Mwangi Hutter - Innocent of Black and White

27. Januar bis 15. April 2018 | Kunstverein Ludwigshafen
Eingabedatum: 22.01.2018

Werkabbildung

Mwangi Hutter turquoise realm, 2014, 3 channel video installation Courtesy of the artist / Galerie Burster, Berlin © Mwangi Hutter VG Bild-Kunst, Bonn 2018bilder

Selbsterkundung und Körpererfahrung sind die zentralen Themen im Werk des Künstlerpaars Mwangi Hutter. Sie arbeiten mit Video, Klang, Fotografie, Installation, Skulptur, Malerei und Performance. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist immer der menschliche Körper, genauer gesagt ihr eigener, der in fast allen Arbeiten in Erscheinung tritt. Ihre Performances, Videoarbeiten und Fotografien entwickeln sie aus selbst konzipierten, oftmals ritualartigen Handlungen, die auf das Engste mit ihren eigenen Erfahrungen und ihrer persönlichen Geschichte verbunden sind. Ihr grundsätz-liches Verständnis von Wissen, das sie nicht als einen rein intellektuellen Prozess, sondern vielmehr als ein ganzheitliches Verständnis von Körper, Geist und Seele verstehen, bildet das Fundament ihrer künstlerischen Arbeit, die für sie immer eine Reise zu sich selbst, eine intensive Selbsterkundung und Erforschung der eigenen Körperlichkeit beinhaltet.

Die große Einzelausstellung im Kunstverein Ludwigshafen gibt einen Einblick in das umfangreiche Werk des Künstlerpaars und stellt drei raumgreifende Videoinstallationen in einen unmittelbaren Dialog zu den in jüngster Zeit entstandenen großformatigen, in schwarz weiß gehaltenen Malereien. Hier, wie auch in den jüngsten Videoarbeiten begegnen sich immer wieder Mann und Frau, eng umschlungen, sich gegenseitig haltend oder sich voneinander lösend. Die Arbeiten erzählen von Liebe und Zusammengehörigkeit, von unserem In-der-Welt-Sein und von unserem Aus-der-Welt-Verschwinden. Sie verweisen aber auch auf gesellschaftliche Unterschiede aufgrund von Hautfarbe, Geschlecht oder Herkunft. Die in den Videoarbeiten eingesetzten künstlerischen Mittel sind sehr reduziert. Die Kamera ist meist statisch und obwohl auf den ersten Blick der Eindruck entsteht, dass nur wenig passiert, haben die Videos eine magische Wirkung. Gesteigert wird diese Erfahrung durch die ruhige und dennoch eindringliche Stimme von Ingrid Mwangi, deren Gesang in den jüngsten Arbeiten, wie beispielsweise in „turquoise realm“, das Geschehen begleitet und trägt. Es ist diese bestechende Einfachheit der sich in kurzen Loops wiederholenden Bilder, die es vermag, den Betrachter in den Bann zu ziehen und ihn ganz unmittelbar auf tiefe existenzielle Erfahrungen zurückwirft.

Biografie: Ingrid Mwangi ist in Nairobi, Robert Hutter in Ludwigshafen geboren. Sie haben an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, in Saarbrücken bei Prof. Ulrike Rosenbach studiert. Seit 2005 arbeiten sie als Mwangi Hutter zusammen. Ihre Arbeiten wurden in Afrika, Asien, Europa, den Vereinigten Staaten und Südamerika gezeigt, u.a.: Biennale von Sao Paulo; Brooklyn Museum; Smithsonian Institution - National Museum of African Art; Centre Pompidou, Paris; Museum für Moderne Kunst, Frank-furt; Dak’Art Biennale; Mori Museum, Tokyo; 57. Biennale von Venedig und documenta 14. Mwangi Hutter leben und arbeiten in Berlin, Ludwigshafen und Nairobi.

mwangihutter.com

Kunstverein Ludwigshafen
Bismarckstr. 44-48
67059 Ludwigshafen
kunstverein-ludwigshafen.de

Presse








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Die Göttliche Komödie


Das MMK Museum für Moderne Kunst wird zum Schauplatz von Dante Alighieris „Göttlicher Komödie“: Das Epos aus dem frühen 14. Jahrhundert bildet die Grundlage für die Großausstellung mit Arbeiten von über 50 Gegenwartskünstlern aus mehr als 20 afrikanischen Ländern. Die Präsentation erstreckt sich über die gesamte Ausstellungsfläche des MMK und umfasst 18 Neuproduktionen, die explizit für die Räume des Museums konzipiert sind.

