Fredrik Værslev: TAN LINES

3. Februar - 31. März 2018 | Bonner Kunstverein
Eingabedatum: 02.02.2018

Werkabbildung

Fredrik Værslev, Untitled, 2017. Photo: Vegard Klevenbilder

Die großformatigen, abstrakten Bilder Fredrik Værslevs (geb.1979, Drøbak, lebt und arbeitet in Dikemark and Vestfossen, Norwegen) stellen sich den gängigen Konventionen, Definitionen und Grenzen der Malerei. Seine mit traditionellen und industriellen Materialien und Techniken entwickelten Kompositionen sind von abstrakter Malerei, Minimalismus und Grafikdesign geprägt.

In seiner Ausstellung im Bonner Kunstverein werden zwei neue Werkgruppen zu sehen sein, die Værslevs anhaltende Beschäftigung mit Malerei als Prozess verdeutlichen. Die "Sail Paintings" sind eine Serie verschiedenartig bearbeiteter, zusammengesetzter Leinwandstücke und erinnern vor monochromem Hintergrund an Form und Gestaltung von Segeln. Die neun “Garden Paintings” in der Ausstellung gehören zu einer Werkserie, welche der Künstler seit 2012 intensiv weiterentwickelt. Diese Malereien bestehen aus Holzlatten, die an einer metallenen Unterkonstruktion freischwebend vor der Wand hängen. Diese könnten zwar als eine Serie minimalistischer Malereien oder als skulpturale Geste gelesen werden, doch bezieht sich Værslev hier auf die Materialsprache von Architektur in urbanen und suburbanen Zusammenhängen – ein Thema, das ihn schon seit Langem beschäftigt.

TAN LINES ist eine Zusammenarbeit mit der Kunst Halle Sankt Gallen, und wird im September 2018 an die Fondazione Giuliani nach Rom weiterreisen. Im Frühjahr wird außerdem bei Sternberg Press ein ausstellungsbegleitender Katalog erscheinen.

Die Ausstellung im Bonner Kunstverein ist Værslevs erste große Einzelausstellung in Deutschland und kann mit freundlicher Unterstützung der Königlich Norwegischen Botschaft, Berlin realisiert werden.

Fredrik Værslev wurden Einzelausstellungen in den folgenden Institutionen gewidmet: Kunst Halle Sankt Gallen (2017); Kunsthal Aarhus; Le Consortium, Dijon; Bergen Kunsthall (2016); Museo Marino Marini, Firenze; CAC Passerelle, Brest (2015); The Power Station, Dallas (2014). Seine Arbeit ist in einigen bedeutenden Sammlungen vertreten, wie etwa dem Astrup Fearnley Museum, Oslo; Centre Pompidou, Paris; Moderna Museet, Stockholm und Nasjonalmuseet, Oslo.

Hochstadenring 22
D–53119 Bonn
Tel. +49 228 693936
Fax +49 228 695589
bonner-kunstverein.de


Presse








Daten zu Fredrik Værslev:

- art basel miami beach, 2014

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Flex-Sil Reloaded


Anlässlich des 75. Geburtstags von Roman Signer (*1938 in Appenzell, wohnt und arbeitet in St. Gallen) präsentiert die Kunst Halle zu Ehren des renommierten Künstlers eine Gruppenausstellung die (gleichzeitig) sowohl Hommage, wie auch Rekonstruktionsversuch und Experiment ist. Ausgehend von Roman Signers Einzelausstellung, welche 1988 in den Räumlichkeiten der Kunsthalle an der Wassergasse stattfand (damals von Josef Felix Müller kuratiert) soll mit «Flex-Sil Reloaded» die Zentralität und Aktualität von Signers Schaffen für eine jüngere Künstlergeneration unterstrichen, und Signer gleichzeitig ein kleines Geburtstagsgeschenk gemacht werden. Darüberhinaus wagt «Flex-Sil Reloaded» aus kuratorischer Sicht verschiedene Ausstellungsgenres zu mischen, mit der Absicht sowohl das Ausstellungsmachen, als auch die Geschichte der Institution zu hinterfragen.

