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Stockholm-Syndrom

Lisa Bergmann, Alina Schmuch, titre provisoire, Anna Witt

2. März - 13. Mai 2018 | Kunstverein Harburger Bahnhof
Eingabedatum: 28.02.2018

bilder

Das Stockholm-Syndrom beschreibt ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer eine emotionale Bindung zu Tätern aufbauen, sich mit diesen identifizieren und sogar durch eigenes Handeln stabilisierend auf das Opfer-Täter-Verhältnis einwirken. Die Gruppenausstellung „Stockholm Syndrome” überträgt dieses Kippmoment von Kritik oder distanzierter Teilhabe zu Affirmation auf die Strukturprinzipien postfordistischer Gesellschaften. Zwänge der Lohnarbeit werden dort zunehmend von Forderungen nach intrinsischer Motivation und Selbstverwirklichung verdeckt und so die Grenzen zwischen Privatheit und Arbeit, kollektiver und individueller Identität, Emotion und Arbeitsökonomie verwischt. Die Ausstellung widmet sich den Regeln von auf Verführung und Manipulation basierenden Mechanismen und wie diese sich in Formen von Arbeit, Gemeinschaft und Architektur in unseren Alltag einschreiben.

Die in der Ausstellung vertretenen Videoarbeiten von Lisa Bergmann, Alina Schmuch, titre provisoire und Anna Witt nehmen die Einübung gesellschaftlicher Rollen an der Schnittstelle von Individuum und Kollektiv zum Ausgangspunkt und befragen Mechanismen der Identifikation, Zuschreibung und Suggestion auf Aspekte des Performativen, Räumlichen und Sozialen. Welche Formen der Verführung, welche psychologischen und gruppendynamischen Prozesse, aber auch welche Arten der Aktivierung und Teilhabe stehen im Zentrum immer schon per se politischer Gemeinschaft? Mit welchen ästhetischen und sozialen Setzungen durchdringen sie die verschiedenen Bereiche unseres täglichen Lebens?

Kunstverein Harburger Bahnhof
Im Bahnhof über Gleis 3&4
Hannoversche Straße 85
21079 Hamburg
kvhbf.de

Presse






Daten zu Anna Witt:

- art berlin 2017

- Berlin Biennale 2010

- Manifesta 7

- Neuer Aachener Kunstverein

- Ökonomie der Aufmerksamkeit, 2014 Wien

Weiteres zum Thema: Anna Witt



Bilder in Bewegung : Künstler & Video_Film


Im Frühsommer 2010 präsentiert das Museum Ludwig eine großangelegte Überblicksausstellung zur Geschichte des Bewegten Bildes in der bildenden Kunst. Das Haus räumt sein komplettes Untergeschoss aus, um seine umfangreiche Film- und Videosammlung den Besuchern erstmals seit 30 Jahren zugänglich zu machen. 55 raumgreifende Installationen mit substantiellen Arbeiten, beispielsweise von Aernout Mik, Mike Kelley und Nam June Paik werden präsentiert, rund 270 Arbeiten werden über Videosichtplätze abrufbar sein.

Erstmals werden die Medien Video und Film nicht getrennt von Kunst- oder Filmwissenschaftlern untersucht, sondern ihre Verschränkung, die um 1968 einsetzt, wird in den Blick genommen. Die gemeinsame Präsentation dieser Medien hat im Rheinland Tradition: so mit der Gründung von XSREEN als Abspielstätte für den Avantgardefilm und die Integration von Filmen in Ausstellungen der bildenden Kunst 1970 im Kölnischen Kunstverein, sowie Nam June Paiks für das Medium Video wegweisende Ausstellung „Exposition of Music, Electronic Television" 1963 in Wuppertal. Viele der Werke, die damals präsentiert wurden, sind anschließend in die Sammlung des Museum Ludwig gelangt.

Außerdem fragt die Ausstellung nach dem Einfluss des Kinos und seiner erzählerischen Strategien, dem Dokumentarische als künstlerische Haltung und dem Verhältnis von Video und Film zum Ausstellungsraum. Der Einfluss des Kinos findet sich in ganz unterschiedlichen Werken, beispielsweise bei Francesco Vezzoli in Form eines vorgetäuschten Filmtrailers, als Collage mit gefundenem Material bei Jonathan Horowitz oder einer in einen anderen Zusammenhang gebrachten Wiederaufführung eines Sketches von Laurel und Hardy bei Clemens von Wedemeyer. Beispiele für das Do-kumentarische als künstlerische Haltung sind u.a. Werke von Renée Green und Jonas Mekas. Es wird aber auch deutlich gemacht, dass Videos um 1968, die lange als Dokumentationen von Aktionen rezipiert wurden, eigentlich eine Eigenständigkeit besitzen, da die Künstler die Medien konzeptionell in ihren Aktionen mitdachten. Das Verhältnis von Video und Film zum Ausstellungsraum reicht von der „kinematografischen Installation", die den Kinoraum mit dem Ausstellungsraum verschmilzt bis zur „Videoskulptur", die Monitore als skulpturale Elemente installiert. Entweder wird der Kinoraum in der Arbeit zitiert, wie z.B. bei Janet Cardiff oder Mark Leckey oder die kinematografische Apparatur wird zum Bestandteil der Installation wie in den Arbeiten von Simon Dybbroe Møller und Edgar Arcenaux. Schließlich sind Installationen zu finden, die einen di-rekten Bezug vom Raum im bewegten Bild zum Ausstellungsraum herstellen, wie bei Aernout Mik und Guy Ben-Ner.

Kuratorin der Ausstellung ist Barbara Engelbach

Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.