Ausgehend von ihren unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen untersuchen die Künstlerinnen und Künstler einzelne thematische Sequenzen der „Göttlichen Komödie“. Dabei entwerfen manche die Jenseitsreiche als weltliche Orte, andere Künstler verknüpfen sie mit der Idee von Göttlichkeit, Hoffnung oder Verlust. Das Konzept der Ausstellung überträgt die universellen Fragestellungen der „Göttlichen Komödie“ in unsere Gegenwart und setzt sie in einen aktuellen, transnationalen Zusammenhang.

Die von Kurator Simon Njami zusammen mit dem MMK konzipierte Präsentation wird anschließend an vier weiteren internationalen Ausstellungsstationen zu sehen sein. Njami (*1962 Lausanne, lebt in Paris) organisierte bereits zahlreiche Ausstellungen zur zeitgenössischen afrikanischen Kunst, darunter die wegweisende Überblicksschau „Africa Remix“ (2004-2007), den afrikanischen Pavillon der Biennale Venedig 2007 sowie die FNB Joburg Art Fair 2008 in Johannesburg.

Teilnehmende Künstler: Jane Alexander (*1959 Johannesburg, Südafrika), Ghada Amer (*1963 Kairo, Ägypten), Joël Andrianomearisoa (*1977 Antananarivo, Madagaskar), Kader Attia (*1970 Dugny/Seine-Saint-Denis, Frankreich), Sammy Baloji (*1978 Lubumbashi, Kongo), Berry Bickle (*1959 Bulawayo, Simbabwe), Bili Bidjocka (*1962 Douala, Kamerun), Wim Botha (*1974 Pretoria, Südafrika), Zoulikha Bouabdellah (*1977 Moskau, Russland), Mohamed Bourouissa (*1978 Blida, Algerien), Nabil Boutros (*1954 Kairo, Ägypten), Edson Chagas (*1977 Luanda, Angola), Loulou Cherinet (*1970 Gothenburg, Schweden), Lawrence Chikwa (* 1973 Lusaka, Zambia), Kudzanai Chiurai (*1981 Harare, Simbabwe), Dimitri Fagbohoun (*1972 Cotonou, Benin), Franck Abd-Bakar Fanny (*1971 Elfenbeinküste), Jellel Gasteli (*1958 Tunis, Tunesien), Pélagie Gbaguidi (*1965 Dakar, Senegal), Kendell Geers (*1968 Johannesburg, Südafrika), Frances Goodman (*1975 Johannesburg, Südafrika), Nicholas Hlobo (*1975 Kapstadt, Südafrika), Mouna Karray (*1970 Sfax, Tunesien), Amal Kenawy (1974 - 2012 Kairo, Ägypten), Majida Khattari (*1966 Erfoud, Marokko), Kiluanji Kia Henda (*1979 Luanda, Angola), Jems Koko Bi (*1966 Sifra, Elfenbeinküste), Abdoulaye Konaté (*1953 Diré, Mali), Nicène Kossentini (*1976 Sfax, Tunesien), Ndary Lo (*1961 Tivaouane, Senegal), Ato Malinda (*1981 Nairobi, Kenia), Pascale Marthine Tayou (*1967 Yaoundé, Kamerun), Julie Mehretu (*1970 Addis Abeba, Äthiopien), Myriam Mihindou (*1964 Libreville, Gabon), Nandipha Mntambo (*1982 Swasiland), Aïda Muluneh (*1974 Addis Abeba, Äthiopien), Hassan Musa (*1951 El-Nuhud, Sudan), Wangechi Mutu (*1972 Nairobi, Kenia), Mwangi Hutter (*1975 Nairobi, Kenia und Ludwigshafen, Deutschland), Youssef Nabil (*1972 Kairo, Ägypten), Lamia Naji (*1966 Casablanca, Marokko), Moataz Nasr (*1961 Kairo, Ägypten), Cheikh Niass (*1966 Dakar, Senegal), Maurice Pefura (*1967 Paris, Frankreich), Zineb Sedira (*1963 Paris, Frankreich), Yinka Shonibare MBE (*1962 London, England), Guy Tillim (*1962 Johannesburg, Südafrika), Andrew Tshabangu (*1966 Johannesburg, Südafrika), Minnette Vári (*1968 Pretoria, Südafrika), Dominique Zinkpè (*1969 Cotonou, Benin)