«Flex-Sil Reloaded» entwickelt sich entlang zweier Hauptachsen. Einerseits findet eine Art Rekonstruktion von Roman Signers Einzelausstellung von 1988 statt, indem einige der damaligen Werke den Weg in die heutigen Räumlichkeiten der Kunst Halle Sankt Gallen finden. Ergänzend dazu werden Dokumente und Bildmaterial präsentiert, welche den Besucherinnen und Besuchern helfen sollen, sich ein Bild der damaligen Ausstellung und deren Kontextes zu verschaffen. Darunter befinden sich unter anderem Archivmaterial und Skizzen, Fotografien von Peter Liechti sowie ein Interview mit dem aus St. Gallen stammenden Starkurator Hans Ulrich Obrist, der am 21. Dezember 1988 Besucher durch die Signer-Ausstellung führte. Weiter wird dem Publikum ein Faksimile des begleitenden Leporello von 1988 als „Give Away“ offeriert. Darin abgedruckt ist ein Text von Claudia Cattaneo, in dem sie die Geschichte des mythischen Flex-Sil Dampfkochtopf schildert (Signer war 1955/56 als Hilfsarbeiter in der Flex-Sil-Abteilung der Firma Grossenbacher in St. Gallen tätig, wo er Ventile zusammenschraubte).

Auf der zweiten Hauptachse werden in der Ausstellung verschiedene Positionen jüngerer nationaler und internationaler Kunstschaffender gezeigt. Die Arbeitsweise dieser Künstler ähnelt der von Signer und es finden sich formale wie inhaltliche Konvergenzen. Wie er benutzen sie Skulptur, Zeichnungen, Filme und Aktionen, um sich in reduzierten, prägnanten Arbeiten auf raffinierte und häufig humorvolle Art und Weise mit der Eindämmung, Freisetzung und Transformation von Energie oder mit Themen wie Zeit und Natur auseinanderzusetzen. Mit diesen Werken will man in der Ausstellung einerseits auf Aspekte verweisen, welche die Aktualität von Signers Arbeit untermauern, andererseits sollen diese Werke auch Hommage sein. Man erhofft sich damit eine lebendige Situation zu schaffen, in der nicht nur der Dialog zwischen verschiedenen Werkansätzen gefördert wird, sondern auch einer zwischen den Generationen - dies im Bewusstsein, dass auch die sogenannte ‚junge‘, zeitgenössische Kunst bereits in die Kunstgeschichte eingebettet ist.

Die Gruppe der jüngeren Kunstschaffenden, die an «Flex-Sil Reloaded» beteiligt sind ist durchmischt. Darunter befinden sich einige, die in der Kunst Halle schon grosse Einzelausstellungen hatten. Beispielsweise Matias Faldbakken (*1973, DK), der wie Signer die subversive Geste pflegt, oder der Holländer Navid Nuur (*1976, NL), der für seine performativen Skulpturen bekannt ist. Dazu kommen der St. Galler Kilian Rüthemann (*1979, CH) mit seinen post-minimalistischen Rauminterventionen, oder etwa der Bieler Raphael Hefti (*1978, CH), der in seiner Kunst immer wieder energetische Prozesse freisetzt. Andere Teilnehmende sind Nina Canell (*1979, SE), Valentin Carron (*1977, CH), Isabella Girtanner (*1984, CH), Michael Höpfner (*1972. AT), Norma Jeane (*1962, USA), Jaakko Pallasvuo (*1987, FI) und Fredrik Værslev (*1979, NO). Ob eine Untersuchung von Landschaft stattfindet, das Thema der Zeit aufgegriffen, die Idee vom Selbstportrait fortgesetzt oder das Objekt als Ready Made auf humorvolle Weise verdreht wird - in den Werken dieser Künstler findet sich eine Echo auf Roman Signers Schaffen.

Für die Ausstellung wird auch Roman Signer eine neue Installation realisieren. Diese – so viel sei verraten – sieht als Protagonist ein ´Ape Piaggio`-Motorrad vor und verweist auf eine subtile Art und Weise auf die Idee von Kunst als Schachspiel. Mit «Flex-Sil Reloaded» will auch die Kunst Halle Sankt Gallen mit ihrer Geschichte und ihrem Netzwerk ‚spielen‘. Den König wollen wir aber nicht matt setzten, sondern mit ihm ein Fest feiern.

Nina Canell, Valentin Carron, Matias Faldbakken, Isabella Girtanner, Raphael Hefti, Michael Höpfner, Norma Jeane, Peter Liechti, Josef Felix Müller, Navid Nuur, Hans Ulrich Obrist, Jaakko Pallasvuo, Kilian Rüthemann, Corinne Schatz, Roman Signer, Fredrik Værslev

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 12 - 18 Uhr
Samstag und Sonntag 11 - 17 Uhr

Kunst Halle Sankt Gallen
Davidstrasse 40
CH-9000 St. Gallen
Tel.: +41 (0)71 222 10 14
Fax: +41 (0)71 222 12 76
info@k9000.ch
k9000.ch


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