athens Museumsplatz 1 1070 Wien Infoline: +43-

Salon der Angst


Angst kennt jeder. Die Ausstellung Salon der Angst widmet sich jedoch nicht allein dem diffusen Gefühl der Unsicherheit und Bedrohung, sondern zeigt die kulturelle Prägung individueller wie kollektiver Angsterlebnisse und -ereignisse. Die Darstellung von Angst und Schrecken, von emotional verunsicherten oder verstörten Menschen ist ein kunsthistorisch arriviertes Motiv, charakterisiert aber auch die künstlerische Praxis einer jüngeren Generation, die seismografisch auf eine veränderte Gesellschaft mit neuen Angstszenarien reagiert.

Salon der Angst sucht die künstlerische Auseinandersetzung mit den Ängsten unserer Zeit und fächert deren emotionales wie gesellschaftspolitisches Spektrum auf. Angst präsentiert sich in diesem Zusammenhang insbesondere als Reaktion auf jene Aspekte der Gegenwart, mit denen wir nicht umzugehen wissen.

Die Künstler/innen der Ausstellung thematisieren Angst entsprechend in ihren ideengeschichtlichen Kontexten, aber auch ihren konkreten Manifestationen. Die Auseinandersetzung mit der Angst in der Kunst erweist sich dabei als präziser Blick auf die mediale Verarbeitung (und Erzeugung) eines ebenso vertrauten wie schwer fassbaren menschlichen Affekts.

Teilnehmende Künstler/innen: Nel Aerts, Özlem Altin, Kader Attia, Gerard Byrne, Los Carpinteros, James Ensor, Ieva Epnere, Harun Farocki, Marina Faust, Didier Faustino, Peter Fischli / David Weiss, Rainer Ganahl, Agnès Geoffray, Thomas Hirschhorn, Iraqi Children’s Art Exchange, Cameron Jamie, Jesse Jones, Dorota Jurczak, Ferdinand van Kessel, Bouchra Khalili, Eva Kotátková, Nicolas Kozakis / Raoul Vaneigem, Alfred Kubin, Erik van Lieshout, Jen Liu, Marko Lulic, Fabian Marti, Florin Mitroi, Marcel Odenbach, Jane Ostermann-Petersen, Francis Picabia, Willem de Rooij, Allan Sekula, Zin Taylor, Noam Toran, Kerry Tribe, Peter Wächtler, Jeff Wall, Mark Wallinger, Gillian Wearing, Tobias Zielony

Kurator/innen: Nicolaus Schafhausen und Cathérine Hug

Kunsthalle Wien
Museumsplatz 1
1070 Wien, Austria
http://www.kunsthallewien.at






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