Museum für Moderne Kunst Frankfurt
Domstr. 10
60311 Frankfurt am Main
Germany

mmk-frankfurt.de

Lubaina Himid The Truth is Never Watertight


Der Badische Kunstverein freut sich, die Künstlerin Lubaina Himid in einer ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland zu präsentieren. Als Künstlerin, Autorin und Professorin widmet sich Himid dem Diskurs um Migration, Rassismus, Sklaverei und Repräsentation des Schwarzen Körpers in der Kunst und ihren Diskursen und bringt westliche Stereotype und Klassifikationen ins Wanken. Himid spielte eine aktive Rolle in der Black Arts Bewegung in den 1980er und 90er Jahren und kuratierte eine Vielzahl signifikanter Ausstellungen von Schwarzen Künstlerinnen. "The Truth is Never Watertight" vereint zahlreiche Gemälde aus den 1980er Jahren bis heute sowie so genannte Cut-Outs, bemalte Holzobjekte und Arbeiten auf Papier. Lubaina Himid wurde in diesem Jahr für den Turner Prize nominiert.

Kuratiert von Anja Casser

Im Kontext der Ausstellung erscheint eine erste umfangreiche Publikation in Zusammenarbeit mit Modern Art Oxford, Spike Island (Bristol) und Nottingham Contemporary.

Die Ausstellung wird gefördert durch das British Council, den Weltladen Karlsruhe und die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden- Württemberg (SEZ). Lubaina Himid wird durch die Galerie Hollybush Gardens in London vertreten.


„To Become Two“ ist die erste umfassende Einzelausstellung der in Berlin lebenden Künstlerin Alex Martinis Roe in Deutschland. Im Zentrum der künstlerischen Praxis von Martinis Roe stehen die Geschichten einiger feministischer Gemeinschaften aus unterschiedlichen Orten sowie Gespräche mit Frauen verschiedener Generationen über eine mögliche Zukunft dieser Projekte. Aus der intensiven Zusammenarbeit mit internationalen feministischen Gruppen und Institutionen in Europa und Australien während der letzten vier Jahre ist eine Reihe von Filmen und fortlaufenden Workshops entstanden. Die Ausstellung im Badischen Kunstverein „To Become Two“ ist eine Installation von sechs Filmen, einem zweiteiligen Workshop und mehreren Gesprächen.

Kuratiert von Anja Casser und Didem Yazıcı

„To Become Two” wurde gemeinsam von ar/ge kunst (Bolzano); Casco – Office for Art, Design and Theory, (Utrecht); If I Can’t Dance, I Don’t Want To Be Part Of Your Revolution (Amsterdam) und The Showroom
(London) in Auftrag gegeben. Das Projekt wurde mit der Unterstützung von der Graduiertenschule der Universität der Künste Berlin und der australischen Regierung durch das Australia Council of the Arts, seiner Förder- und Aufsichtskörperschaft produziert.

Ausstellungsdesign von Fotini Lazaridou-Hatzigoga. Design der Posterserie von Chiara Figone. „To Become Two” entstand mit der Unterstützung der Kuratorin Susan Gibb.