Künstlerliste (Auswahl)
Edgar Arceneaux, John Baldessari, Guy Ben-Ner, Joseph Beuys, Guil-laume Bijl, Klaus von Bruch, Chris Burden, Janet Cardiff, Bruce Conner, Michele Di Menna, Simon Dybbroe Møller, Terry Fox, Valie Export, Jeanne Faust, Jack Goldstein, Renée Green, Birgit und Wilhelm Hein, Georg Herold, Susan Hiller, Ute Hörner & Mathias Antlfinger, Jonathan Horowitz, Boaz Kaizman, Mike Kelley, Ferdinand Kriwet, Mark Leckey, Babette Mangolte, Jonas Mekas, Aernout Mik, Bruce Nauman, Marcel Odenbach, Nam June Paik, Peter Roehr, Martha Rosler, Gerry Schum, Richard Serra, Paul Sharits, Roman Signer, Bill Viola, Hannah Wilke, Mark Wallinger, Clemens von Wedemeyer, Stephen Willats, Anna Witt, u.v.a.

Ausstellungslaufzeit: 29.05.2010 bis 31.10.2010

Abbildungen:
- Bruce Nauman, Art Make up, 1967/1968, Videoinstallation, 40:00 min., © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
- Nam June Paik, Brandenburger Tor, 1992, Videoinstallation mit 217 Monitoren, 290 x 665 x 190 cm, © Nam June Paik, Foto: Rheinisches Bildarchiv, KölnBill Viola, The Greeting, 1995, Video, 10 min. Farbe, Ton, Beamer, Ed. 4/5, Projektion: 282 x 241 cm © Bill Viola, Foto: Kira Perov
- Fischli/Weiss, Büsi (Kitty), 2001, © Peter Fischli/David Weiss

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln

Telefon +49-221-221-26165
Telefax +49-221-221-24114
E-Mail info@museum-ludwig.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag (inkl. Feiertage): 10 - 18 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 - 22 Uhr
Montags geschlossen.

Eintritt
Eintrittskarten sind den ganzen Tag gültig und berechtigen zum Eintritt in die Sammlungsräume und in alle Sonderausstellungen.

Erwachsene: 10,00 € ermäßigt: 7,00 € (Kinder unter 14 Jahren, Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehr- und Ersatzdienstleistende gegen Vorlage eines gültigen Ausweises, InhaberInnen des Köln-Passes)
Familien: 20,00 €
Eintritt frei für Kinder unter 6 Jahre
Gruppen (ab 20 Personen): 7,50 € pro Person
Schulklassen sowie die begleitenden LehrerInnen: Eintritt frei in die Sammlung 4,00 € pro Schüler/Lehrer im Sonderausstellungsbereich

Am ersten Donnerstag im Monat gilt ab 17 Uhr ein um 50 Prozent reduzierter Eintrittspreis für die Sammlung und alle Sonderausstellungen von 5,00 € (ermäßigt: 3,50 €).

An diesen Abenden bieten wir jeweils ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Film, Lesungen, Künstlergesprächen und vielem mehr!

Audioguides: Gebühr von 3,- € für Dauer- und Sonderausstellungen. Kostenfrei von der Homepage des Museums auf PC und IPod herunterzuladen.

Museumspädagogik
Das Programm des Museumsdienstes im Museum Ludwig
Angelika von Tomaszewski M.A.
Tel 0221/221-23705
museumsdienst@museum-ludwig.de

Anfahrt und Verkehrsanbindung
Öffentliche Verkerhsmittel: Haltestelle/Station Hauptbahnhof für Bahn, U-Bahn und S-Bahn vom Flughafen Köln/Bonn.
Parken: Parkhäuser befinden sich in unmittelbarer Nähe (Am Dom / Groß St. Martin)

Informationen zur Barrierefreiheit
Das Museumsgebäude ist für den Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet. Rollstühle stehen an der Kasse zur Verfügung. Führungen per tourguide für Gäste mit Hörbehinderung. Bitte wenden Sie sich an unser Kassenpersonal.

BHFGHOW


Unter dem Titel "BHFGHOW" werden sechs Positionen junger Künstler präsentiert, die die Columbus Art Foundation im Jahr 2010 förderte. Darunter auch die erste Columbus-Förderpreisträgerin Gabriela Oberkofler, die mit ihren Arbeiten einen Spagat zwischen Tradition und Moderne schafft.

In ihren Performances, Installationen und Fotografien untersucht die aus Südtirol stammende Künstlerin Gabriela Oberkofler das Spannungsfeld zwischen traditionellem Bauernleben und internationaler Urbanität. Die Künstlerin wurde als erste Preisträgerin des Columbus-Förderpreises 2010 ausgewählt und wir mit ihren Arbeiten in der Ravensburger Ausstellung zu sehen sein.

Mit dieser Ausstellung will die Columbus Art Foundation die eigenen Erwerbungen "zurück nach Ravensburg" bringen. Es werden Werke der Künstler zu sehen sein, die im letzten Jahr von der Foundation gefördert und unterstützt wurden und deren Arbeiten seither in zahlreichen Ausstellungen und Biennalen zu sehen waren. Unter den zeitgenössischen Künstlern befinden sich:
Bernhard Bretz/Matthias Holliger, Famed, Julia Gröning, David Heitz, Gabriela Oberkofler und Anna Witt.

Abbidung: Gabriela Oberkofler | aus: Buggelkraxen | 2010 | Installation (Detail) | Foto: Thierry Chassepoux

Ausstellungsdauer: 10.12.-18.2.11

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10-18 Uhr

Columbus Art Foundation
Cunsthalle Ravensburg
Eywiesenstraße 6
88212 Ravensburg

c-af.de







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