RAHMENPROGRAMM

Sa, 7. Oktober - So, 8. Oktober, 10-17 Uhr 

Alex Martinis Roe: To Become Two, Workshop (EN/DE)
Anmeldung bis 17. September unter
workshop@badischer-kunstverein.de
Mehr Informationen zur Teilnahme auf badischer-kunstverein.de

Sa, 21. Oktober, 14-16.30 Uhr
Öffentlicher Salon mit Alex Martinis Roe (EN/DE)

Sa, 18. November, 16-17.30 Uhr
Künstlerinnenvortrag von Lubaina Himid (EN)

Sa, 18. November, 18-20 Uhr
Gesprächsrunde mit Lubaina Himid und
Gastkünstler*innen Mwangi Hutter, Nancy Mteki, Lerato Shadi (EN)

Eintritt frei zu allen Veranstaltungen!


badischer-kunstverein.de
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ENGLISH VERSION
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OPENING:
Thursday, September 7, 7pm

08.09.–26.11.2017
Lubaina Himid
The Truth is Never Watertight

Badischer Kunstverein is delighted to present the first survey exhibition by British artist Lubaina Himid in Germany. As an artist, writer, and professor, Himid has dedicated her work to the discourse on migration, race, slavery and the representation of the Black body in art, over- throwing Western stereotypes and classifications. Lubaina Himid played an active role in the Black Arts Movement in the 1980s and 1990s and curated a number of significant exhibitions of Black female artists. “The Truth is Never Watertight” brings together a wide range of paintings from the 1980s to the present day, as well as cut-outs, painted wooden objects, and works on paper. Lubaina Himid has recently been nominated for the 2017 Turner Prize.

Curated by Anja Casser

A first extensive publication will be published in collaboration with Modern Art Oxford, Spike Island (Bristol), and Nottingham Contemporary.

The the exhibition is supported by British Council, Weltladen Karlsruhe and the Foundation for Development Cooperation of Baden- Württemberg (SEZ). Lubaina Himid is represented by the Gallery Hollybush Gardens in London


Atrium
Alex Martinis Roe
To Become Two

“To Become Two“ is the first comprehensive solo exhibition of Berlin- based artist Alex Martinis Roe in Germany. Martinis Roe’s project is driven by the parallel histories of several interconnected feminist communities in various places and imagines futures from them in conversation with groups of women from different generations. Over the last four years, she has worked dedicatedly with international feminist communities and institutions in Europe and Australia to develop a series of films and ongoing workshops. The exhibition at Badischer Kunstverein “To Become Two”, is an installation comprised of six films, a two-part workshop and multiple conversations.

Curated by Anja Casser and Didem Yazıcı

"To Become Two" was co-commissioned by ar/ge kunst (Bolzano); Casco – Office for Art, Design and Theory, (Utrecht); If I Can’t Dance, I Don’t Want To Be Part Of Your Revolution (Amsterdam) and The
Showroom (London). The project was produced with the support of the Graduiertenschule der Universität der Künste Berlin and the Australian Government through the Australia Council for the Arts, and its arts funding and advisory body.

Exhibition design by Fotini Lazaridou-Hatzigoga. Poster series design by Chiara Figone. "To Become Two" has been made with the support of curator Susan Gibb.


PUBLIC PROGRAMME

October 7-8, 10am-5pm 

Alex Martinis Roe: To Become Two, Workshop (EN/DE)
Please register at workshop@badischer-kunstverein.de
until September 17
for more information on participation visit: badischer-kunstverein.de

October 21, 2-4.30pm
Public Salon with Alex Martinis Roe (EN/DE)

November 18, 4-5.30pm
Artist Talk by Lubaina Himid (EN)

November 18, 6-8pm
Round Table with Lubaina Himid and
Guest Artists Mwangi Hutter, Nancy Mteki, Lerato Shadi (EN)

Free admission to all events!


Badischer Kunstverein
Waldstraße 3
76133 Karlsruhe
Germany


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:






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